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Panasonic HDC-HS20

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Fotofunktionen
Panasonic HDC-HS20
Seite 8

Zusammenfassung Bedienung & Handhabung



• Hervorragender Automatik-Modus und die IA-Technologie ist sehr benutzerfreundlich – vor allem für Einsteiger
• Automatische Funktionen und manuelle Kontrollen können nicht zur gleichen Zeit genutzt werden
• Die Touchscreen-Bedienung ist Geschmacksache
• Hervorragende optische Bildstabilisierung
• Ausreichende Akkulaufzeitzeit; allerdings kann die HS20 nicht gleichzeitig aufgeladen und genutzt werden


Benutzerfreundlichkeit (7,25)

Die Panasonic HDC-HS20 ist größtenteils ein unglaublich benutzerfreundlicher Camcorder. Die Standardeinstellungen sind der eigentliche Auto-Modus. Dieser schaltet die manuellen Bildanpassungen und einige andere Funktionen, die sonst im Menü zu finden sind, aus
Im Auto-Modus muss man sich um nichts sorgen, außer um die Einrahmung und Verfolgung des Motivs. Eine optionale Ergänzung ist Panasonics Intelligent Auto (iA) Technologie (siehe Automatische Aufnahmen). Die Funktion kann, unabhängig vom Automatischen Modus, an- und ausgeschaltet werden. Im iA-Modus aktiviert der Camcorder intelligente Motivprogramme, Kontrastkontrolle, Gesichtserkennung und Stabilisierung, um damit die bestmögliche Videoqualität zu erzielen. Sowohl im regulären Auto-Modus als auch im iA-Modus folgt das neue AF/AE-Tracking einem Motiv, auch wenn sich die Lage oder Standort innerhalb des Suchers verändert.

Trotz all der großartigen Technologie werden erfahrene Nutzer enttäuscht sein, dass der iA Modus nicht für sie entwickelt wurde. Standard für die HS20 sind die automatischen Einstellungen. Die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sind eher eine Sondereinstellung, die durch Drücken der Manuell-Modus Taste aktiviert wird. Das macht es unmöglich gleichzeitig einzelne Optionen auf Automatik zu belassen und andere manuell zu steuern. Ist der Intelligente Kontrast ausgewählt, kann nicht parallel ein manueller Weißabgleich durchgeführt werden – es geht nur eine Variante. Die Handhabung der Kamera ist also entweder sehr leicht oder sehr schwierig. Im manuellen Modus wird erwartet, dass jedes einzelne Bild per Hand angepasst und eingestellt wird. Damit wird die Einstellung übersehen, die einer der Hauptgründe für die Umstellung auf einen Touchscreen war: Das ausgezeichnete AF/AE-Tracking. Außerdem ist die manuelle Anpassung für jedes Bild sehr aufwändig und für Einsteiger entmutigend. Es ist nicht möglich eine einzelne Funktion auszuwählen, um damit Erfahrung zu sammeln. Stattdessen wird der Einsteiger ins Kalte Wasser geworfen und muss das gesamte Spektrum der HS20 mit allen Kontrollen steuern.

Egal, ob Auto-Modus, iA Modus oder manueller Modus – es gibt ein paar Optionen, die für Einsteiger hilfreich sind. Die nützlichste ist die Informationstaste, die sich innerhalb des Hauptmenüs befindet. Wird eine Funktion im Menü ausgewählt, aktiviert dieseTaste einen Tipp wie dieses Tool zu benutzen ist. Das erleichtert die Umstellung auf den komplett manuellen Camcorder-Betrieb wesentlich. Der Tool-Tipp erklärt z.B. Themen wie Digital Cinema, Gegenlichtkompensation u.v.m. Leider funktionieren diese Tool-Tipps nicht im Funktions-Menü.

Die Info-Taste aktiviert ein hilfreiches
Tool – die Werkzeug-Tipps

Erklärungen für die Optionen, die nur in diesem Menü verfügbar sind (wie z.B. Weißabgleich, Verschlusszeit und Blende) gibt es nicht. Diese sind nur in der Bedienungsanleitung zu finden, die zum Glück sehr umfassend ist.


