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JVC Everio GZ-X900

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Fotofunktionen
JVC Everio GZ-X900
Seite 8

Zusammenfassung Bedienung & Handhabung



• Akkulaufzeit ist alles andere als gut
• Die Handhabung ist schwieriger als bei früheren JVC Modellen
• Layout ist einfach, aber die vielen Modus- und Menüoptionen können verwirrend sein
• Die X900 hat keine Handschlaufe, liegt aber gut in der Hand
• Die rechteckige Form macht den Camcorder tragbarer als die Konkurrenz, wenn auch nicht leichter
• Die Lasertouch-Leiste ist gewöhnungsbedürftig – das braucht seine Zeit


Benutzerfreundlichkeit (5,75)

Die JVC GZ-X900 war ziemlich einfach in der Handhabung, die GZ-X900 dagegen ist ein wenig schwieriger. Die GZ-X900 hat mehr Tasten und Knöpfe, mehr Funktionen und mehr Einstellungsmöglichkeiten als alle anderen JVC Modelle dieses Jahres. Es ist also keine Überraschung, dass sie etwas schwieriger zu benutzen ist. Die vielen Aufnahmemodi (Highspeed-Einstellungen) und die gemischten Foto- und Video-Einstellungen machen die ganze Sache unübersichtlich – nicht zu vergessen das furchtbare Handbuch, das nur wenig hilft…

Dann ist da noch der Laser-Touch. Es dauert, bis man damit gut umgehen kann. Der Laser-Touch kann ziemlich mühsam, eigen und schwierig zu benutzen sein. Doch, hat man den Umgang gelernt kann es ganz nützlich sein, vor allem wenn man durch viele Menüs scrollen und viele Einstellungen ändern will. Uns ist auch aufgefallen, dass der Laser-Touch der GZ-X900 besser verarbeitet ist als in früheren Modellen. Die flache, ebene Oberfläche ist gleichmäßiger und reagiert besser.

Die Lasertouch-Leiste ist sehr
gewöhnungsbedürftig

Das simple Layout der GZ-X900 gefällt uns sehr. Es sind nicht zu viele Tasten und Knöpfe am Camcorder, es gibt nur einen Menübildschirm und das rechteckige Design macht es einfach den Camcorder zu halten. Außerdem ist da noch die hilfreiche Infobox im Menü – vor allem für Anfänger ein sehr gutes Feature.

JVCs 'One-Touch' Funktionen (zum hochladen und exportieren) kann das Überspielen ins Netz um einiges vereinfachen. Sie sind aber bei weiten nicht so einfach, wie erwartet. Die Funktion muss vor Beginn der Aufnahme eingeschaltet werden, sollen die Videos und Fotos schnell mit einem Computer hochgeladen oder exportiert werden. Warum JVC die 'One-Touch' Funktionen auf diese Art umgesetzt hat, ist uns ein Rätsel – so sind sie viel weniger effektiv. Alle Videos und Fotos, die mit der GZ-X900 aufgenommen wurden, werden sowieso mit der mitgelieferten Software hochgeladen bzw. exportiert. Die 'One-Touch' Funktionen beschleunigen diesen Prozess nur etwas. Mehr Informationen dazu gibt es im Abschnitt Bildbearbeitung.

Handhabung (6,25)

Die Handhabung der JVC GZ-X900 ist anders als die der meisten Camcorder. Bemerkenswert ist, dass es keinen Handriemen gibt, oder wenigsten etwas ähnliches. Der Camcorder soll in der für den Nutzer gemütlichsten Haltung gehalten werden können. D.h. man kann die X900 mit den Fingern um die Oberseite halten (wie einen traditionellen Camcorder) oder man hält sie mit den Fingern unterhalb und dem Daumen oben. Dies ist nur möglich, weil die Kamera nicht den großen Riemen auf der rechten Seite hat. Ohne Handriemen ist die Möglichkeit, dass der Camcorder fallen gelassen wird aber auch größer. JVC liefert jedoch einen Riemen für das Handgelenk, der an der GZ-X900 festgemacht werden kann.

Die X900 kann auf die 'traditionelle' Art gehalten werden…

Eigentlich vermissen wir den Handriemen nicht wirklich. Der Handriemen der JVC GZ-X900 und der HM200 sind geradezu furchtbar – sie sind dünn, schwach, und unterstützen die Haltung des Camcorders nicht. Da die GZ-X900 dünn und rechteckig ist, passt sie ohne jegliche Riemen in jede Hand. Im Grunde genommen sieht die X900 wie ein kleiner, rechteckiger Kasten, wenn der LCD zugeklappt ist.

