Canon LEGRIA HV40
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| Zusammenfassung Bedienelemente | ||||
• Der Auto-Modus ist gut für Anfänger, und für alle die sich keine Gedanken über manuelle Einstellungen machen wollen• Blendenautomatik und Zeitautomatik aber keine Möglichkeit beides unabhängig voneinander manuell einzustellen • Camcorder hat ein Einstell-Wahlrad nur für Fokus • HV40 hat viele Motivprogramme, Weißabgleichs-Voreinstellungen, einen 10-fachen optischen Zoom, Belichtungskontrolle, Zebra, Rahmenführung und Bildeffekte • Es gibt keinen Lichtverstärker oder Gesichtserkennung an der HV40 |
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Videoformate & Aufzeichnungsmedien | (Seite 7 von 16) | Fotofunktion | |
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| Der Auto/Programm Modus Schalter |
Außer der Automatik gibt es noch den Programm-Modus. Hier gibt es die Möglichkeit, neben den automatischen Aufnahmen, einige Einstellungen manuell vorzunehmen. Im Programm-Modus können verschiedene Motivprogramme und Weißabgleich ausgewählt und die Belichtung eingestellt werden. Wird nichts verändert, stellt der Camcorder alles automatisch ein.
Es ist uns aufgefallen, dass der automatische Fokus der Canon HV40 etwas langsamer ist als der anderer Canon-Modelle. Vielleicht sogar ein bisschen zu langsam. Der Camcorder bietet die Wahl zwischen Instant AF und Normal AF. Die Zeit, die der Camcorder zum Scharfstellen braucht ändert sich deswegen aber nicht. Der Unterschied liegt eher im Prozess. Im Instant AF fokussiert der Camcorder in einem schnellen, abrupten Übergang. Normal AF hat eine langsame, fließende Scharfstellung. In beiden Modi braucht der Camcorder etwas, bis er das scharf zu stellende Bildteil herausgepickt hat – und muss 1 bis 2 Sekunden auf ein Motiv gehalten werden, bevor irgendetwas passiert.
Die automatische Belichtung der HV40 hat besser funktioniert. Die Übergänge zwischen den einzelnen Lichtbedingungen, in denen wir den Camcorder getestet haben, waren fließend. Manchmal hat die HV40 die Aufnahmen über-, manchmal unterbelichtet, das ist aber normal in dieser Preisklasse. Es gibt ein auch eine Hintergrundbeleuchtung im Programm-Modus. Der automatische Weißabgleich war gut, trotzdem raten wir den manuellen Weißabgleich sofern möglich zu benutzen. Die HV40 hat auch einige Weißabgleichs-Voreinstellungen die ziemlich gut arbeiten.
Eine weitere Funktion der HV40 ist der Cine Mode, das Canon nicht eindeutig erklärt. In der Bedienungsanleitung steht nur, dass das Videomaterial mit dem Cine Mode mehr wie ein Film aussieht und am besten mit dem 25p Modus des Camcorders funktioniert. Natürlich haben wir es ausprobiert und festgestellt, dass die Aufnahme im Cine Mode weniger Rauschen und Störungen aufweist. Cine Mode produziert eine glattere Aufnahme, benötigt aber auch mehr Licht als der reguläre Programm-Modus.
Lowlight-Modi
Die Canon HV40 hat keinen speziellen Lowlight-Modus wie Sonys NightShot Infrarot-System. Es gibt aber ein Motivprogramm 'Nacht' und eine automatische Langzeitbelichtung. Bei schlechter Beleuchtung wird in der automatischen Langzeitbelichtung die Belichtungszeit des Camcorders auf 1/30 einer Sekunde verlangsamt (statt der Mindestbelichtungszeit von 1/60s). Mit einer Belichtungszeit von 1/30 wird die Lowlight-Performance verbessert; dies verursacht aber auch Nachzieheffekte und ein etwas abgehacktes Video.
