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Panasonic HDC-HS20

Panasonic HDC-HS20
Seite 4

Zusammenfassung Lowlight-Verhalten



• Lichtempfindlichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen ist unterdurchschnittlich: 50 IRE bei 21 lux
• Verglichen mit der Konkurrenz sind die Farben dumpf und ungenau
• Bildrauschenniveau ist sehr niedrig, die gröbsten Störungen werden durch die Unschärfe der Bildes jedoch verdeckt.


Minimale Beleuchtungsstärke (1,4)

Die Panasonic HDC-SD9 hatte im letzten Jahr in dieser Kategorie die besten Ergebnisse erzielt. Nicht so die HS20. In unserem Test zur Ermittlung der minimalen Beleuchtungszeit brauchte die Panasonic eine Mindestbeleuchtung von 21 lux um den Höchststand von 50 IRE auf unserem Wavermonitor zu produzieren, nur einen Lux besser als das Ergebnis vom letzten Jahr. Viele Camcorder opfern etwas von der minimalen Beleuchtungszeit um schärfere Bilder zu erhalten, oder umgekehrt. Die HDC-HS20 hat in beiden Tests keine sonderlich guten Ergebnisse erzielt. (So testen wir die minimale Beleuchtungsstärken)

Erforderliche Mindestbeleuchtung *
*je geringer der benötigte Lux-Wert, desto besser das Bild

Da die meisten Hersteller in diesem Jahr die Sensorauflösung erhöht haben, ist die Konkurrenz bei der minimalen Beleuchtungszeit nicht sehr groß. Die Canon HF20 brachte die, für den Test notwendigen, 50 IRE nur mit 22 lux zustande und selbst die Highend-Kamera von Canon, die HF S100, verblüffte mit einem hohen Wert von 16 Lux.   Von allen Videokameras, die wir in diesem Jahr getestet haben, hat als einzige die Sanyo VPC-HD2000 bisher eine vorzeigbare und beeindruckende Leistung in der minimalen Beleuchtungszeit erbracht, sie erreichte die 50 IRE mit nur 9 Lux. Ähnliches hatten wir eigentlich von allen top HD-Camcordern erwartet. 

Minimale Beleuchtungsstärke
Modus Panasonic HDC-HS20 Canon HF20 Sanyo VPC-HD2000 JVC GZ-HD320
Automatischer Lichtverstärker 21 Lux 18 Lux 9 Lux 27 Lux

Lowlight-Farbwiedergabe (4,42)

Von der schlechten minimalen Beleuchtungszeit ausgehend, ist es keine Überraschung, dass die Panasonic HDC-HS20 in der Lowlight-Farbwiedergabe unterdurchschnittlich war. Für alle Videokameras ist es schwierig gut beleuchtete Videos zu produzieren. Die HS20 hat bei 60 Lux einen Farbfehler von 7,28 mit einer Farbsättigung von nur 56,87 % erreicht. (So testen wir die Lowlight-Farbwiedergabe)

Automatische Lowlight-Farbwiedergabe
Farbtestgrafik (oben), Fehlerchart (rechts)
Bei schlechter Beleuchtung hatte die Panasonic HDC-HS20 in unserem Farbwiedergabe-Test einen Fehlerwert von 7,28 und eine Sättigung von 56,87 %. (Die Grafik auf der rechten Seite zeigt die inkorrekte Farbwiedergabe. Die Richtung und Länge der Linien weisen darauf hin, wie die Kamera die einzelnen Farben verarbeitet.)

Diese Ergebnisse sind fast identisch mit denen der Panasonic HDC-SD9 vom letzten Jahr. Da kommt der Gedanke auf, dass Panasonics Mittelklasse-Kameras nicht für Benutzer gedacht sind, die eventuell unter schlechten Lichtbedingungen filmen wollen. Selbst die Canon HF20, deren Aufnahmen dunkler erscheinen (s.u.), hat genauere und lebendigere Farben als die HS20, bei der die Farben verwaschen und glanzlos wirken.

Lowlight-Farben im Vergleich
Panasonic HDC-HS20 Canon HF20
Sanyo VPC-HD2000 JVC GZ-HD320

Von allen bisher in 2009 getesteten Videokameras ist die Sanyo VPC-HD2000 unser klarer Favorit, was die Lowlight-Farbwiedergabe angeht. Die Scharfzeichnung ist nicht so gut wie bei der Canon HF20 oder der HF S100, aber die Farben sind stark, lebendig und genau wiedergegeben. Sieht man sich die Vergleichsgrafik oben an, ist es kaum zu erkennen, dass die Sanyo dieses Bild bei 60 lux aufgenommen hat. Wir haben nicht erwartet, dass die Panasonic ebenso gute Ergebnisse erzielt wie die Sanyo. Aber um so viel schlechter sollte diese Leistung nicht sein. 

Testergebnisse Lowlight-Farbwiedergabe im Vergleich

Lowlight-Bildrauschen (12,23)

Das Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen der Panasonic HDC-HS20 ist wesentlich besser als das der Konkurrenz. Wir haben einen Rauschwert von 0,455 % gemessen. Vergleichen mit den Rauschwerten der Canon HF20 deutlich geringer. (So testen wir das Lowlight-Bildrauschen)


Bildrauschen bei 60 lux Auto
Panasonic HDC-HS20
100% Crop
Canon HF20
100% Crop
Sanyo VPC-HD2000
100% Crop
JVC GZ-HD320
100% Crop

Wie oben im Abschnitt über das Bildrauschen bereits erwähnt, sind numerische Ergebnisse zwar wichtig, sagen allein aber noch nicht viel aus. Die Panasonic HDC-S20 mag die besseren Rauschwerte haben. Doch hochauflösende Details - einschließlich des feinen Bildrauschens - werden durch verschwommene Aufnahmen verdeckt. Die Canon HF20 zeigt deutlich, wie sehr der Scharfeindruck das sichtbare Rauschen beeinflusst (siehe Ausschnitte oben). Dadurch, dass die Canon so viele Informationen verarbeitet, werden die Bildstörungen eher hervorgehoben.

Die besten Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen sind oft Folge einer guten Balance von Lichtempfindlichkeit, Auflösung und Datenverarbeitung. Die Canon HF20 und die Sanyo VPC-HD2000 haben bei schlechter Beleuchtung ähnlich gut abgeschnitten. Und auch wenn die Canon schärfere Aufnahmen filmt, bevorzugen wir die helleren und klareren Bilder der Sanyo vor denen der Canon. Denn diese sind nicht nur dunkler sondern zeigen auch mehr Rauschen. Die Panasonic HDC-HS20 arbeitet eher wie ein günstiger Camcorder, der für die YouTube-Generation designt wurde. Fazit ist, dass die Panasonic nicht die beste Wahl für längere Aufnahmen in dunklen oder dämmrigen Umgebungen ist. 

Testergebnisse Lowlight-Bildrauschen im Vergleich
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