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Panasonic HDC-HS300

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Fotofunktionen
Panasonic HDC-HS300
Seite 8

Zusammenfassung Bedienung & Handhabung



• Fokusring ist ein präzises Tool für manuelle Einstellungen
• Intelligente Automatik sind vor allem für Anfänger genial und funktionieren sehr gut
• Für Benutzer die sich langsam der manuellen Bedienung annähern wollen, ist das Fehlen einer Zwischenlösung (einige automatische mit ein paar manuellen Einstellungen) störend
• Der Sucher ist ausfahrbar, kann aber nicht geschwenkt werden


Benutzerfreundlichkeit (6,0)

Die Panasonic HDC-HS300 hat eine im Großen und Ganzen selbsterklärende Menüführung, vor allem für Anfänger. Die Standardeinstellung ist letzten Endes ein automatischer Betrieb, der die manuellen Einstellungen und etliche weitere Funktionen, die sich sonst in den Menüs befinden, ausblendet. Mit dieser Automatik muss man nur noch das Motiv einfangen. Für mehr Hilfestellung gibt es dann noch die intelligente Automatik (siehe auch automatische Bedienung). Im iA Modus wendet der Camcorder die intelligente Szenenwahl, die intelligente Kontraststeuerung, Gesichtserkennung und Bildstabilisierung an um das bestmögliche Video aufnehmen zu können. Sowohl im regulären Automatikbetrieb als auch im iA Modus kann das AF/AE Tracking benutzt werden, das ein bestimmtes, auf dem Touchscreen ausgewähltes Motiv, verfolgt – auch wenn es sich bewegt. Die Nutzung ist unglaublich einfach.

Leider ist diese tolle Technologie nicht für fortgeschrittene Hobbyregisseure ausgelegt. Panasonic erwartet, dass Benutzer entweder den Easy Modus benutzen oder aber die gesamten Einstellungen manuell vornehmen. Sobald der manuelle Betrieb eingeschaltet wird, verschwinden alle cleveren und guten iA Funktionen. Das heißt, um ein paar einfache Weißabgleichs-Einstellungen vorzunehmen, müssen einige der besten Funktionen der HS300 ausgeschaltet werden, wie AF/AE-Tracking: Einem überaus guten Feature, das Panasonics Wechsel zum Touchscreen mehr als gerechtfertigt.

Das macht die manuellen Einstellungsmöglichkeiten noch unzugänglicher. Eine bessere Ausgewogenheit zwischen manuellen und automatischen Einstellungen bietet die Sony HDR-XR520VE. Andererseits hat die Panasonic einige Features, die den Wechsel für Anfänger erleichtern, allen voran die Info-Taste. Wird dieses eingestellt, werden Tipps und Erklärungen zu den einzelnen Features angezeigt, wie z.B. für Digitalkino oder Gegenlichtkompensation, etc. Die Info-Taste ist sowohl im Hauptmenü als auch im Schnell-Menü benutzbar, aber nicht im Funktionsmenü. Somit werden Funktionen, die nur in diesem Menü verfügbar sind (wie Weißabgleich, Belichtungszeit und Iris) werden nicht erklärt, außer man greift auf die Bedienungsanleitung zurück – die wiederum ist gut.


Mit der Info-Taste erhält man wertvolle Tipps

Ein anderes hilfreiches Feature soll der Shooting Guide sein, mit dem der Camcorder Tipps für gute Videoaufnahmen gibt. Das einzige was uns hier aufgefallen ist, waren gelegentliche Warnungen, dass die Videokamera zu schnell bewegt wird.

Handhabung (6,75)

Die Panasonic HDC-HS300 lässt sich wie jede andere Videokamera handhaben. Der Camcorder ist ein bisschen größer als die meisten anderen heutzutage, doch für ein High-End-Camcorder ist die Größe durchschnittlich. Die rechte Seite ist ein bisschen klobig, vor allem weil dort die 120 GB Festplatte angebracht ist. Doch es ist nicht allzu schlimm und die Panasonic liegt besser in der Hand als die Sony HDR-XR520VE. Der Zoomregler liegt gut unter dem Zeigefinger und die Festplatte gibt einem besseren Halt. Auf der Rückseite befinden sich die Start/Stop-Taste und das Moduswahlrad, die beide leicht mit dem Daumen erreichbar sind, während der Camcorder in der Hand gehalten wird.