Zusätzlich hat Canon eine Videoleuchte an die HV40, rechts neben dem Objektiv, montiert. Diese Leuchte beleuchtet dunkle Umgebungen wirklich gut und hat eine Reichweite von 3 bis 4,5 Metern. Das ist viel besser als die Videoleuchten der HF20 und HF200, aber auch ein bisschen schlechter als das Licht an Canons HF S-Modellen (HF S100, HF S10 und HF S11). Die Leuchte der HV40 hat eine etwas blaue Färbung, was den Aufnahmen auch eine blaue Tönung gibt. Dieses Problem haben die Leuchten der HF S-Modelle nicht.
Motivprogramme
Die Canon HV40 hat ein paar Motivprogramme, die nur im Programm-Modus eingestellt werden können. Dazu gehören: Portrait, Sport, Nacht, Schnee, Strand, Sonnenuntergang, Scheinwerfer und Feuerwerk. Das Motivprogramm Nacht setzt die Mindestbelichtungszeit herab, während Strand und Sonnenuntergang die Farbeinstellungen ändern. Bei den anderen Motivprogrammen ist es schwieriger die vom Camcorder vorgenommenen Änderungen genauer zu bestimmen.
Der Zoomregler der HV40 ist mittelgroß und befindet sich auf der Oberseite des Camcorders, so dass der Zoom mit dem Zeigefinger gesteuert werden kann. Der Regler ist gut verarbeitet, leicht zu benutzen – und dieses Design gefällt uns besser als das der Canon HF S100. Der Druck, mit dem der Regler bedient wird, regelt die Zoomgeschwindigkeit (ein weit verbreitetes Feature). Die HV40 bietet drei fixe Zoomgeschwindigkeiten: Mit der schnellsten (Speed 3) wird der 10-fach Zoom in vier Sekunden ausgeführt, mit der mittleren (Speed 2) in 8 Sekunden und die langsamste Geschwindigkeit braucht etwa 16 Sekunden für den 10-fachen Zoom.
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| Für den Zoom stehen frei verstellbare und drei fixe Zoomgeschwindigkeiten zur Verfügung |
Auf dem LCD-Rahmen gibt es ebenfalls zwei Zoomtasten (die Vor- und Rückspultasten). Diese Tasten nutzen immer einen fixen Zoom, auch wenn der Camcorder auf den verstellbaren Zoom eingestellt wurde. Zusätzliche Zoomregler bzw. Tasten sind zwar nützlich, doch die Umsetzung auf der HV40 ist furchtbar. Die Knöpfe sind schwer zu drücken und sie reagieren nicht gut. Bei der HF S100, der HF S10 und der HF S11 hat Canon die Knöpfe am LCD-Rahmen besser umgesetzt. Die HF20 und HF200 aber haben das gleiche, schlechte Design abbekommen wie die HV40.
Die HV40 hat einen 10-fachen optischen Zoom. Genauso wie die HF S100. Ein 10-facher Zoom ist eher wenig für einen HD-Camcorder heutzutage, die meisten haben einen zwischen 10 und 15. Wir hätten gerne einen etwas größeren Zoom für die HV40 gesehen, einfach nur, weil wir glauben, der Camcorder ist groß genug um die extra Optik unterzubringen. Der 10-fache Zoom ist nicht schlecht, nur nichts besonderes. Der Camcorder hat auch einen 200-fachen digitalen Zoom, der allerdings die Bildqualität sehr verschlechtert.
| Zoom im Vergleich | ||
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| Weitwinkel | Mittlerer Zoom | 10x Zoom |
Der Fokus der HV40 lässt sich mit dem Drehrad, das vorne rechts angebracht ist, regeln. Seltsamerweise ist das die einzige Funktion, die sich dem Einstellrad zuordnen lässt. Belichtungszeit und Blende müssen mit dem hinten angebrachten Joystick eingestellt werden. Nachdem der Fokus-Regler aber nicht besonders gut funktioniert, ist das wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Der Regler ist klein, hat nicht viel Berührungsfläche und ist nicht präzise. Wir bevorzugen das größere Einstell-Wahlrad der Canon HF S100, HF S10 und HF S11.
