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Die besten getesteten Camcorders

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Zusammenfassung Bedienung & Handhabung
• Im Großen und Ganzen sehr leicht zu nutzen, aber der Automatikmodus ist etwas versteckt
• Zoomregler und Einstellrad sind großartig, aber die rechte Seite des Camcorders ist unförmig und ungemütlich
• Camcorder hat keinen Sucher, alle Aufnahmen müssen also mit dem 2,8 Zoll LCD gemacht werden
• Alle Features sind in einem Menü, mit diversen Untermenüs, zu finden – eine sehr lange Liste von Einstellungen, die aber einfach zu kapieren ist
Fotofunktion (Seite 9 von 16) Wiedergabe & Anschlüsse

Benutzerfreundlichkeit (6,0)


Die JVC GZ-HM400 ist der GZ-X900 sehr ähnlich, trotzdem fanden wir die HM400 benutzerfreundlicher. Die Menüs der HM400hat weniger Inhalte, weil Optionen wie Blende, Belichtungszeit, Fokus und Belichtung einen Knopf am Gehäuse des Camcorders zugewiesen wurde. Alle, die diese Funktionen in den Menüs suchen, wird das etwas verwirren. Trotzdem erleichtert es die Einstellung dieser Funktionen – sobald man den Dreh raus hat. JVC hat die HM400 nicht gerade für Anfänger konzipiert, die Bedienungsanleitung ist schrecklich und die Informationsbox im Menü ist zwar hilfreich, aber sehr kurz.

Das Einstellungsrad macht die genaue Einstellung von Funktionen wie Fokus und Belichtung viel einfacher, und ist großartig für alle, die den Laser-Touch nicht mögen. Das macht die HM400 leichter zu benutzen, vor allem für fortgeschrittene Hobbyfilmer, die an Einstellungsringe oder -räder gewöhnt sind. Das Laser-Touch System ist definitiv sehr einzigartig und es braucht seine Zeit, bis man man sich daran gewöhnt hat – egal wie viel Erfahrung man mit Camcordern hat.

Einen Automatikmodus hat die HM400 ebenfalls, wenn dieser auch weder einfach zu finden ist, noch so kurz und einfach wie so manche 'Easy Modes' anderer Camcorder (wir denken hier z.B. an Sony). Manuelle Einstellungen lassen sich nur im Manuellen Modus (das im Automatikmodus nicht verfügbar ist)vornehmen. Das Großartige daran ist, dass im Manuellen Modus nicht alles manuell eingestellt werden muss – man kann sich aussuchen, was man manuell einstellen wird, während alles andere weiterhin was automatisch eingestellt wird.

Laut JVC kann das 'One-Touch' Feature Videos auf YouTube hoch laden oder auf iTunes exportieren. So einfach wie es JVC beschreibt ist es aber nicht. Allein die Tatsache, dass die Knöpfe vor der Aufnahme gedrückt werden müssen ist ärgerlich und kompliziert. Im Abschnitt Film- & Bildbearbeitung werden diese Features näher beschrieben.


Handhabung (7,0)


Die rechte Seite der JVC GZ-HM400 hat eine seltsame Form, mit einer großen Ausbuchtung in der Mitte. Das macht den Camcorder unhandlich. Egal wie wir den Camcorder gehalten haben, es hat einfach nicht gut in die Hand gepasst, es war immer irgendwie ungemütlich. Je mehr Zeit wir mit der HM400 verbringen mussten, desto mehr haben wir uns das geschmeidige, runde Design anderer Camcorder, wie der Panasonic HDC-HS300, der Canon HF S100 oder JVCs Mittelklasse Camcorder(vor allem die HM200), herbei gewünscht.

Die Finger müssen eng zusammen bleiben, um das Mikro nicht zu streifen

Zu den Problemen mit dem Gehäusedesign der HM400 kommt das Problem des kleinen Fingers hinzu. Beim Halten des Camcorders ruht der kleine Finger nämlich gleich neben dem eingebauten Mikrofon. Wer ein bisschen dickere Finger hat muss aufpassen, dass er nicht versehentlich an das Mikrofon kommt, oder es gar ganz abdeckt.