Die 120 GB Festplatte macht die rechte Seite
etwas unförmig 

Der Fokusring ist eines der wichtigsten Bedienelemente der HS300. Panasonic baut seit einigen Jahren Fokusringe in den Top-Modellen ein. Der Fokusring ähnelt den vorangegangenen Modellen. Er ist groß und leicht zu fassen und arbeitet sehr gleichmäßig. Manchmal fühlt es sich an als würde sich der Ring zu schnell drehen, was die präzise Einstellung einer Funktion ein bisschen erschwert. Es ist auch unverständlich, warum der Fokusring bei offenem LCD nur für den Fokus und den Zoom benutzt werden kann. Wird der Sucher benutzt und der LCD geschlossen, können auch Weißabgleich, Belichtungszeit oder Iris mit dem Fokusring eingestellt werden, je nachdem welche Funktion zugewiesen wurde. Es scheint als wolle Panasonic jeden dazu zwingen den Touchscreen zu benutzen und wir verstehen wirklich nicht, wie ein Feature wie der Fokusring so eingeschränkt werden konnte. Doch der Ring selbst funktioniert tadellos und ist einfacher zu benutzen als das Wahlrad an der Sony HDR-XR520VE oder der Canon HF S100.

Großartig: Der Fokusring für
manuelle Einstellungen

Neben dem Fokusring für manuelle Einstellungen, hat Panasonic auch eine Menge automatischer Funktionen in die HDC-HS300 eingebaut. Die meisten Funktionen sind gut über den Touchscreen zu erreichen, der sowohl Segen als auch Fluch ist. Der Touchscreen hat ein einfaches Interface und die Funktionen können mit der Fingerspitze aktiviert werden. Doch den Bildschirm für Funktionseinstellungen usw. zu benutzen heißt auch, dass er voller fettiger Fingerabdrücke ist.

Der digitale Sucher kann ausgefahren, aber
nicht geschwenkt werden und ist sehr
ungemütlich bei der Benutzung 

Die Tasten an der Panasonic HDC-HS300 sind nicht sehr gut ausgeführt, vor allem die Membran-Tasten am unteren Rad des LCD. Diese Tasten sind in den Rahmen eingebaut, was bedeutet, dass sie kräftig gedrückt werden müssen um zu reagieren. Die restlichen Tasten sind auch nicht die Besten, doch es gibt nur wenige andere Tasten auf der HDC-HS300. Die iA- und Pre-Rec-Tasten, links oben eingebaut, sind klein und geben nicht viel nach, wenn sie gedrückt werden. Die OIS-Taste (für den Bildstabilisator), die innerhalb der LCD-Einfassung angebracht ist, verschmilzt mit dem Camcorder, ist leicht zu übersehen und schwierig zu drücken. Die Tasten zur Aktivierung der manuellen Bedienung, die vorne am Camcorder angebracht sind, sind nicht schlecht ausgeführt. Doch wenn der Bildschirm aufgeklappt und geschwenkt wird, sind sie verdeckt und schwer zu erreichen.

Stabilisation (9,41)

Die Panasonic HDC-HS300 hat einen optischen Bildstabilisator, der mit einem Tastendruck aktiviert werden kann. In unsrem TEst hat der Camcorder geringe und große Verwackelungen sehr gut ausgeglichen. Bei geringer Erschütterung hat die HDC-HS300 60 % der Verwackelungen ausgeglichen. Bei hoher Erschütterung hat das OIS sogar noch besser funktioniert, und 71 % der Verwackelungen ausgeglichen. Beide Resultate sind, für einen Camcorder dieser Preisklasse, sehr gut. (So testen wir Stabilisatoren)

Interessant ist, dass die HS300 besser abgeschnitten hat als das Vergliechsmodell die HDC-TM300. Das liegt wahrscheinlich am höheren Gewicht der HS300. Die Sony HDR-XR520V hat die besten Ergebnisse in diesem Bereich erzielt, die Sanyo VPC-HD2000 mit ihrem digitalen Stabilisationssystem dagegen die schlechtesten. Die Canon HF S100 hat zwar ebenfalls nicht überragend abgeschnitten, aber um Meilen besser als die Sanyo.

Tragbarkeit & Tragekomfort (5,25)

Die Panasonic HDC-HS300 hat eine durchschnittliche Größe für einen High-End-Camcorder, vor allem für einen der eine Festplatte hat. Die Videokamera ist offensichtlich größer als die günstigere HDC-SD20 und auch mehr als 100 g schwerer als das Schwestermodell, die HDC-SD300, die nur auf SD/SDHC-Karten aufzeichnet. Somit fällt die klobige Festplatte weg und der Camcorder wird leichter. Langfristig ist eine 120GB Festplatte ein Vorteil, da die Aufnahmen nicht andauernd gesichert werden (obwohl wir die regelmäßige Datensicherung natürlich empfehlen) und auch keine Speicherkarten extra mitgenommen werden müssen.