…oder man hält sie verkehrt herum, wie oben gezeigt

Schon bei der Bewertung der JVC GZ-HD320 haben wir das Lasertouch-System ausführlich besprochen. Auch die GZ-X900 nutzt dieses System, mit einem kleinen Unterschied: Die Leiste ist ein bisschen länger (wegen des etwas größeren Bildschirms) und flach. Das machte das Einstellen mit der Lasertouch-Leiste reaktiver und einfacher. Doch für präzise, genaue Einstellungen ist diese Lösung immer noch sehr schwierig – und sehr gewöhnungsbedürftig. Die Knöpfe am unteren Rand des LCD sind ebenfalls berührungsempfindlich, benutzen aber nicht das Lasertouch-System. Diese Knöpfe sind etwas zu nahe beieinander, funktionieren aber hervorragend.

Der Halteriemen wurde weg gelassen

Ansonsten sind auf dem Camcorder nicht allzu viele Knöpfe angebracht. Hinten ist das Moduswahlrad angebracht, mit dem zwischen den einzelnen Aufnahmemodi umgeschaltet wird. Darüber ist der Blitzauslöser und der Infoknopf platziert. Da der Camcorder so viele verschiedene Aufnahmemodi hat, ist das Moduswahlrad eine gute Lösung. Es wäre sogar noch besser, wenn die Beschriftung nicht so verwirrend wäre. In der LCD Einfassung sind weitere Knöpfe angebracht. Die sogenannten 'Membran-Knöpfe' sind in das Gehäuse der X900 eingebaut, und die Bedienung ist alles andere als einfach. Die Knöpfe sind hart zu drücken. Da sie weder vorstehen noch Kanten haben, kann man auch nie sicher sein, dass der gewünschte Knopf wirklich gedrückt wurde. Obwohl die Membran-Knöpfe einen besseren Schutz bieten und besser in das kompakte Design passen, mögen wir diese Lösung überhaupt nicht. 

Stabilisator (2,13)

Die JVC GZ-X900 hat einen optischen Bildstabilisator, was normalerweise besser ist als ein digitaler Bildstabilisator (wie preiswertere JVC Modelle sie haben). Leider hat die X900 in unserem Stabilisations-Test nicht gut abgeschnitten. In unserem Test mit niedriger Erschütterung, hat der Camcorder 11% der Verwackelungen ausgeglichen. Bei großer Erschütterung war die X900 etwas besser mit einem 25 %-igen Ausgleich. Diese Ergebnisse sind nicht annähernd so gut wie die von anderen High-End Camcorder, wie z.B. Panasonic und Sony, aber auch schlechter als das Ergebnis der JVC GZ-HD320. Wir hatten mehr von der X900 erwartet, vor allem, weil der Camcorder JVCs erster ist, der 2009 einen optischen Bildstabilisator erhalten hat. (So testen wir Stabilisatoren)

Tragbarkeit & Tragekomfort (9,29)

Die GZ-X900 ist klein, kompakt und rechteckig. Viel tragbarer als die Konkurrenz ist sie allerdings nicht. Die JVC GZ-HD320, in die eine 120 GB Festplatte eingebaut ist, wiegt nur knapp 70 g mehr. Die GZ-X900 ist weder klein, noch leicht genug um als ultrakompakter Camcorder, wie z.B. Kodaks Zx1, durchzugehen.

Mit der flachen, rechteckigen Form ist es aber viel einfacher, die X900 in eine (große) Hosentasche zu packen. Besser ist es jedoch sie in einer Handtasche oder einer Kameratasche zu transportieren. Die JVC GZ-X900 hat keine Handschlaufe. Da auch sonst nichts vorsteht (solange der LCD geschlossen ist), ist die X900 dünner als die meisten Camcorder dieser Preisklasse. Ansonsten sind die Maße durchschnittlich.

Größe und Gewicht
Gewicht 298 g (inkl. Akku)
Größe 37 x 66 x 124 mm

Akkulaufzeit (3,85)

Die Akkulaufzeit der GZ-X900 war überhaupt nicht gut. In unserem Test hat der Akku nur 1 Stunde 16 Minuten und 58 Sekunden durchgehalten. Das sind 20 Minuten weniger als die Akkulaufzeit der GZ-HD320 – und viel weniger als die der Sanyo VPC-HD2000 und der Panasonic HDC-HS300. (So testen wir die Akkulaufzeit)

Akkulaufzeiten im Vergleich

Ebenfalls nicht den Erwartungen entsprechend ist das merkwürdig platzierte Batteriefach der GZ-X900. Das Fach für den Akku ist innerhalb der LCD Einlassung. Das heißt, bei geschlossenem LCD liegt der Bildschirm genau auf dem Akku. Der Camcorder funktioniert auch mit größeren Akkus. Doch mit einem größeren Akku kann der LCD nicht ganz geschlossen werden. Das Batteriefach ganz traditionell auf der Rückseite zu platzieren, wie bei der JVC-GZ320, macht die Nutzung von größeren Akkus viel einfacher.