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| Während der manuellen Fokuseinstellung wird keine Markierung auf dem Bildschirm angezeigt | Der Fokus-Regler ist nicht der beste, aber besser als die Nutzung eines Joystick |
Für die Fokuseinstellung bietet die HV40 zwei Fokus-Assist Funktionen, doch die Implementierung ist nicht gut. Die erste Funktion ist 'Peaking', bei der die Ränder des Motivs hervorgehoben werden um die Scharfstellung zu vereinfachen. Viele Camcorder bieten farbiges Peaking, auch Canons HF S-Modelle. Die HV40 hat das nicht. Damit wird Peaking als Funktion relativ nutzlos. Der zweite Fokus-Assist ist eine digitale Vergrößerung. Dabei wird die Mitte des Bildschirms vergrößert damit die Feinheiten beim Scharfstellen besser erkennbar sind. Das ist ein nützliches Feature, für das man jedoch den Knopf 'Magnify' am LCD-Rand drücken muss um es zu aktivieren.
| Belichtungseinstellungen |
| -11 bis +11 (23 Abstufungen) |
| Blendeneinstellungen |
| f/1.8, f/2, f/2.4, f/2.8, f/3.4, f/4, f/4.8, f/5.6, f/6.7, f/8 |
| Belichtungszeiten |
| Im Modus Belichtungsautomatik (50i Bildfrequenz): 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/100, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/2000 Im Modus Belichtungsautomatik (25p Bildfrequenz): 1/6, 1/12, 1/24, 1/48, 1/60, 1/100, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/2000 |
| Weißabgleicheinstellungen |
| Automatik, Tageslicht, Schatten, Wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoff, Leuchtstoff H, Set Manuell |
| Lichtverstärker-Einstellungen |
| Keine |
Bei der HV40 wird die Belichtung genauso eingestellt wie bei allen anderen Canon Camcordern. Mit dem Joystick können 23 Abstufungen, von -11 bis +11 EV, eingestellt werden. Die HV40 hat das alte Joystick-Menü, was mitunter sehr verwirrend sein kann. Die restlichen 2009 Camcorder von Canon haben ein Aufklappmenü für den Joystick, mit dem sich leichter arbeiten lässt. In der Rubrik Menüs gehen wir näher auf dieses Thema ein.
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| Die Belichtungseinstellung ist einfach, das Joystick-Menü ist aber verwirrend |
Wie die Belichtung, wird auch die Blende mit dem Joystick eingestellt. Manuell kann die Blende nur im Av-Modus, der Zeitautomatik, verändert werden. Die Anzeige für die Einstellung der Blende ist, wegen der kleinen Bezifferung oben links am Bildschirm, etwas mangelhaft. Es gibt keinerlei Hinweis darauf, was der nächste f-Stop ist und wie weit die Auswahl reicht. Das ist wesentlich schlechter als bei dem Balkendiagramm der HF- und HF S-Modelle.
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| Einstellung der Blende mit der HV40 |
Die HV40 kann manuell auf folgende Blendeneinstellungen gestellt werden: f/1.8, f/2, f/2.4, f/2.8, f/3.4, f/4, f/4.8, f/5.6, f/6.7 und f/8. Wie gesagt, hat der Camcorder aber nur eine Zeitautomatik (keine komplett manuelle Einstellung). Immer wenn die Blendeneinstellung verändert wird, stellt der Camcorder die Belichtungszeit automatisch ein.
Die Belichtungszeit wird genauso eingestellt wie die Blende, bis auf die Tatsache, dass sie in der Blendenautomatik (Tv) vorgenommen wird. Mit dem Joystick kann zwischen folgenden Belichtungszeiten ausgewählt werden: 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/100, 1/250, 1/500, 1/1000 und 1/2000. Im 25p-Modus hat der Camcorder andere Belichtungszeiten (um die Belichtungszeit der Bildwiederholrate anzugleichen).
