JVC Everio GZ-HD320
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Bedienelemente
Zusammenfassung Videoformate & Aufzeichnungsmedien
• 1920 x 1080 Full-HD-Videos werden im AVCHD Format aufgenommen
• Hauptspeicherplatz ist das 120 GB Festplattenlaufwerk
• MicroSD/SDHC Steckplatz ist an der Unterseite des Camcorders
• Bearbeitungssoftware ist schwieriger als sie sein sollte, ermöglicht aber das Hochladen auf YouTube, Brennen von DVDs und Importieren von Videos
Videoformate (6,5)
Die JVC GZ-HD320 benutzt das AVCHD Format (basierend auf dem MPEG-4 AVC/H.264 Codec), das inzwischen Standard für HD Camcorder mit Festplattenlaufwerken und SD-Kartenslot ist. Über die Jahre ist das AVCHD Format so weit verbessert worden, dass es sehr gute Videos produziert. Doch es ist nicht alles rosig: AVCHD Filmmaterial kann bei der Bearbeitung mit nichtlinearer Software sehr umständlich werden. Die Dateien sind groß und stecken voller Informationen, die das Bearbeiten der Videos auf schwachen oder alten Computern langwierig und problematisch werden lassen. In der Rubrik 'Film- und Bildbearbeitung' (nach den Aufzeichnungsmedien) gehen wir näher darauf ein.
Der Camcorder hat vier Qualitätseinstellungen mit Bitraten von 5 Mbps bis 24 Mbps. Die Obergrenze für AVCHD-Dateien sind 24 Mbps. Mit der höchsten Qualitätseinstellung geht die HD320 also an die Grenzen des Möglichen. Die HD Camcorder von Canon und Sanyo können ebenfalls mit einer Bitrate von 24 Mbps aufnehmen, während Sony und Panasonic höchstens mit 16 Mbps bzw. 17 Mbps aufnehmen. Unserer Erfahrung nach wird mit den maximalen Bitraten viel Lärm um Nichts gemacht. Wir haben bisher keine großen Unterschiede zwischen den Aufnahmen mit 17 Mbps und denen mit 24 Mbps feststellen können. Alle Videos der GZ-HD320 werden mit einer Auflösung von 1920 x 1080 im AVCHD Format aufgenommen.
| Format | Bildschärfe | Bitrate | Kodierung |
| UXP 50i | 1920 x 1080 | 24 Mbps | AVCHD |
| XP 50i | 1920 x 1080 | 17 Mbps | AVCHD |
| SP 50i | 1920 x 1080 | 12 Mbps | AVCHD |
| EP 50i | 1920 x 1080 | 5 Mbps | AVCHD |
Aufzeichnungsmedien (8,33)
Mit 120 GB Festplattenspeicher hat die JVC GZ-HD320 Platz für 11 Stunden Videos in der höchsten Qualitätseinstellung. Das Schwestermodell, die JVC GZ-HD300 hat eine Festplatte mit 60 GB und Platz für ca. 5,5 Stunden Aufnahmen in bester Qualität.
Bei der Speicherkapazität scheinen viele Hersteller nur einen Gedanken zu haben: Je größer, desto besser. Die Sony HDR-XR520VE z.B. hat ein 24 GB Festplattenlaufwerk. Wir glauben an eine Parallele zwischen großem Speicherplatz und Vergesslichkeit bzw. Bequemlichkeit: Je größer die Festplatte, desto länger wird kein Backup gemacht bzw. werden die Aufnahmen nicht überspielt...
Die kleinen, zerbrechlichen Teile der Festplatten sind der Verlässlichkeit und Haltbarkeit von Flash-Speichern immer noch nicht gewachsen. Also gilt, wer sich einen Camcorder mit großer Festplatte kauft, sollte auf keinen Fall die Sicherheitskopien vergessen. Und bevor viel Geld für weitere 60 oder 180 GB Speicher ausgegeben wird, sollte man gehen, dass es wirklich nötig ist.
Zusätzlich hat die JVC GZ-HD320 hat auch einen Speicherkartenslot für MicroSD Karten. Damit können Daten überspielt oder gesichert werden, ohne den Camcorder am Computer anschließen zu müssen. MicroSD Karten sind nicht so üblich wie SD/SDHC, können jedoch in fast allen Geschäften gekauft werden und einige Handys nutzen sie auch. Zum Lesen der Karten wird aber ein Konverter benötigt, da PCs und die meisten Kartenleser keinen Steckplatz für MicroSD Karten haben.