Die Handschlaufe der HM400 könnte auch besser sein. Sie ist nicht so schön gepolstert und bespannt wie die anderer High-End Camcorder. Canon, Sony, Panasonic – alle haben viel gemütlichere Handschlaufen. Trotz dieser Mängel ist die HM400, wegen der gleichmäßigen Gewichtsverteilung, leichter stabil zu halten. Die matte Lackierung gefällt uns auch sehr, vor allem weil Fingerabdrücke nicht so einfach sichtbar sind.

Die Form der rechten Seite ist schlecht, und die
Schlaufe macht es auch nicht besser

Ein schöner Bestandteil der GZ-HM400 ist der auffällige neue Zoomregler. Der Kipphebel ist einer der besten Zoomregler, sorgt für präzise Einstellungen und ist leicht bedienbar. Auch das neue Einstellrad, das sich vorne, unter dem Objektiv befindet, gefällt uns sehr. Dieses System ist dem Laser-Touch um Lichtjahre voraus. Das Einstellrad und der Kippschalter für den Zoom sind sogar so gut, dass sie die schreckliche rechte Seite des Camcorders fast in den Schatten stellen.


Beim Halten ist der Daumen manchmal nicht am Aufnahmeknopf...

Ein weiterer Vorteil des Einstellrads ist, dass für die manuelle Einstellung von Fokus, Belichtung, Belichtungszeit oder Blende das Menü nicht einmal geöffnet werden muss. Ein kleiner Schalter hinter dem Rad ermöglicht den Wechsel zwischen Fokus und Belichtung, während zugewiesene Knöpfe am hinteren Ende des Camcorders (beschriftet mit 'A' und 'S') die Zeit- bzw. Blendenpriorität einschalten. Das bedeutet, es kann einfach und schnell zwischen den einzelnen Funktionen gewechselt werden um sie dann mit dem Einstellrad zu einzustellen. Ein weiterer Knopf, ebenfalls hinten am Camcorder, kann nach Wunsch mit einer Funktion belegt werden (dieser ist mit 'U' beschriftet, für 'user defined' = Benutzerdefiniert).

 
Für alle, die manuelle Einstellungen mögen ist das Einstellrad ein Glücksfall   Diesen Knöpfen sind Blenden- und Belichtungszeiteintellungen zugewiesen

Stabilisator (7,53)


Es gibt einige Gründe, warum die JVC GZ-HM400 in unserem Stabilisationstest gut abgeschnitten hat. Erstens ist der Camcorder ziemlich groß und das Gewicht gut verteilt. Damit ist der Camcorder ruhiger, auch ohne den Optischen Bildstabilisator (OIS) des Camcorders einzuschalten. Zweitens stabilisiert das OIS der HM400 wackelige Bilder sehr gut. Das Diagramm unten zeigt sehr gut was wir meinen. In unserem Test mit geringer Erschütterung (obere Graphik) hat das OIS des Camcorders 48 % der Verwickelungen, bei großer Erschütterung sogar 57 % der Verwackelungen. (So testen wir Stabilisatoren)

JVC GZ-HM400 Effektivität Bildstabilisator
48 % Korrektur bei geringer Erschütterung (oben)

57 % Korrektur bei großer Erschütterung (unten)

Beachtenswert ist auch wie wenig der Camcorder, auch ohne OIS, die Bilder verwackelt. Die blauen Linien in den Diagrammen stehen für die Bewegung des Camcorders ohne Bildstabilisation, die roten mit eingeschaltetem OIS. Die GZ-HM400 ist so gut ausbalanciert, dass sie auch ohne OIS extrem stabil gehalten werden kann. Die meisten Consumer-Camcorder wackeln viel mehr bei unserem Test (vor allem bei großer Erschütterung). Das Video unten zeigt das Stabilisationssystem der HM400 in Aktion. 


JVC GZ-HM400 Beispiele für Stabilisator
Hier geht es zur großen HD Version

Die GZ-HM400 und die GZ-X900 sind JVCs einzige Camcorder in diesem Jahr, die einen Optischen Bildstabilisator haben. JVCs Mittelklasse-Modelle haben alle einen Digitalen Bildstabilisator, der die Bildqualität beeinflussen kann. Die HM400 hat in unserem Test viel besser abgeschnitten als die X900. Das liegt wahrscheinlich an der Gewichtsverteilung und der Größe der HM400.

