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JVC Everio GZ-HD320

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Fotofunktionen
JVC Everio GZ-HD320
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Zusammenfassung Bedienung & Handhabung



• Camcorder hat keinen Simple- oder Easy-Modus, aber der automatische Modus funktioniert gut
• Laser-Touch-Schieber kann frustrierend sein, bis man sich daran gewöhnt hat
• Kompakt, leicht und gut tragbar, auch wenn der Camcorder nicht klein genug ist um in eine Jackentasche zu passen
• Menü-System ist relativ einfach, alle Menüs sind unter einem Dach zusammengefasst.
• 2,7 Zoll LCD Bildschirm ist Standard


Benutzerfreundlichkeit (6,5)

Anfänger sollten mit der JVC GZ-HD320 keine großen Probleme haben. Der Camcorder hat nicht allzu viele komplizierte Knöpfe oder Einstellungen und die Menüs sind selbsterklärend und einfach. Es gibt sogar eine kleine Info-Box, in der zusätzliche Erklärungen und Erläuterungen zu den einzelnen Funktionen anzeigen. Der Camcorder hat keinen echten Easy-Modus wie man sie bei Sony-Camcordern findet. Dafür hat die HD320 einen automatischen Modus, der die manuellen Einstellungen komplett ausschaltet.

Das gewöhnungsbedürftigste Feature der HD320 ist wahrscheinlich die Laser-Touch-Navigation. Mit diesem System muss man sich erst vertraut machen. Bis dahin ist der unempfängliche Laser-Touch wirklich frustrierend, und es kann ziemlich lange dauern, bis man ihn beherrscht. Dann aber ist es nützliches Tool für Anpassungen und Menünavigation.

In der LCD-Einfassung sind ein paar One-Touch-Knöpfe angebracht, die beim hochladen, exportieren und DVD-brennen helfen sollen. Die Idee ist großartig, die Ausführung mehr als bescheiden. Am Ende sind diese Funktionen eher lästig als hilfreich und zeitsparend. In der Rubrik Bildbearbeitung haben wir mehr Informationen dazu.

Handhabung (6,0)

Alle 2009 Modelle von JVC haben ein ähnliches Design: Eine kompaktes Gehäuse mit einem glänzenden Finish. Da die JVC GZ-HD320 mit einer 120 GB großen Festplatte ausgerüstet ist, hat das Gehäuse eine kleine Ausbuchtung auf der rechten Seite – diese Form dürfte jedem Geläufig sein, der einen HDD-Camcorder in der Hand gehalten hat. Bei der GZ-HD320 ist die Ausbuchtung kleiner als bei den meisten anderen Camcordern mit großer Festplatte. Es ist wirklich reine Geschmackssache, ob einem das Design gefällt oder nicht. Wer einen großen Überstand auf der rechten Seite bevorzugt, den er mit der Hand umschließen kann, der wird mit der JVC GZ-HD320 wahrscheinlich nicht glücklich. Für Liebhaber von stromlinienförmigen Designs könnte die HD320 genau die richtige Videokamera sein.

Die JVC GZ-HD320 liegt gut in der Hand

Eines der größten Probleme der HD320 ist die dünne und schwache Handschlaufe. Diese bietet kaum Stütze, ist furchtbar ungemütlich und für jemanden mit großen Händen ist sie gänzlich ungeeignet. Dieses Problem haben alle 2009 Modelle von JVC. Das verheißt nichts Gutes für einen langen Drehtag, wo doch eine gute Handschlaufe überlebenswichtig ist. Andererseits ist die HD-320 sehr leicht und es sollte nicht allzu schwierig sein, sie längere Zeit zu halten.

Leider ist die Handschlaufe keine große Stütze

Dann ist da noch das Laser-Touch-System der HD320. Dieses System, das nur bei JVC-Camcordern zu finden ist, nutzt eine berührungsempfindliche Leiste links vom Bildschirm. Diese Leiste muss für die Navigation der Menüs, für manuelle Einstellungen und viele andere Einstellungen des Camcorders benutzt werden. Nützlich ist die Leiste, wenn schnell durch die Menüs gescrollt oder viele Anpassungen vorgenommen werden sollen. Präzise Einstellung und Kontrolle können damit aber ärgerlich und schwierig sein. Wir sind oft am Laser-Touch verzweifelt während wir versucht haben, Funktionen wie Fokus oder Belichtung so genau wie möglich einzustellen.

