JVC Everio GZ-HD320
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Videoformate & AufzeichnungsmedienWeiter: Seite 7
Fotofunktionen
Zusammenfassung Bedienelemente
• Bis auf die automatische Belichtung, die sich nur langsam anpasst, funktioniert die automatische Bedienung sehr gut
• Viele manuelle Bedienelemente zur Auswahl inkl. Belichtungszeit, Weißabgleich und Belichtung
• Anpassungen mit dem Laser-Sensor können schwierig werden, er ist aber sehr nützlich bei vielen Änderungen
• Peaking ist ein nützliches Feature zur Fokuseinstellung
Automatische Aufnahmen (8,4)
Auch die JVC wird, wie alle anderen HD Camcorder, bei vielen Anfängern und Einsteigern Beachtung finden. Das macht die Automatischen Funktionen um so wichtiger. Die Automatik der HD320 ist ein bisschen anders als bei anderen Camcordern. Es gibt keinen einfachen 'Simple' Modus, bei dem alle Einstellungsmöglichkeiten einfach nicht erreichbar sind. Stattdessen gibt es den regulären 'Automatisch' Modus, bei dem die manuelle Einstellung einfach nicht im Menüsystem erscheint. Die vollen Vorzüge der automatischen Bedienung lassen sich sogar im eingeschalteten Manuellen Modus genießen. Die Funktionen müssen zusätzlich individuell auf manuelle Bedienung eingestellt werden, bevor sie angepasst werden können.Was die einfachen manuellen Bedienelemente angeht, so waren manche sehr gut, während andere nicht so funktionierten wie erwartet. Der Autofokus z.B. ist sehr schnell und genau. Motive werden nicht ganz plötzlich scharf gestellt aber auch nicht zu langsam – es arbeitet einfach gut. Der Camcorder hat auch eine Gesichtserkennung, die ebenfalls sehr gut funktioniert.
Die automatische Belichtung dagegen ist eine andere Geschichte. Die Anpassung der Belichtung ist sehr langsam und dauert oft 3 bis 4 Sekunden. Im manuellen Betrieb kann der Belichtungsmessbereich entweder auf den ganzen oder auf einen Teil des Bildschirms eingestellt werden. Im Spot-Modus erscheint ein kleiner Rahmen in der Mitte des Bildschirms und die Belichtung des gewählten Bereichs wird als Standardhelligkeit eingestellt. Der Spot-Modus erhöht die Geschwindigkeit der automatischen Belichtung um einiges. Bei Aufnahmen in Umgebungen mit verschiedenen Lichtbedingungen kann die Einstellung etwas heikel sein. Im Menu vergraben ist eine auch die Gegenlichtkompensation, die Aufnahmen bei Gegenlicht besser ausleuchtet.
Der Weißabgleich der JVC GZ-HD320 ist nicht das Gelbe vom Ei. In manchen Tests bei guten Lichtverhältnissen produzierte der automatische Weißabgleich gelbstichige Aufnahmen mit merkwürdigem Farbabgleich. Der manuelle Weißabgleich funktioniert gut, ist aber nicht einfach zu bedienen und definitiv nicht selbsterklärend.
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| Das Umschalten von auto auf manuell im Video-Modus ist einem der Laser-Touch-Knöpfe zugeordnet |
Lowlight-Modus
Die GZ-HD320 hat keinen echten Lowlight-Modus (wie z.B. Sonys infrarot NightShot). Aber der Camcorder hat eine Langzeitbelichtung und ein Motivprogramm 'Nacht'. Etwas verwirrend ist die Langzeitbelichtung als Teil des Auto Gain Control Menüs (AGC). Wird der Camcorder auf AGC eingestellt, wird die Belichtungszeit bei schlechten Lichtverhältnissen auf 1/30 einer Sekunde verlangsamt. Es hätte mehr Sinn gemacht, wenn JVC diese Funktion Langzeitbelichtung genannt hätte, statt sie mit in den AGC zu packen. Das Motivprogramm 'Nacht' ist im Grunde das gleiche, es können jedoch längere Belichtungszeiten eingestellt werden.
