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JVC Everio GZ-X900

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Bedienelemente

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Bedienung & Handhabung
JVC Everio GZ-X900
Seite 7

Zusammenfassung Fotofunktion



• 9 Megapixel für Fotoaufnahmen
• Viele Funktionen und Optionen (ISO, Selbstauslöser, Bracketing und zwei Serienbildmodi mit drei Geschwindigkeitseinstellungen)
• Performance war nicht so gut wie erwartet
• Vor allem die Bildschärfe war enttäuschend, obwohl die Ergebnisse selbst halbwegs in Ordnung waren


Fotofunktion (13,36)

Da die JVC GZ-X900 wird eine echte Dual-Kamera ist, sind eine ganze Reihe von Fotofunktionen vorhanden. Zunächst können Fotos mit echten 9 Megapixel aufgenommen werden. Das heißt, die Fotos können mit einer maximalen Auflösung von 3456 x 2592 aufgenommen werden, ohne Interpolation. Für einen Camcorder ist das eine ausgezeichnete Auflösung, und kommt der Pixelanzahl von kleinen Digitalkameras sehr nahe (normalerweise 10 bis 12 Megapixel).

Der Blitz ist direkt über dem Objektiv angebracht

Neben der hohen Fotoauflösung bietet die GZ-X900 ISO-Einstellung für Fotos, einen eingebauten Blitz, eine Vielzahl an Größen für Fotos, Motivprogramme, einen Selbstauslöser, Gesichtserkennung und ein paar Serienbildfunktionen. Es ist eine kleine Überraschung, dass die X900 eine Serienbildfunktion hat. Diese ist aber kompliziert und schwierig in der Handhabung. Erstens ist die Taste für Serienbilder nicht beschriftet – es ist die Taste mit den vielen kleinen Rechtecken am unteren LCD-Rand. Wird diese einmal gedrückt, wird die Belichtungsreihe eingeschaltet. Diese nimmt 5 Fotos hintereinander auf, jedes mit einer anderen Belichtungseinstellung. Das hilft vor allem, wenn die Lichtverhältnisse etwas schwierig sind. Ein zweiter Druck auf die Serienbild-Taste schaltet die motorisierte Serienbildaufnahme ein.  

Im Fotomodus können die Highspeed-Aufnahmen bis zu 9 Megapixel groß sein und maximal 15 Fotos pro Sekunde machen. Um die Geschwindigkeit der Aufnahmen zu ändern muss das Menü des Camcorders geöffnet werden, Grundeinstellungen ausgewählt und die Geschwindigkeit der Serienbildaufnahmen verändert werden. Es kann zwischen Highspeed (15fps), Medium (7fps) und Langsam (2fps) gewählt werden. Highspeed und Medium haben beide ein Limit von 6 Fotos, während die langsame Aufnahme kein Limit hat.

Im Videomodus erhält man mit der gleichen motorisierten Highspeed-Funktion ganz andere Ergebnisse. Es gibt die gleichen Optionen (Highspeed, Medium und Langsam). Aufgenommen aber wird mit höchstens 5,3 Megapixel und 50fps. Highspeed nimmt auf mit 50fps (max. 11 Bilder), Medium mit 11fps (auch 11 Bilder) und Langsam mit 4fps (kein Limit). Unserer Meinung nach sind diese Highspeed-Fotofunktionen sehr verwirrend. Vor allem weil JVC hier überhaupt keine Hilfestellung im Benutzerhandbuch anbietet (und dann noch will, dass man eine Einstellung ändern soll, die überhaupt nicht existiert).

Spezifikationen Fotos
Größe 4:3
3456 x 2592 (9M)
3072 x 2304 (7M)
2592 x 1944 (5M)
1600 x 1200 (1.9M)
640 x 480 (0.3M)

16:9
3456 x 1944 (6.7M)
3072 x 1728 (5.3M)
2592 x 1456 (3.8M)
1920 x 1080 (2M)
1280 x 720 (0.9M)
Qualität Fein, Standard
ISO Auto, 100, 200, 400, 800,
1600, 3200
Blitz An/Aus, Langzeitbelichtung,
Auto, Rote-Augen-Reduzierung

Für Videos hat die GZ-X900 keine Motivprogramme. Wird das Drehrad im Fotomodus auf Motivprogramme gedreht, so kann aus einer ganzen Reihe davon gewählt werden: Portrait, Landschaft, Landschaft/Portrait, Dämmerung, Nachtportrait, Schlafendes Gesicht, Schnee, Strand, Sport, Essen, Feuerwerk, Dokumente, Nahaufnahmen, Wald und Sonnenuntergang. Das ist eine große Auswahl an Motivprogrammen, es ist aber sehr schade, dass JVC nicht wenigstens ein paar davon auch für die Videos zur Verfügung stellt.

Motivprogramme gibt es nur im Fotomodus

Im Menü der GZ-X900 bietet keine Einstellungen für den Blitz. Dieser wird mit einer kleinen Taste auf der Rückseite des Camcorders eingestellt. Wird dieser Knopf gedrückt, erscheinen die verschiedenen Optionen für Blitz auf dem Bildschirm: An, Aus, Rote-Augen-Reduzierung und Langzeitbelichtung. Der Blitz ist hervorragend und über dem Objektiv angebracht.