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| Belichtungszeiteinstellung mit der HV40 |
Gefallen hat uns vor allem die Option für Belichtungszeiten von 1/8s, 1/15s und 1/30s. Damit bekommen die Videos einen völlig anderen Look. Natürlich werden die Aufnahmen weniger gleichmäßig und abgehackter, aber manchmal kann das einen interessanten, oder gewollten, Effekt erzielen.
Die HV40 hat ein gute Auswahl an voreingestellten Weißabgleichsoptionen. Dazu gehören: Automatik, Tageslicht, Schatten, Wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoff und Leuchtstoff H. Die beste Option für den Weißabgleich ist aber die manuelle Einstellung (Set Weissab). Canons manueller Weißabgleich ist einfach (ein Knopfdruck genügt) und die Resultate sind wirklich gut.
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| Die HV40 hat Vielfache Weißabgleichsoptionen |
Die Canon HV40 hat keine manuelle Gaineinstellung. Heute werden viele Camcorder zumindest mit einer Option für die Gaineinstellung ausgestattet. Mit den HF S-Modellen von Canon z.B., lässt sich der automatische Lichtverstärker auf einen bestimmten Dezibel-Level einstellen. Panasonics HDC-HS300 und SD300 bieten manuelle Gaineinstellung, die aber nur dann verändert werden kann, wenn die Blende vollständig geöffnet ist. Bei JVC kann der automatische Gain an- und ausgeschaltet werden, die Sanyo VPC-HD2000 hat ISO-Einstellungen, die auch im Video-Modus funktionieren.
| Farb-/Bildfunktion | Beschreibung |
| Bildeffekte | Der Camcorder ist mit vier Bildeffekten ausgestattet: Kräftig, Neutral, Gering Schärfen und Hautton Soften. Diese ändern das Aussehen der aufgenommenen Videos. Diese fallen aber nicht übermäßig auf. In der Rubrik Farbtest können die Aufnahmen verglichen werden. |
| Custom Bildeffekte |
Der Camcorder erlaubt auch die benutzerdefinierte Einstellung des Bildeffekts. Damit lassen sich Farbtiefe, Schärfe, Kontrast und Helligkeit der Aufnahmen individuell einstellen. Die Auswahl der Einstellungsmöglichkeiten ist aber eingeschränkt (-1 bis +1). |
| Kino Modus | Wir sind uns nicht ganz sicher, was der Kino Modus wirklich tut. Laut Canon bekommen die Aufnahmen damit einen typischen Kino-Look. Wahrscheinlich werden dabei Belichtung, Farbe und eventuell die Gammakurve angeglichen. Der Kino-Modus sollte in Verbindung mit der Bildfrequenz von 25p benutzt werden, muss aber nicht. |
Die HV40 hat weniger manuelle Einstellungsmöglichkeiten als die Canon HF S100, HF S11 und HF S10. Es gibt weder ein farbiges Peaking, noch Tele-Conversion, Farbbalken oder eine x.v. Farboption. Sie hat diese zwei zusätzlichen Funktionen:
| Funktion | Beschreibung |
| Markierungen | Bildet Gitterlinien auf dem Bildschirm ab, die bei der Ausrichtung des Motivs helfen. Es gibt zwei Optionen: Level (eine Linie mit einem Punkt in der Mitte) und Grid (auf dem Bildschirm wird ein Gitter mit 9 Abschnitten abgebildet). Beide können in weiß oder grau dargestellt werden. Die Markierungen werden nicht mit aufgenommen. |
| Zebra | Damit werden Streifenmuster in den überbelichteten Bereichen der Aufnahme dargestellt. Die Empfindlichkeit kann auf 70 und 100 % eingestellt werden. Wie die Markierungen auch, ist das Zebramuster dazu gedacht bei den Aufnahmen zu helfen und werden nicht mit aufgenommen. |
| Canon HV40 Vergleichscamcorder |
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| Canon HF S100 | Panasonic HDC-HS300 | Sony HDR-XR520 |
• Der Auto-Modus ist gut für Anfänger, und für alle die sich keine Gedanken über manuelle Einstellungen machen wollen