Stabilisation (8,7)

Die JVC GZ-HD320 hat einen elektronischen Bildstabilisator. Das bedeutet, die Qualität der Videos leidet unter dem eingeschatetem Bildstabilisator (nicht wie beim optischen Bildstabilisator, der keinen  Qualitätsverlust verursachen sollte). Trotzdem hat die JVC GZ-HD320 in unserem Test ziemlich gut abgeschnitten. Bei geringer Erschütterung hat der Camcorder die Verwackelungen zu 61 % reduziert, bei hoher Erschütterung waren es 50 %. Die Panasonic HDC-HS20 hat ähnliche Ergebnisse erziehlt, mit einem optischen Bildstabilisator.  (So testen wir Stabilisatoren)

Tragbarkeit & Tragekomfort (8,95)

In diesem Jahr hat JVC alle Camcorder mit einem kleinen, kompakten Design versehen. Sie haben immer noch das traditionelle Horizontalformat, aber alle sind komfortabel zu tragen und leicht. Natürlich müssen einige Funktionen und Features weggelassen werden, je kleiner das Gerät ist. Die Handschlaufe der HD320 ist dünn und schwach, der Camcorder hat keinen Sucher oder Zubehörschuh und die Anschlussoptionen sind ebenfalls begrenzt. Mit nur 370 g (inklusive Akku) ist die HD320 allerdings kleiner und leichter als die meisten Camcorder dieser Klasse. Das sagt viel aus, vor allem wenn man die 120 GB Festplatte mit berücksichtigt. Die GZ-HD320 ist sowohl leichter als auch kleiner als die Panasonic HDC-HS20, obwohl diese eine kleinere Festplatte hat.

Geht man nur nach den Zahlen ist die Sanyo VPC-HD2000 ein bisschen leichter als die JVC GZ-HD320. Die Sanyo hat aber keinen internen Speicherplatz und am besten besorgt man gleich eine ganze Reihe SD-Karten, bevor der Urlaub losgeht. Die 120GB der HD320 sind ein großes Plus, vor allem was die Tragbarkeit angeht – und die vergesslichen unter uns werden sie lieben.

Die JVC GZ-HD320 könnte in eine große Jackentasche passen, ist für einen solchen Transport aber nicht ausgelegt. Das bugsiert den Camcorder in eine mittlere Position – er ist zwar um einiges kleiner als der durchschnittliche Camcorder, aber immer noch zu groß um als Ultra-Kompakt durchzugehen.  

Größe und Gewicht
Gewicht 370 g (inkl. Akku)
Größe 53 x 68 x 113 mm

Akkulaufzeit (5,2)

Der Akku der JVC GZ-HD320 hielt in unserem Test 104 Minuten. Für den kleinen Camcorder eine gute Leistung, vor allem im Vergleich zu einigen Konkurrenzmodellen. Die Panasonic HDC-HS20 ist nicht einmal über die 90 Minuten Grenze gekommen. Die Canon HF20 hatte eine etwas kürzere Akkulaufzeit als die HD320. Die Sanyo VPC-HD2000 hatte die beste Akkulaufzeit (112 Minuten), doch sie hat ein geschlossenes Batteriefach das es nicht erlaubt Akkus auszutauschen. (So testen wir die Akkulaufzeit)

Akkulaufzeiten im Vergleich

Der Akku der JVC GZ-HD320 wird auf der Rückseite des Camcorders angebracht, und der Stromanschluss ist genau darüber angebracht. Dieses offene Batteriefach macht es einfach auf einen größeren oder langlebigeren Akku umzusteigen. Bis auf die Sanyo VPC-HD2000 können alle Camcorder in diesem Set mit einem besseren Akku ausgestattet werden.

Der beigefügte Akku BN-BF808U hat eine gute
Laufzeit, wer will kann aber einen
besseren Akku benutzen

LCD & Sucher (7,17)

Die JVC GZ-HD320 hat einen 2,7 Zoll LCD mit 123.000 Pixel Auflösung. Wie die meisten LC-Displays an Consumer-Camcordern, kann der Bildschirm um 270 Grad gedreht werden. Damit können Aufnahmen in verschiedenen Winkeln gemacht werden, inklusive Selbstaufnahmen. Die Helligkeit des Bildschirms kann innerhalb des Menüs eingestellt werden. Dafür erscheint ein Balken mit elf Helligkeitsstufen. Außerdem gibt es die Bildschirm-Hintergrundbeleuchtung die auf automatisch, Standard oder Hell eingestellt werden kann. Bei Änderung der Bildschirmhelligkeit muss man aber besonders aufpassen. Bei einem Camcorder ohne Sucher, kann der hellere LCD einen falschen Eindruck von der finalen Aufnahme vermitteln.


