Canon LEGRIA HF20
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Wiedergabe & Anschlüsse
Zusammenfassung Bedienung & Handhabung
• Leichtes, ultrakompaktes Format, allerdings immer noch zu groß für die Jackentasche
• Breiter, bequemer Griffriemen
• Könnte besser in der Hand liegen, aber insgesamt zufriedenstellende Handhabung
• Durchschnittliche Akkulaufzeit für Camcorder dieser Klasse
Benutzerfreundlichkeit (5,1)
Im Vergleich zum Vorjahresmodell HF11 ist die HF20 weniger bedienfreundlich. Leider hat Canon die Easy-Taste abgeschafft, die besonders Anfängern den Einstieg erleichtert hat. Sie befand sich (bei ausgeklapptem Display) an der linken Seite des Camcorders und wurde bei der HF20 durch die Video-Schappschuss-Taste ersetzt (der HF S100, HF S10 und HF 200 haben das gleiche Design). Die Easy-Taste war ein echtes Geschenk für Anfänger, die sofort losfilmen konnten, ohne sich um Einstellungen kümmern zu müssen. Der Camcorder regelte alles automatisch und ging sogar so weit, im Easy-Modus keine weiteren Menüoptionen anzuzeigen.
Die HF20 hat ebenfalls einen Easy-Modus, der allerdings verwirrenderweise Dual Modus genannt wird (am Moduswahlrad mit einem grünen Camcorder und einer grünen Fotokamera dargestellt). Genau wie der Easy Modus übernimmt der Camcorder im Dual Shot Modus alle Einstellungen automatisch – der Benutzer kann nur den Zoom selbst regeln. Warum Canon diesen Modus nicht Easy, Simple oder Auto genannt hat, ist uns unverständlich.
Der Video Modus ist relativ leicht zu benutzen, aber es wird einige Zeit dauern, bis man sich mit all den Menü-Optionen vertraut gemacht hat. Glücklicherweise ist die Bedienungsanleitung sehr klar und verständlich aufgebaut, wird aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir hätten uns gewünscht, dass Canon ein Info-Feature in sein Menü mitaufnimmt, so dass nicht immer zur Anleitung gegriffen werden muss.
Handhabung (5,75)
Die HF20 ist etwas kleiner und leichter als das Vorgängermodell HF11. Trotzdem sind sie sich die beiden Camcorder ziemlich ähnlich und den meisten wird wahrscheinlich kein Unterschied auffallen. Wir fanden, dass die HF20 im Großen und Ganzen gut in der Hand liegt. Aber ein paar Dinge haben uns trotzdem gestört. Die rechte Seite der Kamera hat eine kleine Wulst. Deshalb muss man mit den Fingerspitzen fester zupacken, um einen sicheren Griff zu haben. Leider ist die Oberseite etwas schlüpfrig und es kann leicht passieren, dass die Finger während des Filmens verrutschen. Die Handschlaufe ist allerdings breit und komfortablel.
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| Die Canon HF20 ist kleiner als das Vorjahresmodell HF11 |
Hält man die Kamera in der rechten Hand, muss mit der linken der Joystick bedient werden. Der Joystick ist leider ziemlich klein und es ist schwer, präzise mit ihm zu arbeiten. Aber er ist dem Joystick der VPC-HD2000 von Sanyo auf jeden Fall überlegen. Die HF20 hat keinen Objektivring oder ein Funktionsrad (wie die Canon HF S100). Ein Joystick – egal wie gut das Design – wird nie mit der Eleganz und Genauigkeit eines Rings oder Rads mithalten können.
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| Der Griffriemen ist breit und komfortabel und lässt sich verstellen |
Das Tasten-Layout hat uns generell gut gefallen. Das Gehäuse des Camorders ist nicht mit Knöpfen überladen und alle Funktionen sind deshalb leicht zu überblicken. Wir hätten uns vielleicht sogar ein paar Tasten mehr gewünscht. Aber die Schlichtheit gefiel uns, wir wollen uns also nicht beschweren.
