Apple iPhone 3G S
Zurück: Seite 5
Videoformate & AufzeichnungsmedienWeiter: Seite 7
Fotofunktionen
Zusammenfassung Bedienelemente
• Automatische Belichtung und Weißabgleich arbeiten ziemlich gut
• Automatischer Fokus funktioniert vor Aufnahmebeginn gut, sperrt sich aber während der Aufnahme – und bewegt isch das Motiv wird es mal scharf, mal unscharf aufgenommen
• Spotfokus mit dem Touchscreen ist intuitiv, während der Aufnahme aber nicht verfügbar
• Kein optisches oder digitales Zoomobjektiv
• Belichtungszeit, Blende, Belichtung usw. können nicht zusätzlich manuell eingestellt werden
Automatische Aufnahmen (4,0)
Wie die meisten ultrakompakten, preiswerten Camcorder, denen das iPhone 3G S gleicht, hat es keine manuellen Bedienteile. Die automatische Aufnahme ist der einzige Modus für Videoaufnahmen und, leider, sind einige der einfachsten automatischen Funktionen nicht sehr gut. Zunächst ist da der Fokus. Vor Aufnahmebeginn schaltet das Handy die automatische Scharfstellung ein. Jedes mal, wenn ein Motiv anvisiert wird versucht dieses System das Bild scharf zu stellen, und zwar aufgrund dessen was sich in der Mitte des LCD befindet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Autofokus viel zu sprunghaft und schnell. Es bietet keine gleichmäßigen Überleitungen und die Scharfstellung dauert zu lange. Es funktioniert mehr wie ein Fokus, dass an einem Fotoapparat zu finden wäre, nicht an einem traditionellen Camcorder.Sobald die Aufnahme beginnt wird der Fokus gesperrt und ändert sich während der Aufnahme nicht mehr. Sobald sich das Motiv bewegt, oder das Telefon bewegt wird, wird das Bild höchstwahrscheinlich nicht mehr scharf, sondern weich gezeichnet sein. Vor der Aufnahme kann das Bild auch durch antippen des Motivs auf dem Bildschirm scharf gestellt werden. Dieses Feature findet sich an zahlreichen traditionellen Camcordern mit Touchscreen. Leider funktioniert es aber nicht so gut...
Sobald das Handy ein bisschen bewegt wird, stellt sich der Autofokus neu ein. Um also das scharfe Bild zu behalten, sollte sofort mit der Aufnahme begonnen werden.
Die automatische Belichtung und der automatische Weißabgleich waren um einiges besser als der Fokus. Das Handy hat die helleren Bildteile zwar etwas überbelichtet, doch insgesamt waren die Ergebnisse gut. Auch die Aufnahmen in geschlossenen Räumen mit Leuchtstoffröhren, die billigen Camcordern Probleme bereiten, hat der Weißabgleich des iPhone sehr gut gearbeitet. Die hervorragende Farbwiedergabe ist ebenfalls ein Indiz für den guten automatischen Weißabgleich.
Lowlight-Modi
Das iPhone 3G S hat keine Lowlight-Modi.
Motivprogramme
Es gibt auch keine Motivprogramme.
Zoom (0.0)
Das iPhone 3G S hat kein optisches Zoom. Das ist kein erheblicher Nachteil, vor allem weil dieses Feature an der Mehrheit der ultrakompakten Camcorder fehlt. Fakt ist nun mal, dass es schwierig ist ein bewegliches Objektiv in ein so dünnes Gehäuse wie das des iPhone – oder ähnlichen Geräten – unterzubringen.
Die meisten Ultrakompakten haben aber einen kleinen 2-fachen digitalen Zoom. Das iPhone wird nicht mit dieser Fähigkeit geliefert, es gibt aber Foto-Apps für die früheren iPhone-Generationen, die einen digitalen Zoom beinhalten. Wir können uns gut vorstellen, dass auch für das 3G S bald ein App für Foto und Video veröffentlicht wird, das in irgendeiner Form einen digitalen Zoom beinhaltet. Andererseits verschlechtert der digitale Zoom die Videoqualität, und wir sind ganz zufrieden ohne.
