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Die besten getesteten Camcorders

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Zusammenfassung Bedienelemente
• JVCs neues Einstellrad für manuelle Funktionen ist super
• Fokus, Belichtung, Weißabgleich, Zeit- und Blendenautomatik können manuell eingestellt werden
• Kipphebel für den Zoom ist sehr präzise
• Alles kann auch mit dem Laser-Touch eingestellt werden
Videoformate & Aufzeichnungsmedien (Seite 7 von 16) Fotofunktion

Automatische Aufnahmen (8,8)


Die GZ-HM400 kann, wie alle JVC-Camcorder, entweder auf Automatik oder auf Manuell eingestellt werden. Im Automodus ist das gesamte Menü für die manuellen Einstellungen nicht verfügbar. Das heißt Blende, Belichtungszeit, Belichtung oder selbst Motivprogramme können nicht verändert werden. Im manuellen Modus kann ausgesucht werden, welche Einstellungen manuell vorgenommen werden sollen. Wer also nur den manuellen Fokus einschalten will und den Rest auf Automatik belassen will, kann das auch.

Die automatischen Einstellungen der HM400 sind gut. Der Autofokus hat gut funktioniert, auch wenn die Einstellung zwischen Großaufnahme und Weitwinkel manchmal recht langsam war. Meistens ging das aber ganz schnell und der Camcorder hatte kein Problem mit der Scharfstellung der Bilder (solange das Motiv mindestens 6,7 mm vom Objektiv entfernt war, was die minimale Brennweite für den Camcorder ist). Der Camcorder hat auch eine Gesichtserkennung die sowohl für Video- als auch Standbildaufnahmen funktioniert.

Die automatische Belichtung ist sogar besser. Der Camcorder hat die Belichtung sorgfältig und schnell angepasst. Die HM400 hat auch ein Feature das starke Hintergrundbeleuchtung ausgleicht.

Der Weißabgleich ist das schlechteste automatische Feature. Ist die Umgebung/der Raum mit LED-Licht ausgeleuchtet (so wie in unserem Testlabor), bekommt die Aufnahme mit dem automatischen Weißabgleich einen blauen Farbstich. Die WB-Voreinstellungen haben, unter vielen Lichtbedingungen, bessere Aufnahmen geliefert als der automatische Weißabgleich.

Lowlight-Modus
Einen ausgewiesenen Lowlight-Modus hat die GZ-HM400 nicht. Der Camcorder hat Motivprogramme, die sich für Lowlight-Situationen eignen (Zwielicht und Nacht), aber wie gesagt, keinen speziellen Aufnahmemodus. Die Langzeitbelichtung wird eingeschaltet, indem AGC auf Auto gestellt wird. Das erlaubt der HM400 die Belichtungszeit bei schlechter Beleuchtung auf 1/30 einer Sekunde zu reduzieren. Mit der Langzeitbelichtung werden die Aufnahmen aber ruckelig und hat Nachzieheffekte

Motivprogramme
In den manuellen Einstellungen der GZ-HM400 hat man Zugriff auf eine Reihe von Motivprogrammen. Darunter sind: Portrait, Landschaft, Zwielicht, Nacht, Schnee, Strand, Sport, Spotlight, Feuerwerk und Sonnenuntergang. Auch die GZ-X900 hat all diese Motivprogramme, diese sind aber merkwürdigerweise nur für Fotos verfügbar. Schön, das JVC das bei der HM400 geändert hat.

Zoom (8,5)


Der Zoom der GZ-HM400 wird mit einem Kippschalter eingestellt. Der Kippschalter ist nicht ganz so groß, oder präzise, wie die von professionellen Camcordern,trotzdem ist er um Längen besser als die Zoomregler der anderen High-End Camcorder auf dem Markt. Mit dem Kippschalter lässt sich der Zoom mit zwei Fingern regeln – einer vorne, einer hinten, wie bei einer Wippe. So lässt sich der Schalter mit größerer Genauigkeit drücken, und damit die Zoomgeschwindigkeit (die davon abhängt, wie viel Druck ausgeübt wird) besser regulieren. Die Zwei-Finger-Technik ist ein großer Vorteil, aber gleichzeitig ein Nachteil. Davon abgesehen, ist dieser Kippschalter von JVC einer der besten Zoomregler die wir bisher an einem Consumer Camcorder gesehen haben.

Kippschalter für genaues und sorgfältiges zoomen

Eine alternative zum Kippschalter ist der Laser-Touch Schieber. Wird das oberste Ende des Schiebers berührt, erscheinen ein 'T' und ein 'W' auf dem Bildschirm. Um den Zoom einzustellen, müssen die Teile des Schiebers gleich neben den Buchstaben berührt werden. Würde der Laser-Touch gut funktionieren, wäre das kein großes Problem. So aber ist es frustrierend und sehr viel ungenauer als mit dem Kippschalter. 