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| Die rechte Seite der HF20 ist etwas klobig und erschwert einen sicheren Griff |
Richtig gestört hat uns nur die Platzierung der Ports. Die USB- und HDMI-Ausgänge befinden sich an der rechten Seite des HF20, genau da, wo beim Filmen die Handfläche liegt. Soll der Camcorder während des Drehs an einen Computer oder Fernseher angeschlossen werden, hat man schlechte Karten. Außerdem ist die Handschlaufe im Weg, wenn die Kabel an die Ausgänge angeschlossen werden sollen. Nur eine Kleinigkeit, aber sie sollte erwähnt werden.
Stabilisator (TBA)
Wir verbessern gerade unser Testverfahren zur Prüfung von Bildstabilisatoren, deswegen liegen uns noch keine Ergebnisse für den HF20 vor. Sobald wir den Camcorder getestet haben, werden wir hier darüber berichten. Die HF20 hat einen optischen Bildstabilisator, deshalb glauben wir, dass er in dieser Rubrik gut abschneiden wird. (So testen wir Stabilisatoren)
Tragbarkeit & Tragekomfort (8,32)
Die HF20 wiegt inklusive Akku rund 400g und gehört damit zu den ultrakompakten Camcordern. Er ist etwas leichter und kleiner als das Vorgängermodell HF11 (das ebenfalls mit einem 32 GB Flash-Speicher ausgestattet war). Durch das klassische Querformat ist die Kamera etwas zu sperrig, um sie in die Jackentasche zu stecken. Aber für die Handtasche ist sie klein genug. Durch den internen Flash-Speicher ist die HF20 ideal für Leute, die viel unterwegs sind. Man braucht sich nicht in letzter Minute um SD/SDHC-Speicherkarten Gedanken zu machen und kann trotzdem fast drei Stunden Videos in voller High-Definition-Auflösung aufnehmen. Nicht so viel wie Modelle mit interner Festplatte, aber genug für einen Wochenendtrip.
Die Sanyo VPC-HD2000 und die Panasonic HDC-HS20 sind beide wesentlich leichter als die HF20, aber sie nehmen etwa genau so viel Platz ein. Durch das innovative Hochformat sieht die Sanyo zwar so aus, als sei sie leichter zu verstauen. Aber durch den dicken Objektivtubus lässt auch sie sich nur schwer in die Jackentasche stecken. Das Schöne an der HF20 ist, dass sich alle wichtigen Ausgänge am Camcorder befinden. Wer die Kamera unterwegs an einen Computer oder Fernseher anschließen will, muss keine Docking-Station mit sich herumschleppen (so wie es die Sanyo VPC-HD2000 verlangt).
| Größe und Gewicht | |
| Gewicht | 400g inkl. Akku |
| Größe | 70 x 62 x 124mm |
Akkulaufzeit (4,9)
Die Canon HF20 hat einen BP-809 Akku, der sich an einem offenen Batteriefach an der Hinterseite des Camcorders befindet. Das ist ein Vorteil, denn so kann man den BP-809 gegen einen leistungsstärkeren Akku austauschen. In unserem Test hielt der mitgelieferte Akku 98 Minuten durch (1 Stunde 28 Minuten). (So testen wir die Akkulaufzeit)
| Akkulaufzeiten im Vergleich |
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Das ist zwar keine Sonderleistung, aber guter Durchschnitt für High Definition Camcorder dieser Preisklasse. Die Akkulaufzeit liegt etwas unter den 118 Minuten der Canon HF11 (der mit dem gleichen Akku kommt) und ist identisch mit der der Canon HF S100. Die Sanyo VPC-HD2000 hält fast 15 Minuten länger durch. Dafür befindet sich der Akku in einem geschlossenen Batteriefach und kann daher nicht ausgetauscht werden.