Man kann in das Bild hineinzoomen, mit einem Doppelklick auf den Bildschirm kann der Bildausschnitt vergrößert werden. Fotos oder Videos können damit nicht gemacht werden, aber man kann in irgendetwas hineinzoomen und hat ein verpixeltes, aber vergrößertes, Motiv.
Zoombereich (0.0)
Wie schon gesagt, hat das iPhone 3G S weder ein optisches noch ein digitales Zoom. In Zukunft könnten Apps dem Abhilfe schaffen, doch dieses Feature ist bei Lieferung nicht auf dem Handy.
Fokus (0.0)
Es gibt keinen manuellen Fokus im iPhone 3G S. Stattdessen muss ganz auf die zwei Methoden zur automatischen Scharfstellung vertraut werden: Standard Autofokus und Spotfokus. Schlimmer noch, nach Beginn der Aufnahme, wird der Fokus gesperrt. Wird die Position gewechselt wird die Kamera nicht neu fokussieren. Wäre das ein Standardcamcorder, wäre das ein Ding der Unmöglichkeit. Sogar die ultrakompakten Flip Kameras und deren Konkurrenz schaffen das. Dieses System ist aber dem von digitalen Spiegelreflexkameras sehr ähnlich. Die Nikon D5000 und die Canon T1i, die wir ebenfalls getestet und bewertet haben, haben ebenfalls einen gesperrten Fokus sobald die Aufnahme beginnt.
|
| Spotfokus kann sowohl für Videos als auch für Fotos genutzt werden |
| Belichtungseinstellungen |
| Keine |
| Blendeneinstellungen |
| Fix: f2,8 |
| Belichtungszeiten |
| Automatisch: Bereich nicht bekannt |
| Weißabgleicheinstellungen |
| Keine |
| Lichtverstärker-Einstellungen |
| Keine |
Belichtung (0.0)
Das iPhone 3G S hat keine manuelle Belichtungseinstellungen. Für ultrakompakte Camcorder, wie der Flip UltraHD, ist das ganz normal. Andere Handy haben aber wenigstens elementarste Belichtungseinstellungen. Das Samsung Omnia z.B. hat neun Belichtungsstufen, die sowohl für Videos als auch für Fotos genutzt werden können.
Blende (0.0)
Nachdem das iPhone ein fix eingebautes Objektiv hat ist die Blende konstant bei f/2,8. Es gibt keine Möglichkeit das manuell zu ändern. Handys und Billig-Camcorder bieten das jedoch selten.
Belichtungszeit (0.0)
Die Belichtungszeit wird vom iPhone automatisch eingestellt. Wir glauben, dass die Belichtungszeit zwischen ca. 1/10 bis zu 1/3500 rangiert. Doch Apple hat diese Informationen nicht veröffentlicht. Eine manuelle Einstellung der Belichtungszeit ist nicht möglich, für Aufnahmen bei schlechten Lichtbedingungen nicht gut. Auch hier muss aber erwähnt werden, dass Handys und Billig-Camcorder dieses Feature selten anbieten.
Weißabgleich (0.0)
Der Weißabgleich des iPhone 3G S wird vollkommen automatisch gesteuert. Dasselbe kann von den meisten ultrakompakten Camcordern behauptet werden, einschließlich den Flip-Modellen. Einige Handys erlauben jedoch wenigstens einfache Einstellungen. Die Samsung Omnia z.B. hat fünf Voreinstellungen für den Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Wolkig, Kunstlicht, und Neonlicht. Doch wie auch das iPhone bietet das Samsung keinen manuellen Weißabgleich.
Lichtverstärker (0.0)
Mit so wenigen manuellen Bedienteilen, verwundert es nicht, dass das iPhone 3G S keinen manuellen Gain hat. Nur wenige Consumer Camcorder bieten dieses Feature – ganz zu schweigen von Ultrakompakten und Handys. Das iPhone aktiviert einen digitalen Lichtverstärker bei schlechten Lichtbedingungen, erlaubt aber die manuelle Einstellung des Gainlevels nicht.
