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Zusammenfassung Videoformate & Aufzeichnungsmedien
• Aufnahmen können sowohl in HD- als auch in Standarddefinition gemacht werden
• Videos werden auf MiniDV gespeichert, der MiniSD-Slot ist für Fotos reserviert
• Mit der beigefügten Software können keine Videos von Band auf Computer übertragen werden – es ist ein Programm mit dem Fotos importiert und organisiert werden können (inkl.. ein paar Tools zum Ordnen von Videos)
Lowlight-Verhalten (Seite 6 von 16) Bedienelemente

Videoformate (10,0)


Die Canon HV40 nutzt HDV-Komprimierung für High-Definition-Videos und DV-Komprimierung für Standarddefinition-Clips auf Band zu speichern. Als Kassettencamcorder vorherrschten, waren HDV und DV Komprimierungen Gang und Gäbe. Eigentlich sind sie noch immer sehr gebräuchlich, aber die meisten Camcorder mit nicht-linearen Speichermedien (Flash- oder interne Speicher) nutzen den AVCHD-Codec. Trotz der sinkenden Beliebtheit von HDV hat dieser Codec doch einige Vorteile: Es lässt sich viel einfacher bearbeiten als AVCHD, auch mit total veralteten Programmen.

Für Standarddefinition-Aufnahmen nutzt die HV40 den DV-Codec mit zwei Videoformaten und zwei Aufnahmequalitäten. Videos können im normalen Bildformat (4:3) von640 x 480 oder im Breitbildformat (16:9) von 853 x 480 aufgenommen werden. Die Qualitätseinstellungen sind SP oder LP, wobei LP die niedrigere Aufnahmequalität ist, mit ca. 30 Minuten mehr Aufnahmezeit. SP und LP sind nicht verfügbar, wenn HD-Videos aufgenommen werden. HDV- und DV-Kompressionen haben eine feste Bitrate von 25 Mbps.

Format Bildschärfe Bitrate Kodierung
HD 50i 1920 x 1080 25Mbps HDV
HD 25F (Native 25p) 1920 x 1080 25Mbps HDV
DV 50i SP 640 x 480 (Normal)
853 x 480 (Breitbild)
25Mbps DV
DV 50i LP 640 x 480 (Normal)
 853 x 480 (Breitbild)
25Mbps DV

Der wesentliche Unterschied zwischen der HV30, dem Vorjahresmodell, und der HV40 ist der echt-progressive 25p Modus der HV40. Die meisten Camcorder zeichnen mit 50i auf und überträgt die Aufnahme mit dem sogenannten 2:3 Pull-down Verfahren. Dabei werden bestimmte Bilder weggelassen, damit das Video aussieht als wäre es mit 25p aufgenommen. Die HV40 hat einen echten 25p Modus, d.h. der Camcorder nimmt 25 Vollbilder pro Sekunde auf Band auf. Bisher war dieses Feature nur auf Canons professionellen Videokameras zu finden. Der Unterschied zwischen dem echten 25p Modus und dem von 50i herunter gerechneten 25p Modus ist kaum bemerkbar. Viele Kenner werden dem widersprechen, doch der durchschnittliche Camcordernutzer wird keinen Unterschied sehen. Der größte Vorteil der echten 25p Bildwiederholrate ist das Editieren und die Nachbearbeitung.

Aufzeichnungsmedien (4,0)


Nur ein paar Jahre ist es her, dass alle Camcorder auf Band aufgenommen haben. Mit der HV40 geht Canon also ein bisschen in die Zeit zurück – Videos werden ausschließlich auf MiniDV gespeichert. Das bedeutet nicht, dass die HV40 veraltet ist. Sie ist eher eine moderne Videokamera, die ein etwas veraltetes Speichermedium benutzt. Die Bänder haben immer noch Vorteile gegenüber Speicherkarten, internen Speichern und Festplatten. MiniDV-Kassetten sind billig, vertraut (vor allem wegen der Videorekorder) und eine greifbare Kopie des Videos. Bei nichtlinearen Medien existieren die Videos nur als digital gespeicherte Datei, außer man nimmt sich die Zeit sie auf eine DVD oder CD zu brennen. Für alle, die sich den Backup ersparen wollen, sind Band-Camcorder genau das Richtige. Außerdem sind MiniDV-Kassetten überall zu finden, sogar wenn mal im Urlaub alle Kassetten voll sind.