Testergebnisse Stabilisator im Vergleich JVC GZ-X900 Vergleich JVC GZ-HM400 mit JVC GZ-X900
Testergebnisse Bildrauschen
Panasonic HDC-HS300 Vergleich JVC GZ-HM400 mit Panasonic HDC-HS300
Canon HF S100 Vergleich JVC GZ-HM400 mit Canon HF S100


Tragbarkeit & Tragekomfort (6,47)


Der definitiv größte Unterschied zwischen der GZ-HM400 und der GZ-X900 ist die Größe. Die HM400 ist einer der wuchtigsten Camcorder mit internem Speicher auf dem Markt, was aber auch seine Vorteile hat. Wie im Abschnitt 'Stabilisator' oben erläutert, ist das Gewicht der HM400 sehr gleichmäßig verteilt. Das macht es einfach den Camcorder stabil zu halten. Der Nachteil der Größe: Der Camcorder passt definitiv nicht in eine Jackentasche oder ähnliches, sondern muss in einer eigenen Tasche oder mit dem Schulterriemen getragen werden.

Die GZ-HM400 wiegt fast so viel wie die Canon HF S100 (500 g) und nur etwas mehr als die Panasonic HDC-HS300 (482 g). Alle drei sind zu groß um in eine Jackentasche zu passen, sind aber auch leicht genug um das Handgelenk nicht zu ermüden. Die JVC GZ-X900 ist zwar eindeutig tragbarer als die HM400. Das liegt am rechteckigen Design und dem leichteren Gehäuse, hat aber viel weniger Funktionen und keinen internen Speicher.

Größe und Gewicht
Gewicht 485g (inkl. Akku)
Größe 67 x 72 x 141 mm

Akkulaufzeit (8,15)


Eines der besten Ergebnisse in diesem Test hat die GZ-HM400 erzielt. Der Akkus des Camcorder hielt für 163 Minuten (2 Stunden, 43 Minuten), doppelt so lange wie der Akku der X900. Die Akkulaufzeit der HM400 ist wesentlich länger als die aller anderen High-End Consumer HD-Camcorder, die wir in diesem Jahr getestet haben. Die Batterie hielt ca. eine Stunde länger als die der Panasonic HDC-HS300 und die der Canon HF S100.  (So testen wir die Akkulaufzeit)

Akkulaufzeiten im Vergleich

Allen die 163 Minuten Akkulaufzeit nicht reichen, verkauft JVC einen größeren Akku, der noch länger hält. Da der Camcorder ein offenes Batteriefach hat, ist es kein Problem den größeren Akku zu benutzen. Man kann sich aber auch einfach einen extra Akku besorgen, damit verlängert sich die Aufnahmezeit, mit zwei voll aufgeladenen Akkus, auf über 5 Stunden. 

Der mitgelieferte Akku musste ganz lange nicht aufgeladen werden…

LCD & Sucher (8,07)


Die GZ-HM400 hat einen 2,8 Zoll großen LCD Bildschirm mit einer Auflösung von 207.000 Pixel.Der Bildschirm lässt sich, wie die meisten anderen auch, um bis zu 270 Grad drehen, so dass Selbstaufnahmen kein Problem sind. 2,8 Zoll ist eine gute Größe für einen LCD, auch wenn es einige Camcorder mit bis zu 3,2 Zoll großen Bildschirmen gibt. Die Auflösung des LCDs ist uns etwas zu wenig, aber insgesamt ist der Bildschirm ziemlich gut. Die Helligkeit lässt sich mit 11 Abstufungen einstellen und die Hintergrundbeleuchtung kann auf Heller, Standard oder Automatisch gestellt werden.