Handhabung (7,0)

Die Panasonic HD-HS20 liegt komfortabel in der Hand, trotz Festplatte. Die HS20 hat eine gut gepolsterte Handschlaufe, was den bequemen Einsatz des Camcorders auch für einen längeren Zeitraum ermöglicht. Der Zoomregler liegt perfekt unter dem Zeigefinger, aber die Aufnahme-Taste liegt, leicht versetzt auf der rechten Seite, neben des etwas hervorstehenden Akkus. Der Daumen liegt zwar nicht natürlich über der Taste, aber sie ist auch nicht allzu umständlich zu bedienen. Der Akku reicht noch weiter heraus als im vergangenen Jahr bei der HDC-SD9. Dies erschwert den Zugang zum Modus- bzw. Netzschalter ein wenig und wir raten von einem Upgrade auf einen größeren Akku ab.

Die HS20 liegt gut und angenehm in der Hand

Die Funktion, die wohl die meiste Aufmerksamkeit an sich ziehen wird ist die neue Touchscreen-Bedienung. Es gibt weder einen Joystick, noch einen D-Pad oder einen Kontrollring. Alle Funktionen werden mit dem Touchscreen gesteuert.
Befürworter sehen darin gerne ein intuitives Interface, das schnell und einfach zu navigieren ist. Kritiker dagegen beklagen, dass der Bildschirm schnell voller Fingerabdrücke ist und die manuellen Kontrollen ungenau sind. Der Touchscreen ist weder die beste noch die schlechteste Lösung, die wir gesehen haben. Manchmal ist es schwierig die aktivieren Bildschirm-Optionen in den oberen Ecken einzuschalten und die Menüs reagieren etwas verzögert. Positiv ist, dass gewählte Optionen gelb markiert werden. Auch wenn der Camcorder eine gewisse Zeit benötigt die Funktion auszuführen, so ist wenigstens eindeutig, dass der Bildschirm nicht ständig angetippt werden muss.

Die HS20 ist fast zu klein – man muss darauf achten,
dass man während der Aufnahme nicht das
Mikrofon mit dem kleinen Finger abdeckt.

Die beiden kleinen „Membran" Tasten, die am Monitor angebracht sind, werden bei der HDC-HS20 wahrscheinlich den meisten Frust verursachen. Diese müssen stärker angetippt als es den Anschein hat. Dies hat den Vorteil, dass das sorgsam aufgenommene Video nicht versehentlich gelöscht wird. Für die Menü-Taste ist das allerdings eine lästige und nachteilige Platzierung und Verarbeitung. Es gibt auf dem Touchscreen keine Möglichkeit das Menü zu öffnen. Daher ist man weiterhin auf die Menü-Taste am Camcorder angewiesen. Wenn die Videokamera in der rechten Hand gehalten wird, kann die Menü-Taste nicht einfach mit dem Zeigefinger aktiviert werden. Die Taste muss dann zwischen Daumen und Zeigefinger gedrückt werden. Ein geringfügiger Nachteil, der hier erwähnt und bedacht werden sollte.

Der Akku steht weiter hervor als üblich


Stabilisator (8,76)

Die Panasonic HDC-HS20 verwendet einen optische Bildstabilisator, der in unseren Tests sehr effektiv war. Der Camcorder glich die Verwackelungen in unserem Test bei niedriger Erschütterung um 59% aus und um 57% in unserem Test bei starker Erschütterung. Dies sind sehr beeindruckende Ergebnisse, vor allem bei einem kleinen Camcorder wie diesem. (So testen wir Stabilisatoren)

Die Videos unten zeigen einen Vergleich zwischen Aufnahmen ohne und mit OIS.

Panasonic HDC-HS20 Beispiele für Stabilisator
Hier geht es zur großen HD Version

Für einen Midrange-Camcorder verfügt die Panasonic HDC-HS20 über einen hervorragenden optischen Bildstabilisator. Die Erschütterungsreduktion ist fast so gut wie die der höherwertigen Panasonic HDC-HS300, die ebenfalls einen optischen Bildstabilisator hat. Im Vergleich dazu: Die Sanyo VPC-HD2000, die einen digitalen Bildstabilisator hat, glich die Verwackelungen in unserem Test kaum aus.