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| Die Canon HF20 hat einen BP-809 Akku |
LCD & Sucher (7,88)
Wie die meisten Camcorder hat die HF20 einen 2.7 Zoll LCD-Bildschirm. Die Auflösung beträgt 211.000 Pixel. Das Display ist schwenk- und ausklappbar und ermöglicht komfortables Filmen auch unter widrigen Umständen. Die Bildschirmhelligkeit lässt sich durch einfachen Tastendruck einstellen. Es gibt insgesamt 45 Helligkeits-Abstufungen, die auf einem Balkendiagramm am unteren Bildrand angezeigt werden. Es gibt auch einen LCD-Dimmer, um Strom zu sparen.
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| Der 2.7 Zoll LCD-Bildschirm |
Die HF20 hat keinen optischen Sucher, was nicht überrascht. Keines unserer Testmodelle hat einen Sucher. Canon bietet dieses Feature nur bei seinen DVD- und Kasetten-Camcordern an. Auch Sony und Panasonic bieten einen elektronischen Sucher nur bei ihren HD-Spitzenmodellen an.
Menüs (3,0)
Die Menüstruktur der Canon HF20 hat ein paar Schwächen. Der Look hat uns gut gefallen – die Menüs sind auf den ersten Blick schnell verständlich. Aber leider hat Canon sie nicht sehr klar gegliedert. Die Funktionen sind auf drei verschiedene Menüs aufgeteilt worden – wie es scheint, ohne Sinn und Verstand. Es wird dem Benutzer sehr schwer gemacht, ein bestimmtes Feature zu finden und besonders Einsteiger werden anfangs ihre Schwierigkeiten haben.
Das Funktions-Menü wird bei der HF20 durch Drücken der Function-Taste (links vom LCD-Bildschirm) aufgerufen. Diese Optionen beziehen sich alle auf die Bildqualität (Weißabgleich, Bildeffekte, Belichtungsmessung etc.). Das Funktions-Menü erscheint auf der linken Seite des Displays, so dass während den Einstellungen gleichzeitig das Bild kontrolliert werden kann. Dieses Menü ist leicht zugreifbar, aber hier findet sich nur ein Bruchteil der vielen Bedienelemente.
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| Das Funktions-Menü im Video-Modus |
Das Funktions-Menü im Foto-Modus |
Weitere Features stehen unter dem Tab „Menü" zur Verfügung – der letzte Tab im Funktions-Menü. Dieses zweite Menü nennt Canon Setup-Menü und es ist sieben Seiten lang. Hier lassen sich alle Grund-Einstellungen des Camcorders vornehmen (Einstellen von Datum und Uhrzeit, Sprache, Bildschirmhelligkeit usw.). Allerdings verstecken sich hier auch noch einige sehr wichtige andere Funktionen wie die Bildstabilisatorfunktion, Bildrate oder die Belichtungsverkürzung. Das Setup-Menü ist aber übersichtlich und leicht zu bedienen.
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| Das Setup-Menü im Video-Modus |
Das Setup-Menü im Foto-Modus |
Und dann gibt es noch ein drittes Menü, das Joystick-Menü. Wie der Name schon sagt, ruft man es mit dem Joystick auf. Hier gibt es acht weitere Bedienelemente, unter anderem manuelle Schärfeeinstellung, Audiopegel und Belichtungsausgleich. Die Aufteilung der verschiedenen Features unter den drei Menüs scheint vollkommen willkürlich durchgeführt worden zu sein. Warum sind die Gesichtserkennung und das Pre-Recording-Feature im Joystick-Menü? Und warum befindet sich der Belichtungsausgleich nicht im gleichen Menü wie die Blenden- und Zeitautomatik? Hier hätte Canon besser strukturieren können.
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| Joystick-Menü im Video-Modus |
Joystick-Menü im Foto-Modus |
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