Motivprogramme
Motivprogramme können nur eingestellt werden, wenn der Camcorder im manuellen Betrieb ist. Die möglichen Einstellungen der HD320 sind: Nacht, Dämmerlicht, Portrait, Sport, Schnee und Spotlight.
Zoom (6,5)
Der Zoom wird hauptsächlich mit dem Regler auf der Oberseite der GZ-HD320 erledigt. Der Regler ist zwar klein und fühlt sich ein bisschen zerbrechlich an, genügt aber. Für zweihändige Aufnahmen gibt es einen sekundären Zoom, der dem Laser-Touch-Schieber zugeordnet ist. Dieser reagiert nicht auf Fingerdruck, der Regler schon. Für ein wenig Kontrolle über die Zoomgeschwindigkeit muss also mit dem traditionellen Zoomregler gearbeitet werden.
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| Der Zoom-Regler ist nichts ausgefallenes, funktioniert aber ausgezeichnet |
Während des Zoom erscheint eine kleine Anzeige auf dem LCD die den Zoombereich anzeigt. Daneben wird das numerische äquivalent angezeigt, das aber nur ganze Zahlen darstellt. Trotzdem besser als nichts.
Zoombereich (7,0)
Die JVC GZ-HD320 hat einen 20-fachen optischen Zoom. Im Gegensatz zu den Camcordern mit Standardauflösung, die JVC dieses Jahr auf den Markt gebracht hat, gibt es keinen dynamischen Zoom um den Zoombereich zu erweitern. Ein 20-facher Zoom ist für einen HD-Camcorder allerdings ziemlich viel, die Konkurrenz hat meistens nur einen 10-fachen oder 12-fachen Zoom.
Es gibt auch einen digitalen Zoom, mit bis zu 80- bzw. 200-fachem Zoom. Wird der digitale Zoom eingeschaltet, trennt ihn ein kleiner Balken auf der Anzeige vom optischen Zoom. Und nicht vergessen: Die gesamte Videoqualität wird mit dem digitalen Zoom verschlechtert, und sollte deswegen nur sporadisch eingesetzt werden.
| Zoom im Vergleich | ||
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| Weitwinkel | 10x Zoom | 20x Zoom |
Fokus (5,5)
Die JVC GZ-HD320 ist ausgestattet mit einem Fokus der komplett manuell bedient werden kann. Wer aber gänzlich mit dem manuellen Fokus filmen will, sollte lieber zu einem Modell mit Fokusring oder Einstellungsrad greifen, wie sie an den Topmodellen von Canon, Panasonic und Sony zu finden sind.
Der Laser-Touch zur Einstellung der Bildschärfe ist erstaunlicherweise sehr geschmeidig, es scheint keine voreingestellten Abstufungen zu geben wenn der Slider gescrollt wird. Man sollte sich durch den Namen 'Laser Touch' nicht verwirren lassen: Diese Lösung ist wesentlich besser als alle Touchscreen-Fokuseinstellungen, die viel abgehackter wirken und bei der mit dem Finger der Bildschirm blockiert wird.
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| Nicht ganz so gut wie ein Ring oder ein Einstellungsrad, doch viel besser und einfacher als erwartet – der Laser-Touch Fokus |
Die GZ-HD320 hat auch einen Fokusassistenten, was sehr praktisch ist. Eigentlich ist der Fokusassistent eine Peaking-Funktion, mit der scharfe Kanten während der manuellen Fokussierung bestimmt werden. Im Untermenü 'Anzeigeneinstellung' kann die Farbe der Spitze verändert werden (Rot, Blau oder Grün).
| Belichtungseinstellungen |
| 13 Stufen von -6 bis +6 |
| Blendeneinstellungen |
| Keine |
| Belichtungszeiten |
| 1/2, 1/4, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/80, 1/100, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/2000, 1/4000 |
| Weißabgleicheinstellungen |
| Manuell, Sonnig, Wolkig, Halogen |
| Lichtverstärker-Einstellungen |
| Auto Gain Control (AGC) aus, an, automatisch |
Belichtung (7,5)
Die Belichtung wird über die Funktion 'Helligkeit einstellen' angepasst, die mit einer Skala von -6 bis +6 insgesamt 13 Stufen bietet. Diese simple Funktion ist im Grunde die gleiche, wie in jedem anderen Consumer Camcorder (von denen manche mehr Abstufungen haben).