Tragbarkeit & Tragekomfort (7,49)

Die Panasonic HDC-HS20 ist ein äußerst kleiner Camcorder und somit sehr leicht zu transportieren. Dies ist allerdings nicht das Gerät, das einfach in eine Tasche gestopft wird. Da die Tasten und Anschlüsse alle sehr robust sind, muss man sich bei Reisen wahrscheinlich keine Sorgen über Beschädigungen machen. Trotzdem empfehlen wir die Anschaffung einer kleinen Kameratasche, vor allem die Einfassung des Objektivs scheint nicht besonders stabil zu sein.

Ein Vorteil der HS20 besteht darin, dass sie alle Datensätze vollständig auf Festplatte aufzeichnet. So müssen keine Ersatzkarten o.ä. Doch auch hier gilt, kleine Bauteile der Festplatte können schnell mal kaputtgehen. Der Vorteil ist, dass die HS20 auch auf SD-Karten aufnimmt. Ersatzakku und Netzteil sollten auf keinen Fall vergessen werden, denn wie immer bei Panasonic, lässt sich der Akku nicht während dem Videodreh aufladen. (siehe unten).

Größe und Gewicht
Gewicht 327g (inkl. Akku)
Größe 64 x 67 x 127 mm

Akkulaufzeit (4,4)

Die Panasonic HDC-HS20 hat nur eine mittelmäßige Akkulaufzeit, 1 Std., 27 Min., 46 Sek. (88 Minuten). Dies ist nicht sehr lange für einen Flash-Speicher-Camcorder, der eigentlich länger halten sollte als einer mit vielen beweglichen Teilen, wie z.B. eine interne Festplatte. Offensichtlich verbrauchen High Definition Camcorder oft mehr Energie als Standard Definition Camcorder, aber hier liegt die HS20 deutlich hinter den Wettbewerbern.  (So testen wir die Akkulaufzeit)

Akkulaufzeiten im Vergleich

Diese Tatsache ist besonders enttäuschend, weil Panasonic es nicht möglich macht, den Akku während Aufnahmen zu laden. Muss der Akku gewechselt oder vom Batterie- auf Strombetrieb gewechselt werden, muss das Gerät ausgeschaltet werden. Dadurch werden möglicherweise wichtige Momente verpasst, wie z.B. der Monolog der Tochter oder vom Sohn bei einer Schulaufführung. Um es auf den Punkt zu bringen: Wer Aufnahmen von über einer Stunde plant, braucht entweder eine Steckdose für den gesamten Zeitraum, einen besseren Akku – oder einen anderen Camcorder. Wir wiederholen uns hier vielleicht, doch die Wahrheit ist, dass die meisten Camcorder gekauft werden, um die Sportveranstaltungen und die Aufführungen der Kinder oder Hochzeiten aufzunehmen. Und mit den immer größeren Speicherkarten ist es möglich immer längere Zeiträume aufzuzeichnen – eine 32GB-Karte kann inzwischen bis zu 4 Stunden Filmmaterial speichern.
Die HDC-HS20 erschwert längere Aufnahmezeiten. Wenn Panasonic die DC-Buchse außerhalb des Batterie Hohlraums anbringen würde, könnte zumindest der Akku gewechselt werden, ohne Aufnahmen unterbrechen zu müssen.

Es ist nicht möglich den Camcorder
während der Aufzeichnung aufzuladen

LCD & Sucher (8,0)

Im Gegensatz zu vergleichbaren, höherwertigen Modellen, wie der HDC-HS300 und HDC-TM300, hat die HDC-HS20 keinen Sucher. Der 2,7 Zoll große Display ist alles, was zur Gestaltung von Aufnahmen und zur Beurteilung von manuellen Anpassungen zur Verfügung steht. Die Auflösung des LCD ist mit 230.400 Pixel Standard unter den Consumer-Camcordern. Doch gegenüber dem Modell des letzten Jahres, (die HDC-SD9 hatte eine Display-Auflösung von 300.000 Pixel) ist das eine Verschlechterung. Wie bei den meisten Camcordern kann das LCD um bis zu 270 Grad gedreht werden, für verschiedene Aufnahmewinkel oder Selbstaufnahmen.