Zoombereich (3,77)


Das Objektiv der HM400 hat einen 10-fachen optischen Zoom. Außerdem gibt es auch den sog. 'Dynamic Zoom', der bis zu 15x zoomen kann, ohne die Aufnahmen zu verschlechtern (lt. JVC). Dynamic Zoom nutzt die ungenutzten Pixel im Sensor des Camcorders um den Zoom zu erhöhen. Ähnliche Features gibt es bei unzähligen Camcordern von anderen Herstellern.

Der digitale Zoom der HM400, der die Bildqualität verringert, kann Motive auf das 60-fache und das 200-fache vergrößern.

Zoom im Vergleich
Weitwinkel Mittlerer Zoom 10x Zoom

Fokus (8,0)


Mit dem Einstellrad ist die Scharfstellung
ein Kinderspiel

Mit dem neuen Einstellrad können mit der GZ-HM400 Einstellungen viel genauer vorgenommen werden, als mit irgendeinem anderen Camcorder von JVC. Um den Focus damit einzustellen, muss nur der kleine Schalter, der sich genau hinter dem Einstellrad befindet, nach unten gedrückt werden. Sofort erscheinen Fokus-Einstellungen auf dem Bildschirm, wobei der Fokus durch Drehen des Rades angepasst wird. Auf dem LCD erscheinen auch zwei kleine Symbole, ein Berg (weit) und eine Person (nah), die anzeigen in welche Richtung der Fokus angepasst wird.

Natürlich kann auch immer noch der Laser-Touch Schieber für die Scharfstellung benutzt werden. Das ist aber wesentlich komplizierter und ungenauer. Um dieses System zu benutzen, muss der Finger einfach am Laser-Touch rauf bzw. runter bewegt werden. Der Camcorder hat auch Peaking, einen Fokusassistenten der beim manuellen Scharfstellen sehr nützlich ist. Wird der Fokusassistent eingeschaltet, erscheinen kleine, bunte Flecken auf dem Bildschirm. Je besser das Bild scharf gestellt wird, desto mehr und klarere Fleckenerscheinen. Die Flecken können in Grün, Blau oder Rot angezeigt werden, was in den Grundeinstellungen des Camcorders eingestellt werden kann. Uns ist nicht vollkommen klar, warum JVC dieses Feature in den Grundeinstellungen versteckt hat – bedenkt man, dass Fokusassist in einem anderen Menü zu finden ist (Anzeige).


Belichtungseinstellungen
-6 bis +6, Abstufung in ganzen Zahlen
Blendeneinstellungen
f/2.8, f/3.4, f/4, f/5.6
Belichtungszeiten
Im Modus Belichtungsautomatik:
1/2, 1/4, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/80, 1/100, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/2000, 1/4000
Weißabgleicheinstellungen
Auto, Manuell, Sonnig, Wolkig, Halogen
Lichtverstärker-Einstellungen
AGC an/aus, ISO für Fotos

Belichtung (7,5)


Belichtung kann ebenfalls entweder mit dem Einstellrad oder dem Laser-Touch eingestellt werden. Um die Belichtung einzustellen, muss der kleine Schalter hinter dem Rad nach oben gedrückt werden. Während der Einstellung erscheint ein Balken auf der linken Seite des LCD, der anzeigt um wie viel die Belichtung verändert wurde. Auch hier ist der Laser-Touch für die Einstellung nicht das beste, es hängt sehr viel davon ab, wie sehr man daran gewöhnt ist.

Belichtungseinstellung

Die Belichtung kann von -6 bis auf +6 eingestellt werden (13 Abstufungen), wobei die  Änderungen nur in ganzen Zahlen vorgenommen werden können. Die Lichtstärkenmessung für die automatische Einstellung der Belichtung kann auf den gesamten Bildschirm oder auf einen bestimmten Punkt eingestellt werden (gilt für Videos und Fotos).


Blende (5,0)


Die Blende kann nur in der Zeitautomatik eingestellt werden, was heißt, während die Blende manuell eingestellt wird, stellt der Camcorder die Belichtungszeit entsprechend ein. Um die Blendenöffnung zu verändern, muss der kleine, runde Knopf, der mit einem 'A' beschriftet ist und sich am hinteren Ende des Camcorders befindet,  gedrückt werden. Damit erscheint die Blendenanzeige im linken, oberen Eck des Bildschirms. Um die Einstellung zu ändern kann entweder das Einstellungsrad oder der Laser-Touch benutzt werden. Die GZ-HM400 hat nur vier Blendeneinstellungen, eine eher dürftige Auswahl. Die Blende kann auf höchstens f/2,8 eingestellt werden.

Nur vier Blendeneinstellungen...