Der 2,8 Zoll große LCD hat eine Auflösung von 207.000 Pixel

Alle JVC Modelle haben den Laser-Touch am linken Rand des LCD, so auch die HM400. Das Design dieses Streifens ist jedoch etwas anders als das der X900. Die HM400 ist ein bisschen in den LCD-Rahmen eingebettet, also eine flache Furche, während die X900 einen absolut flachen Streifen hat. Dasselbe gilt für alle Knöpfe am LCD-Rand. Es gibt keine großen Unterschied zwischen diesen zwei Designs, wenn es um die Reaktionszeit geht, doch die eingebetteten Knöpfe der HM400 lassen sich besser bedienen, vor allem auch, weil sie berührungsempfindlich sind.

Viele traditionsbewusste Hobbyfilmer werden über die Tatsache klagen, dass die HM400 keinen Sucher hat – groß genug ist der Camcorder auf jeden Fall. Doch anscheinend ist JVC überzeugt, dass ein Sucher in einem High-End-Camcorder nicht nötig ist (so wie Canon...). Sowohl Sonys als auch Panasonics Oberklasse-Camcorder haben elektronische Sucher.

Menüs (4,85)


Alle Menüs der JVC sind unter einem Hauptmenü, auf den mit einem Knopfdruck ('Menu' am LCD-Rahmen) zugegriffen werden kann, zusammengefasst. Das Problem mit diesem Setup ist, dass der Camcorder mehrere Untermenüs hat und die Funktionen in einer sehr langen Liste angezeigt werden – durch die mit dem Laser-Touch geblättert werden muss. Das Setup ist verständlich, doch eine Funktion schnell mal einstellen ist kaum möglich. Das Hauptmenü ist im Videomodus und im Fotomodus ähnlich gegliedert. Das Untermenü 'Manuelle Einstellungen' ist gleich an erster Stelle, gefolgt von einer ganzen Reihe von Funktionen, und zum Schluss finden sich mehr Untermenüs mit Einstellungensmöglichkeiten.


Das Hauptmenü im Videomodus
Das Hauptmenü im Fotomodus

Das Menü 'Manuelle Einstellung' erscheint nur, wenn der Camcorder in den Manuellen Modus umgestellt wird. Dieses Untermenü der HM400 ist weniger voll gepackt als das gleich bei anderen JVC Modellen, weil die Funktionen Fokus, Belichtungszeit, Blende und Belichtung nicht hier zu finden sind. Stattdessen wurden diesen Funktionen Knöpfe und Schalter am Gehäuse zugewiesen (und mit dem Einstellrad eingestellt). Das mag Anfangs etwas verwirrend sein, vor allem, wenn zuerst in den Menüs nach diesen Funktionen gesucht wird. Trotzdem, mit den Knöpfen und Schaltern macht JVC das Umschalten zwischen zwei manuellen Einstellungen viel einfacher – und das Hauptmenü muss nicht einmal geöffnet werden.


Manuelle Einstellungen im Videomodus
_Manuelle Einstellungen im Fotomodus

Neu an der GZ-HM400 ist auch der mit 'U' beschriftete Knopf, dem eine Reihe von Funktionen zugewiesen werden kann – und der Nutzer kann ganz allein entscheiden, welche das sein sollen. Leider gibt es nur einen solchen Knopf am Camcorder, kann aber mit verschiedenen Funktionen unter Video- bzw. Fotomodus eingestellt werden.


Benutzer-Tasten-Einstellung gibt es im Video-…
…und im Fotomodus

Ganz am Ende des Hauptmenüs sind die vier Einstellungsmenüs: Bildschirmeinstellung, Grundeinstellung, Anschlusseinstellung und Mediaeinstellung. Die meisten Funktionen hier müssen nicht sehr oft angepasst werden. Dinge wie Bildschirmhelligkeit, Video out Optionen und das Umschalten zwischen internem Speicher und Speicherkarte. Ein paar Funktionen, wie die Geschwindigkeit der Serienbildaufnahmen und die Farbe des Fokusassistenten, machen hier aber keinen großen Sinn.

Am Ende des Hauptmenüs befinden sich
vier Einstellungsmenüs


JVC GZ-HM400 Vergleichscamcorder
JVC GZ-X900 Panasonic HDC-HS300 Canon HF S100
JVC GZ-X900 Panasonic HDC-HS300 Canon HF S100

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