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| Belichtung ist eine einfache, in 13 Stufen unterteilte Funktion |
Blende (0,0)
Die JVC GZ-HD320 hat keine manuelle Blendenfunktion. Sony hat 2009 ebenfalls keine manuelle Blendeneinstellung, während die Modelle von Canon, einschließlich der HF20, wenigstens eine Blendenautomatik bieten. Die Sanyo VPC-HD2000 und die Panasonic HDC-HS20 bieten beide manuelle Blendeneinstellungen.
Belichtungszeit (9,6)
Überraschenderweise bietet die GZ-HD320 eine ganze Reihe von Verschlussgeschwindigkeiten. Das macht das Fehlen der Blendeneinstellung jedoch nicht wirklich wett. Es gibt immer noch keine Möglichkeit die Schärfentiefe einzustellen und längere Belichtungszeiten produzieren oft verschwommene Aufnahmen mit Nachzieheffekten. Die Belichtungszeiten können auf eine halbe Sekunde herauf- bzw. auf 1/4000 einer Sekunde herabgesetzt werden. Insgesamt gibt es 13 Belichtungszeit-Einstellungen.
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| Ein überraschendes Angebot an Belichtungszeiten |
Weißabgleich (7,25)
Die JVC GZ-HD320 bietet nur drei unterschiedliche Voreinstellungen für den Weißabgleich. Das macht den manuellen Weißabgleich umso wichtiger. Bei Innenaufnahmen ist der Weißabgleich ein wenig gelbstichig, doch insgesamt ist der Effekt gut. Das Problem ist das Interface, das überhaupt nicht intuitiv ist.
Der manuelle Weißabgleich wird mit dem Laser-Touch eingestellt, aber auf ungewöhnliche Art. Das ist die einzige Einstellung, bei der man den OK-Knopf gedrückt halten muss, bis der manuelle Weißabgleich eingeschaltet ist. Verglichen mit dem ansonsten leichten anklicken der Knöpfe kann das ganz schön frustrierend werden.
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| Es gibt nicht viele Voreinstellungen, der manuelle Weißabgleich ist aber effektiv, wenn auch nicht intuitiv |
Lichtverstärker (2,0)
JVC Camcorder haben keine separate Gain-Funktion. Die GZ-HD320 bietet aber wenigstens die Möglichkeit die Auto Gain Control ein- oder auszuschalten bzw. den automatischen AGC zu nutzen. Das hat JVC auch in anderen, neueren Modellen eingebaut. Die Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen mit ausgeschaltetem AGC waren ungewöhnlich dunkel, bei eingeschaltetem AGC waren die Aufnahmen wesentlich heller. Wird der AGC auf Automatik eingestellt, werden die Aufnahmen nochmal ein bisschen heller – wahrscheinlich ein Ergebnis der langsameren Belichtungszeit.
Farb- & Bildfunktionen (2,0)
Die JVC GZ-HD320 hat keine extra Farb- oder Bildfunktionen. Viele Consumer-Camcorder haben Funktionen wie Kräftig, Hautton soften oder ähnliches. Nicht die HD320. Mit der Canon HF20 hat der Benutzer zusätzlich ein bisschen Kontrolle über Kontrast, Farbtiefe und Schärfe. Die Panasonic HDC-HS20 bietet sogar noch mehr Möglichkeiten zur Einstellung von Farbe und Schärfe.
| Farb-/Bildfunktion | Beschreibung |
| x.v.Color | Die vorhandene Farbpalette wird für x.v.Color-kompatible Fernseher erweitert. |
Sonstige Bedienelemente (1,0)
Auch hier fehlt der JVC die eine oder andere Funktion. So etwas fortgeschrittenes wie eine Rauschunterdrückung (wie bei der Sanyo VPC-HD2000) oder sogar einfache Rahmen, die inzwischen auf fast jedem vergleichbaren Camcorder zu finden sind, finden sich bei der JVC GZ-HD320 nicht.
| Funktion | Beschreibung |
| Tele Macro | Passt den Fokus an Motive an, die sehr nahe am Objektiv sind (Distanz etwa 1 cm bis 1 m) |
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