Die GZ-X900 und der mitgelieferte Akku

LCD & Sucher (8,07)

Der Bildschirm der GZ-X900 ist 2,8 Zoll groß und hat eine Auflösung von 207.000 Pixel. Der LCD kann aufgeklappt und gedreht werden, wie bei den meisten anderen Camcordern. Der Bildschirm ist relativ groß. Der Rahmen ist größer, um Platz für die diversen Knöpfe und Features zu haben. Links ist die Lasertouch-Leiste angebracht, mit der in den Menüs navigiert und manuelle Einstellungen vorgenommen werden. Am unteren Rand sind eine Reihe von berührungsempfindlichen Knöpfen angebracht. Je nach Modus haben diese verschiedene Funktionen.

Der Bildschirm ist 2,8 Zoll groß

Die Helligkeit des Bildschirms kann ebenfalls eingestellte werden. Die X900 bietet 11 Helligkeitsstufen sowie eine Monitorbeleuchtung, die auf Auto, Heller und Standard eingestellt werden kann. Natürlich wird mehr Akku verbraucht, ist der Monitor auf 'Hell' eingestellt. An der Außenseite des LCD-Panel ist das Mikrofon angebracht. Das ist nicht der beste Platz, da die Position des eingebauten Mikros ganz und gar vom Anwinkeln des LCD  abhängt.

Wie die meisten Consumer-Camcorder hat auch die GZ-X900 keinen Sucher und alles muss über den LCD eingestellt werden.

Menüs (4,25)

Im Großen und Ganzen ist das Menüsystem der JVC GZ-X900 ziemlich gut. Der Camcorder hat das gleiche, einfache Setup Menü wie die restlichen 2009 Modelle von JVC. Der einzige Unterschied ist, dass die X900 mehr Funktionen und Einstellungen hat als die billigeren Modelle. Alle Funktionen sind in einem Menübildschirm untergebracht, der über den Menüknopf am unteren LCD Rand erreicht werden kann. Je nach Modus, hat man verschiedene Optionen zur Auswahl. Im manuellen Modus (Video und Foto) erscheint eine Option für Manuelle Einstellungen. Hier werden alle Funktionen, wie Fokus, Helligkeit, Belichtungszeit, Blende usw. eingestellt. Am Ende des Hauptmenüs befinden sich drei Untermenüs: Anzeigeneinstellungen, Grundeinstellungen und Anschlusseinstellungen.


 
Das Hauptmenü der GZ-X900
hat eine Reihe von Untermenüs
  Am Ende des Hauptmenüs befinden sich die Anzeigen-,
Grund- und Anschlusseinstellungen

Nur bei manchen Funktionen war nicht ganz klar, wo sie zu finden sind, im Menü Manuelle Einstellung oder woanders. Die Farbe des Fokusassistenten wird beispielsweise im Menü Anzeigeneinstellungen verändert, während der Fokusassistent selbst über die Manuelle Einstellung eingeschaltet wird. Strategisch ungünstig und versteckt ist auch die Serienbildfunktion der X900, das sich in den Grundeinstellungen befindet. Warum die Serienbildfunktion nicht im Manuelle Einstellungen Menü zu finden ist, kann nur JVC beantworten.mit den restlichen manuellen Einstellungen


Das Menü Manuelle Einstellung
Auch das Lasertouch-System hat uns nicht überzeugt. Das Durchblättern des langen Menüs macht es zwar etwas einfacher. Die Auswahl der nächsten Funktion in der Liste ist aber damit nicht so einfach. Präzise und schnelle Auswahl ist mit dem Lasertouch schwierig, jedenfalls bis man den 'Dreh' raus hat. Wenigstens ist der Lasertouch der X900 ein bisschen besser als der, der GZ-HD320.

Die Menüstruktur der GZ-X900 ist dennoch sehr intuitiv und einfach zu handhaben. Ein Knopfdruck genügt um ins Hauptmenü zu gelangen – und es gibt keine sonstwo versteckten Menüs. Beim durchblättern werden die einzelnen Funktionen und Optionen in den Menüs hervorgehoben. Gleichzeitig erscheint eine kurze Erklärung für jede Einstellung. Der Text wandert über den Bildschirm, was nicht die beste Lösung ist – vor allem bei längeren Texten kann es etwas dauern. Für Anfänger ist diese Funktion aber sehr hilfreich.

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