 
Die HV40 speichert Videos auf MiniDV-Kassetten…   …Fotos  auf MiniSD-Karten


Der Nachteil von Bändern ist, dass der Camcorder größer sein muss (irgendwo muss das Kassettendeck ja hin). Außerdem kann sich die Nachbearbeitung hinziehen. Videos die auf Band gespeichert werden, können nur in Echtzeit auf den Computer übertragen werden, was nicht nur langwierig sondern auch frustrierend sein kann. Nicht-lineare Speichermedien sind da etwas einfacher: Camcorder an Computer anschließen und Videos importieren, wie bei Fotos oder Musik.

MiniDVs können nur 60 Minuten HD-Videos speichern. Für Aufnahmen in Standarddefinition steht der LP-Modus zur Verfügung, mit dem 90 Minuten Videos, mit niedrigerer Qualität, auf dem Band platz hat. Die Canon HV40 hat auch einen MiniSD-Kartensteckplatz, aber dort können nur Fotos gespeichert werden, keine Videos.

  HDV
(25Mbps)
DV - SP
(25Mbps)
DV - LP
(25Mbps)
MiniDV Kassette 60 Min 60 Min 90 Min

Film- & Bildbearbeitung (4,5)


Das Wichtigste gleich vorneweg: Die Software der HV40 kann keine Videos von Band auf Computer übertragen. Um das Material, das mit der HV40 aufgenommen wurde, zu bearbeiten muss ein zusätzliches Bildbearbeitungsprogramm gekauft werden. Windows Movie Maker oder iMovie reichen schon. Fortgeschrittene können ihre Videos auch mit Final Cut Pro oder Adobe Premiere vom Band übertragen. Wir wollen hier nur klarstellen, dass der HV40 kein Bildbearbeitungsprogramm beigefügt ist, auch wenn es so aussehen könnte.

Den meisten Camcorder ist irgendeine simple Videobearbeitungssoftware beigefügt oder vorinstalliert. Bei Canons Flash-Camcordern ist es Pixela ImageMixer 3SE. Nicht so bei der HV40, der nur die Digital Video Solution Disk, mit zwei Fotoverwaltungsprogrammen (für Mac und PCs), beigefügt wurde.. Die Programme, Zoom Browser EX6.2 (Windows) und Image Browser 6.2 (Apple) sind ein Abklatsch von Apples iPhoto-Software und eigentlich nur Organisationstools. Unten sind ein paar Screenshots vom Image Browser abgebildet.


Dieses Fenster geht auf, wenn die HV40 an einen
Computer angeschlossen wird
(und die Software installiert ist)

Sobald die HV40 an einen Computer angeschlossen und in den Kartenmodus umgeschaltet wird, macht der Image Browser automatisch ein Fotoübertragungsfenster auf. Die Übertragung der Fotos mit dem Programm ist sehr einfach – und ist jedem der eine Digitalkamera besitzt geläufig. Sobald die Fotos übertragen sind, können sie im Browserfenster angesehen und organisiert werden. Kleinere Verbesserungen und Bearbeitung können ebenfalls vorgenommen werden.

Die Software hat einige wenige Bearbeitungstools
für Fotos  

Der Image Browser hat auch ein paar nützliche Videofunktionen, nur können damit keine Videos bearbeitet oder Band übertragen werden. Mit dem Programm können Videoclips und iMovie-Projekte importiert und organisiert werden. Wir können uns nicht vorstellen, dass dieses Feature oft genutzt wird. Vor allem weil die Videos nur in einem anderen Programm bearbeitet werden können.

Die Software ist vor allem zur Organisation
von Fotos gedacht



Canon HV40 Vergleichscamcorder
Canon HF S100 Panasonic HDC-HS300 Sony HDR-XR520
Canon HF S100 Panasonic HDC-HS300 Sony HDR-XR520


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