Farb- & Bildfunktionen (0.0)
Es gibt auch keine zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten am iPhone. Die meisten Budget-Camcorder bieten keinerlei Bildfunktionen, wie sie bei HD-Topmodellen zu finden sind. D.h. keine Möglichkeit Farbtiefe, Schärfe, Hauttöne oder Kontrast einzustellen.
Sonstige Bedienelemente (0.0)
Das iPhone hat keines der sonstigen Funktionen, die echte Camcorder bieten. Sogar die preiswerten Sony Webbie HD Modelle haben ein Histogramm, die Kodak Zi6 hat sogar ein Telemakro. Kostspieligere Camcorder werden zusätzlich Führungsrahmen oder sogar Prosumer Features wie den ND-Filter oder Rauschunterdrückung bieten. Das iPhone hat sowas nicht, genauso wenig wie andere Handys.
Neueste Tests & News
-
13.01.2012
Panasonic HC-X900 Erste Eindrücke
Panasonics neuestes Top-Modell, der HC-X900 hat weniger überwältigende Updates wie sein Vorgänger, der HDC-TM900. Mehr...
-
11.01.2012
Sony Handycam HDR-PJ760V Erste Eindrücke
Sony hat während der CES, die neusten Produkte für 2012 angekündigt. Darunter auch den Projektor-Camcorder HDR-PJ740VE, der ab April in Deutschland erhältlich sein wird – wir durften uns auf der CES das US-Modell HDR-PJ760V genauer anschauen. Einziger Unterschied zwischen den beiden: Der interne Speicher des HDR-PJ740VE hat 32GB, der des PJ760VE hat 96GB. Mehr...
Besten Camcorder
-
1
Panasonic HDC-SDT750
Mit der HDC-SDT750 hat Panasonic den ersten 3D Consumer Camcorder auf den Markt gebracht. Billig ist er zwar nicht, aber auch nicht viel teurer als die anderen Top-Modelle. Ganzen Testbericht lesen
Alle KategorienFlash -

149900,00€2Canon Legria HF G10
Der Bildsensor im neuesten Flaggschiff-Modell von Canon, dem Legria HF G10 (UVP 1.499 Euro), hat viel weniger Pixel als das Vorjahresmodell. Ganzen Testbericht lesen
149900,00€Alle KategorienFlash -
3
Panasonic HDC-TM700
Die letztjährigen Top-Modelle von Panasonic, die 300-er Modelle waren schon super – der HDC-HS300 hat 2009 sogar unseren Select Award gewonnen. An die Nachfolgeserie, die 700-Modelle, haben wir deshalb ziemlich hohe Erwartungen. Ganzen Testbericht lesen
Alle KategorienFlash -
4
JVC Everio GZ-HM1
JVCs neuer Top-Camcorder, der Everio GZ-HM1 (UVP 1.199 Euro) sieht dem Vorjahresmodell, dem Everio GZ-HM400, zum verwechseln ähnlich. Ganzen Testbericht lesen
Alle KategorienFlash -

1359,00€5Panasonic HDC-HS300
Die Panasonic HDC-HS300 (UVP EUR 1.499) hat alles was man von einem hochwertigen Camcorder erwartet. Ganzen Testbericht lesen
1359,00€Alle KategorienHDD
Sonderartikel
-
Die gängigsten Softwarepakete für Videobearbeitung
Mit diesem Artikel wollen wir einen Überblick über die vielen Programme schaffen, die Verbrauchern verkauft werden: Sollte wirklich das teure Programm gekauft werden? Reicht die Software im Betriebssystem aus, oder sollte doch lieber die Hersteller-Software installiert werden? Mehr...
-
Festplatten
Viele Camcorder haben, ähnlich wie in einem PC, eine eingebaute Festplatte auf der Videos und Fotos gespeichert werden. Der größte Vorteil einer Festplatte in einem Camcorder ist der Speicherplatz. Mehr...
-
High Definition
High Definition (HD) ist nicht die Zukunft – es ist schon längst hier. Jeden Tag werden mehr und mehr HD-Fernseher gekauft, da ist es nur natürlich, dass auch der Urlaub, die Schulaufführung und Sportereignisse in HD aufgenommen werden wollen. Mehr...