 
Das Hauptmenü im Fotomodus...   ... und Manuellen Einstellungen

Alle manuellen Bedienelemente im Videomodus sind auch im Fotomodus einstellbar – Fokus, Fokusassistent, Belichtung, Verschlusszeit etc. Für Fotos gibt es zusätzlich ISO-Einstellungen; ein Feature das selten in Camcorder eingebaut wird (aber oft in den kleinen Digitalkameras zu finden ist). Der Selbstauslöser kann auf 2 bzw. 10 Sekunden oder auf Gesichtserkennung eingestellt werden. Bei der Gesichtserkennung startet der Camcorder den Countdown sobald ein neues Gesicht im Rahmen auftaucht automatisch. Das ist für große Gruppenaufnahmen ein großer Vorteil, und funktioniert ziemlich gut.


Fotoqualität: Farben (9,94)

JVC vermarktet die GZ-X900 als echte Foto/Video-Dual-Kamera, deshalb hatten wir hohe Erwartungen an die Fotoqualität. Und die GZ-X900 nimmt wirklich sehr gute Fotos auf. Doch es war nicht die beste Kamera, die wir jemals testen durften. Bei der Farbwiedergabe wurden im Grunde die Ergebnisse des Videotests bei guten Lichtverhältnissen wiedergespiegelt. Wir haben einen Farbfehlerwert von 3,52 gemessen mit einer Sättigung von 106,2 %. Diese Farbsättigung ist um einiges höher als im Videotest. Dadurch sollten die Farben in den Fotos lebendiger und kräftiger sein als in den Videos. (So testen wir die Farben der Fotos)

Die Grafik zeigt die inkorrekte Farbwiedergabe: Die Richtung
und Länge der Linien weisen darauf hin, wie die Kamera
die einzelnen Farben verarbeitet

Der Fehlerchart oben zeigt wie genau die Farben von der GZ-X900 in den Fotos wiedergegeben werden. Der Camcorder hatte nur kleine Schwierigkeiten mit Grün- und Blautönen. Die meisten Farben wurden jedoch treffend dargestellt. Doch die anderen Camcorder dieser Testreihe haben die Farben ebenfalls sehr gut wieder gegeben.

JVC GZ-X900 Qualität der Farben im Vergleich
JVC GZ-X900 Sanyo VPC-HD2000
Panasonic HDC-HS300 JVC GZ-HD320

Die Bilder oben zeigen wie gut die Fotos aller Camcorder sind. Die Sanyo VPC-HD2000 hat eine durchschnittliche Farbwiedergabe (4,14), doch das Bild hat einen kühlen Blaustich, mit dem die Farben etwas unkorrekt erscheinen. Die JVC GZ-X900 hat ebenfalls eine ziemlich gute Farbwiedergabe (4,11), bietet aber nicht viel Auswahl bezüglich Bildgrößen oder Qualitätsoptionen für Fotos – etwas das die GZ-X900 zuhauf bietet.


Fotoqualität: Bildrauschen (1,39)

Das große Problem der GZ-X900 in den Fotos ist das Bildrauschen. Der Camcorder hatte mit einen durchschnittlichen Wert von 1,2 % einen höheren Rauschwert als die anderen Camcorder, die wir als Vergleich herangezogen haben. Das ist auch höher als das Bildrauschen, das wir in unserem Videotest gemessen haben. Nicht gerade ein gutes Zeichen. Berücksichtigt man die hohe Pixelzahl des Camcorder, hatten wir eine bessere Performance von der GZ-X900 in diesem Abschnitt erwartet. Überraschenderweise hatte die JVC GZ-X900 mit 0,7 % den niedrigsten Rauschwert. Die Sanyo VPC-HD2000 und die Panasonic HDC-HS300 haben mit etwas schlechteren Werten ebenfalls weniger Bildrauschen als die X900. (So testen wir das Rauschen in Fotos)

Fotoqualität: Bildschärfe (6,92)

Die Ergebnisse der GZ-X900 bezüglich der Bildschärfe waren zwar gut, aber nichts herausragendes. Der Camcorder hat eine durchschnittliche horizontale Auflösung von 1829 Bildpunkten pro Zeile (lw/ph) mit einer leichten Überschärfung von 4,5 %. bei der Vertikalauflösung schaffte der Camcorder 1521 lw/ph mit 4 % Überschärfung. Das eindrucksvollste hier sind die niedrigen Prozentzahlen der Überschärfung. Bei vielen  Camcordern sind die Fotos oft viel zu überschärft, das lässt die Bilder schärfer und detaillierter erscheinen. Die Fotos der GZ-X900 sehen so natürlich und klar aus, weil sie wenig bis gar nicht überschärft sind. (So testen wir die Schärfe von Fotos)

Doch die eigentlichen Resultate der X900 bezüglich der Bildpunkte pro Zeile sind nicht so gut. Die Sanyo VPC-HD2000 war um einiges besser (2320 lw/ph horizontal und 2017 lw/ph vertikal). Die Ergebnisse der Panasonic HDC-HS300 sind mit denen der GZ-X900 vergleichbar, auch wenn die Überschärfung bei der Panasonic viel höher ist. Die Sanyo VPC-CG10, die wir vor kurzem getestet haben, hat eine viel bessere Bildschärfe in Fotos – eine der besten bisher gemessenen.

Insgesamt sind wir etwas von der Leistung der GZ-X900 in Sachen Fotoqualität enttäuscht. Die Performance ist keinesfalls schlecht. Das hohe Bildrauschen und die alles andere als beeindruckende Foto-Bildschärfe werden der Vermarktung der GZ-X900 als ultimative Dualkamera (Video/Foto Hybrid) keineswegs gerecht.

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