Der 2,7 Zoll LCD – kein Touchscreen...
...aber Laser-Touch

Einen Sucher hat die JVC GZ-HD320, im Gegensatz zu teureren Modellen von Panasonic und Sony, nicht. Das heißt, die Aufnahmen müssen mit dem Bildschirm abgeglichen werden. Glücklicherweise hat JVC den Touchscreen noch nicht eingeführt, und der LCD bleibt größtenteils frei von fettigen Fingerabdrücken. Der Display-Knopf im LCD-Fach lässt ein paar Anzeigen verschwinden, wenn der Bildschirm zu voll ist.

Auf der anderen Seite bedeutet das Fehlen des Touchscreens, dass der Benutzer völlig auf den Laser-Touch angewiesen ist. Dieses System ist sehr gewöhnungsbedürftig (siehe Bedienung & Handhabung), doch sobald das überwunden ist, funktioniert es sehr gut.

Menüs (4,5)

Das Menüsystem der JVC GZ-HD320 ist das reinste Kinderspiel, vor allem nach den verschachtelten und komplizierten Menüs vieler hochwertiger Modelle die wir testen durften. Die Topmodelle einiger Hersteller haben verschiedene Menüs, die unterschiedlichen Knöpfen und Tasten zugeordnet sind. Und genauso oft ist nicht wirklich klar, welches Menü eine bestimmte Funktion beherbergt. Die JVC ist klar strukturiert und selbsterklärend. 


Im Hauptmenü befinden sich alle
nötigen Funktionen

Das Hauptmenü des Foto-Modus enthält
ein paar besondere Funktionen

Alle Funktionen der HD320 sind in einem übersichtlichen Menü untergebracht, der über den Menüknopf am LCD-Rahmen geöffnet wird. Die wichtigen Funktionen sind gleich im Hauptmenü, andere sind in den wenigen Untermenüs zu finden. Das wahrscheinlich am meisten genutzte Untermenü wird die Manuelle Einstellung sein, das gleich als erstes aufgeführt wird – solange nicht die Automatische Bedienung eingeschaltet ist, bei der die manuelle Bedienung ausgeblendet wird. Die Manuelle Einstellung ermöglicht den Zugriff auf alle Bildanpassungen, die ein Benutzer möglicherweise machen will, einschließlich Kontrollen wie Belichtungszeiten und manuellem Fokus, und weiteren automatisierten Funktionen (wie Motivprogrammen und AGC).  

Im Manuellen Modus befinden sich alle
Anpassungsmöglichkeiten im Untermenü
Manuelle-Einstellungen

Der Nachteil dieses Menü-Interfaces ist der Laser-Touch. Damit lässt sich einfach nicht präzise durch das Menü blättern und schnell gewünschte Funktionen auswählen. Hat man dieses 'kleine' Hindernis überwunden und sich an den Laser-Touch gewöhnt, ist die Nutzung relativ einfach. Aber der Laser-Touch reagiert leider nicht so wie er sollte. Das führt dazu, dass viele Funktionen übersprungen werden, wenn man es am wenigsten erwartet.

Die üblichen Grundeinstellungen sind in einem
der vier Untermenüs zu finden: Anzeigen-, Grund-,
Anschluss- und Medieneinstellungen

Die Lautstärkeregelung und andere administrative Funktionen befinden sich in den anderen Untermenüs am Ende des Hauptmenüs. Anzeigen-, Grund-, Anschluss- und Medieneinstellungen beinhalten genau das, was man erwarten würde. Eine Funktion hätten wir eventuell in ein anderes Untermenü gepackt: Die Farbänderung für die Peaking-Funktion ist in der Anzeigen-Einstellung untergebracht, statt in der Manuellen Einstellung. Alles andere ist logisch und selbsterklärend organisiert. Eine willkommene Abwechslung zu den anderen, verschachtelten Menüs die wir bei den meisten Konkurrenzmodellen gesehen haben.

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