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| Zusätzlich zur 120 GB Festplatte gibt es einen MicroSD Steckplatz, praktisch zum schnellen Überspielen von Fotos und Videos |
| UXP (24Mbps) |
XP (17Mbps) |
SP (12Mbps) |
EP (5Mbps) |
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| 120 GB Festplatte | 11 Std | 15 Std | 21 Std | 50 Std |
| 4GB MicroSD | 20 Min | 30 Min | 44 Min | 1 Std 40 Min |
| 8GB MicroSD | 40 Min | 1 Std | 1 Std 28 Min | 3 Std 20 Min |
Film- & Bildbearbeitung (8,5)
Die GZ-HD320 bietet mehr Optionen zur Filmbearbeitung als die meisten anderen Camcorder. Zunächst sind da die Hauptfunktionen, wie das Erstellen von Wiedergabelisten und das Schneiden von Videos. Es gibt aber auch ein paar nette Funktionen für die Nachbearbeitung, wie Fader- (schwarz und weiß) und Wischeffekte (Slide, Door, Scroll, Shutter). Es ist nett, solche Funktionen in einem Camcorder zu haben. Noch netter wäre es, wenn die Handhabung dieser Funktionen einfach wäre.
Mehr Kontrolle über die Filmbearbeitung (und eine einfachere Plattform) bietet die mitgelieferte Software 'Everio Media Browser HD'. Mit diesem Programm sollen hauptsächlich Videos auf Computer überspielt und organisiert werden. Außerdem können DVDs erstellt und Videos exportiert und auf YouTube hochgeladen werden. Die Software arbeitet auch mit der One-Touch-Technologie der HD320, die das schnelle Hochladen, den Export auf iTunes und das Brennen von DVDs erleichtern soll. Leider ist dieses One-Touch-System nicht so einfach wie es klingt und die Software macht einiges komplizierter als nötig. Mit Macs ist die Media Browser Software nicht kompatibel.
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| Videos sind als Miniaturen dargestellt | Kalenderansicht für Videos |
Die Organisation der Clips macht der Media Browser HD, wie man oben sieht, sehr gut. Die Videos können als Miniaturen dargestellt werden und es gibt eine schicke Kalenderansicht, in der die Videos nach Aufnahmedatum sortiert werden. Am unteren Bildschirmrand sind die Felder für DVD brennen, Exportieren und Hochladen auf YouTube. Diese Features zu nutzen ist relativ einfach, sobald man herausfindet wie. Großes Mancko: Videos, die mit der höchsten Qualitätseinstellung aufgenommen wurden, können nicht auf DVD gebrannt werden.
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| DVD Brennen - Schritt 1 | DVD Brennen - Schritt 2 |
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| DVD Brennen - Schritt 3 |
Merkwürdig fanden wir die Nutzung der One-Touch-Tasten in der LCD-Einfassung. Um diese Features nutzen zu können, müssen sie vor dem Aufnahmen eingeschaltet werden. Will man also das Material später auf DVD brennen, drückt man den Direct Disk Knopf – und schon kanns losgehen. Nachdem der Camcorder an den Computer angeschlossen und 'DVD brennen' ausgewählt wird, geht der Media Browser auf und die Dateien sind zum brennen bereit. Was uns an diesem Konzept nicht gefällt, ist die Tatsche, dass der One-Touch-Knopf vor der Aufnahme gedrückt werden muss. Es sieht aus, als würden die One-Touch-Funktionen die Videos für den Media Browser HD markieren. So weiss die Software welche Videos sie aufrufen muss wenn eine Option ausgewählt wird (Hochladen, Export oder Disk brennen).
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| Hochladen auf YouTube - Schritt 1 | Hochladen auf YouTube - Schritt 2 |
Videos auf YouTube hochladen funktioniert genauso wie das DVD brennen. Man kann die One-Touch-Tasten in der LCD-Einfassung benutzen, sie sparen einem aber nicht viel Zeit. Es ist einfacher, die Videos per drag and drop (und zwar alle, nicht nur die, die mit einer der One-Touch-Optionen aufgenommen wurden) vom Media Browser Fenster in das YouTube Fenster hinüber zu ziehen. Dann müssen nur noch die Account-Informationen eingegeben werden – fertig.
Die One-Touch-Tasten sind an sich eine wirklich gute Idee, doch die Nutzung ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Könnten die Videos nach der Aufnahme markiert werden, hätte uns das viel besser gefallen. So aber muss die gesamte Bibliothek durchstöbert werden, nach den Videos die man brennen, hochladen oder zu iTunes exportieren will.
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