Bei den neuen Panasonic-Modellen ist der
2,7 Zoll Monitor ein Touchscreen

Es gibt zwei Möglichkeiten, um die Helligkeit des Bildschirms einzustellen. Die Auswahl: Eine von vier Power-Einstellungen oder eine von elf Helligkeitstufen.  Die Funktion Power-LCD (im Setup-Menü) ermöglicht die Einstellung der Bildschirmhelligkeit zwischen +2, +1, 0 oder -1. Die Veränderung des Bildschirms sind bei jeder dieser Einstellungen sehr deutlich. Die Helligkeitsfunktion ermöglicht hingegen kleine Anpassungen der Bildschirmhelligkeit. Diese Funktion ist auch mit einer Farb-Anpassung kombiniert, die elf Stufen bietet, mit der die Farbdichte des Monitors eingestellt werden kann. Hier ist zu bedenken, dass die Helligkeit des LCD es einfacher macht, den Display in einer hellen Umgebung gut zu erkennen. Allerdings beeinflusst das die Lebensdauer des Akkus sehr stark. Außerdem ist zu beachten, dass eine Änderung der Helligkeit oder Farbe des LCD einen falschen Eindruck von dem endgültigen Ergebnis der Aufnahmen vermitteln kann. Aus diesen Gründen sollten, wenn möglich, die Standard-Einstellungen des LCD beibehalten werden.

Eine letzte Anmerkung zum Display der Panasonic HDC-HS20: Der Bildschirm ist die einzige Möglichkeit, um Beleuchtung, Fokus und Rahmen zu beurteilen. Da alle Befehle mit dem Touchscreen eingegeben werden, wird der Display wahrscheinlich sehr schnell mit Fingerabdrücken übersät sein. Um dies zu vermeiden sollte entweder der Fingernagel oder der mitgelieferte Stift genutzt werden.



Menüs (4,25)

Die Menüs bei der Panasonic HDC-HS20 sind recht unkompliziert, auch wenn nicht jede Funktion intuitiv angeordnet ist. Es gibt drei Stellen, die für manuelle Einstellungen benötigt werden. Zunächst gibt es die Menü-Funktion nur im manuellen Modus, der über die F-Pfeil-Taste auf dem Touchscreen erreichbar ist. Hier sind Bildanpassungen wie Weißabgleich, Belichtungszeit, Blende und Fokus untergebracht. Ebenfalls hier zu finden sind Gegenlichtkompensation, MagicPix, und Gesichtserkennung. Einige dieser Optionen sind im Aufnahmesetup zusätzlich abgebildet, andere nur im FUNCTION-Menü. Das Aufnahmesetup hat eine viel längere Liste von Features, die Motivprogramme, Rahmen, automatischer Belichtungsverzögerung und Mikrofon beinhaltet. Die Video-Lampe und der optische Bildstabilisator sind in keinem der beiden Menüs zu finden, sondern sind Tasten am Monitor. Nennt uns Traditionallisten – aber wir bevorzugen es, wenn alle Funktionen in einem Menü zu finden sind. Quick-Menüs sind sehr hilfreich, um den Zugang zu den am häufigsten verwendeten Funktionen zu erleichtern, spart aber nicht viel Zeit, wenn versehentlich im falschen Menü gesucht wird.


Viele primäre Funktionen sind im
Aufnahme-Einstellung Menü

Es gibt aber einige manuelle Kontrollen,
die man nur im Funktions-Menü findet

Das dritte Menü ist das Setup-Menü, wo sich u.a. Datum und Uhrzeit einstellen, LCD-Anpassungen, Medien-Optionen befinden. Zumindest gibt es hier nicht viele Überraschungen, die Erwartungen werden erfüllt. Es ist eine Standard Einstellung für Camcorder Menüs.

Das Setup-Menü hat die übliche Reihe
von administrativen Funktionen

Es gibt eine Menü-Funktion, die für Einsteiger besonders nützlich ist: die Info-Taste. Wird die Info-Taste aktiviert, erscheinen hilfreiche Tipps mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Menüpunkten. Dies verzögert die Menü-Navigation erheblich, hilft aber sehr die Bedeutung der einzelnen Features besser zu verstehen. Es wäre wünschenswert, dieses Feature auch im Funktions-Menü zu haben, damit Einsteiger wichtige Tipps zum Weißabgleich oder Iris abrufen können. 

Die Info-Taste aktiviert ein hilfreiches
Tool – die Werkzeug-Tipps

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