Belichtungszeit (7,6)


Anders als bei der Blendeneinstellung, hat die GZ-HM400 eine ganze Reihe an Belichtungszeiten zur Auswahl (13 insgesamt). Die Belichtungszeit wird genauso eingestellt wie die Blende – der kleine, mit 'S' beschriftete Knopf am Camcorder muss gedrückt werden um die Belichtungspriorität einzuschalten. Mit dem Einstellrad oder dem Laser-Touch werden die Änderungen vorgenommen. Beeindruckend sind auch die vielen Belichtungszeiten, die langsamer sind als 1/60 Sekunde. Diese, die längste ist 1/2 Sekunde produzieren Nachzieheffekte und die Aufnahmen sind abgehackt. Für spezielle Aufnahmeästhetiken und zum Ausprobieren sind diese langsamen Belichtungszeiten ganz lustig.

Insgesamt hat der Camcorder 13 Belichtungszeiten


Weißabgleich (7,25)


Die GZ-HM400 hat zwar einen manuellen Weißabgleich, doch unserer Meinung nach, funktioniert das nicht so gut. In unseren Lowlight-Tests, mit LED-Leuchten, hat der Camcorder einen schwachen, bläulichen Ton in den Aufnahmen erzeugt (nicht so schlimm wie bei der X900...). Außerdem ist die Einstellung des manuellen Weißabgleichs leicht verwirrend. Zuerst muss die Funktion im Menü ausgewählt und dann OK für ein oder zwei Sekunden gedrückt werden, bis der Camcorder den neuen Weißabgleich registriert. Die Sache ist, dass man sich nie sicher sein kann, ob der Knopf lange genug gedrückt wurde.

Bei guten Lichtverhältnissen und bei Außenaufnahmen hat der manuelle Weißabgleich ganz gut funktioniert. Der Camcorder hat auch ein paar Voreinstellungen: Sonnig, Wolkig und Halogen.

Manueller Weißabgleich ist ein bisschen knifflig

Lichtverstärker (2,0)


Einen direkten Einfluss auf einen Lichtverstärker hat die HM400 zwar nicht, aber die Auto Gain Control kann zumindest ein- und ausgeschaltet werden. Wir AGC ausgeschaltet, schaltet sich auch der elektronische Lichtverstärker aus, den der Camcorder bei Lowlight-Situationen nutzt. Selbst bei einigermaßen guten Lichtverhältnissen, wie bei Innenaufnahmen mit verschiedenen Lichtquellen, ist die Aufnahme der HM400 ohne AGC unglaublich dunkel. Bei schlechten Lichtverhältnissen wird, ohne AGC, überhaupt nichts in den Aufnahmen dargestellt. Deshalb empfehlen wir, den AGC anzulassen, außer wenn den ganzen Tag bei sehr guten Lichtverhältnissen, draußen gefilmt werden soll.

Es gibt nur ein paar wenige Consumer Camcorder, die Gaineinstellungen bieten. Mit Panasonics High-End Camcorder kann Gain eingestellt werden, allerdings nur, nachdem die Blende vollständig geöffnet wurde. Die HF S-Modelle von Canon haben eine Auswahl an AGC Limits, die der Camcorder nicht übersteigen kann. Die GZ-HM400 hat eine ISO-Kontrolle, doch die funktioniert nur für Fotos.

Auto Gain Control (AGC) kann
ausgeschaltet werden


Farb- & Bildfunktionen (4,0)


Neu bei der HM400 ist die Schärfe-Einstellung; etwas, das es bei der X900 nicht gab. Hier sind Beispiele für Aufnahmen mit den verschiedenen Einstellungen:

JVC GZ-HM400 Schärfe-Einstellung
3000 Lux, 100% Crop
The JVC GZ-HM400 in auto mode, 100% crop
Auto Schärfe -5 Schärfe +5

Alle Farb- und Bildeinstellungen der HM400 sind in der Tabelle aufgelistet:

Farb-/Bildfunktion Beschreibung
x.v. Farben Damit nimmt der Camcorder Videos mit der xvYCC Farbpalette. Nur xvYCC Fernseher können diese breitere Farbpalette wiedergeben, bei anderen sieht man keinen Unterschied.
Schärfe Die Schärfe kann von -5 bis +5 eingestellt werden. Das ist ein neues Feature von JVC, das bisher in keinem anderen HD-Camcorder zu finden war.
Tele Makro Verändert die Fokuslänge am Objektiv, für gut fokussierte (extreme) Nahaufnahmen.

Sonstige Bedienelemente (3,5)


Funktion Beschreibung
Raster Teilt den Bildschirm in neun gleich große Abschnitte ein (zwei vertikale und zwei horizontale Linien) um das Motiv mittig aufzunehmen. Die Linien erscheinen nicht auf dem Video. 
Zebra Überbelichtete Teile des Bildschirms, werden mit einem gestreiften Muster angezeigt. Die Empfindlichkeit kann auf 70 % oder 100 % eingestellt werden. Diese Funktion ist üblicherweise in Profikameras zu finden, die X900 hat diese Funktion nicht.


JVC GZ-HM400 Vergleichscamcorder
JVC GZ-X900 Panasonic HDC-HS300 Canon HF S100
JVC GZ-X900 Panasonic HDC-HS300 Canon HF S100

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