Die HDC-HS300 hat keine Taschengröße, passt aber locker in eine kleine Kameratasche oder eine große Handtasche. Von der Größe her sind die Canon HF S100 und die Sony HDR-XR520VE ähnlich (plus/minus ein paar Millimeter), doch die Sony ist wegen der größeren Festplatte beträchtlich schwerer. Wer High-End-Performance mit einem kleinen Camcorder kombinieren will, sollte sich an die Sanyo VPC-HD2000, die mit ihrem außergewöhnlichen Hochkantformat etwa 311 g wiegt.      

Größe und Gewicht
Gewicht 520 g (inkl. Akku)
Größe 73 x 70 x 141 mm

Akkulaufzeit (5,1)

Der von Panasonic beigefügte Akku hielt insgesamt 102 Minuten und 19 Sekunden durch (1 Stunde, 42 Minuten, 19 Sekunden). Für einen HD-Camcorder guter Durchschnitt. Weder die Sony HDR-XR520VE noch die Canon HF S100 haben so lange durchgehalten, doch die Unterschiede sind sehr gering. Bis auf die Sanyo VPC-HD2000 haben alle Camcorder in diesem Set ein offenes Batteriefach, in die auch leistungsfähigere Akkus eingelegt werden können.    (So testen wir die Akkulaufzeit)

Akkulaufzeiten im Vergleich

Nicht anders als in vielen anderen Panasonic-Modellen, wurde auch in der HDC-HS300 der Stromanschluss merkwürdig platziert. Der Anschluss ist innerhalb des Batteriefachs, was bedeutet, dass der Akku herausgenommen werden muss, wenn der Camcorder an den Strom angeschlossen werden soll. Der Camcorder muss also ausgeschalten, also die Aufnahme unterbrochen, werden, wenn von Akku- auf Strombetrieb umgestellt werden soll. Für lange Aufnahmen unmöglich.

Der Stromanschluss ist im Batteriefach platziert

LCD & Sucher (9,0)

Die Panasonic HDC-HS300 hat sowohl einen LCD-Bildschirm als auch einen elektronischen Sucher mit 0,44 Zoll. Wahrscheinlich werden die meisten Benutzer den Bildschirm für die Aufnahmen benutzen. Dass Panasonic den Sucher überhaupt eingebaut hat ist jedoch sehr gut. Sony hat ebenfalls einen Sucher in die HDR-XR520VE eingebaut, Canon hat bei der HF S100 jedoch darauf verzichtet.

Der LCD-Bildschirm der HDC-HS300 ist 2,7 Zoll groß und hat eine Auflösung von 230.400 Pixel, eine normale Ausführung für einen Consumer Camcorder. Nur die Sony HDR-XR520VE hat einen größeren Bildschirm (3,2 Zoll) mit einer besseren Auflösung (921.000 Pixel). Wie üblich kann man den LCD um 270 Grad drehen, so dass von verschiedenen Winkeln aufgenommen werden kann.

Der 2,7 Zoll LCD-Bildschirm

Es gibt auch ein paar Helligkeitseinstellungen für den LCD. Mit Power LCD (Zugriff über das Schnell- oder Setup-Menü) kann man zwischen Auto, +2, +1, 0 oder -1 gewählt werden. Die Helligkeit des LCD lässt sich über das Menü auch manuell einstellen (mit elf Stufen). Die HDC-HS300 hat auch eine Farbanpassungsfunktion, die die Farbe des LCD an die eigenen Bedürfnisse anpasst. Die Anpassungen des Bildschirms haben keinen Einfluss auf die Aufnahmeeinstellungen.

Wir finden es toll, dass die HDC-HS300 einen Sucher hat. Und an hellen, sonnigen Tagen ist der Sucher ein Segen. Doch Panasonic hat ein bisschen geschlampt. Der Sucher lässt sich zwar ausfahren, doch er kann nicht nach oben geschwenkt werden. Er ist aus Hartplastik, was nicht sehr gemütlich ist, aber der Diopter lässt sich mit einem kleinen Rad einstellen. Auch die Helligkeit des Suchers kann, auf einer Skala von -16 bis +16, eingestellt werden. Auch hier gilt: Anpassungen im Sucher haben keinen Einfluss auf die Aufnahmen. Der Sucher hat eine Auflösung von 183.000 Pixel.  

Der digitale Sucher lässt sich ausfahren

Touchscreens sind sehr beliebt für Einstellungsänderungen. Bei der Panasonic sind viele Möglichkeiten bei Nutzung des Suchers überhaupt nicht gegeben. Wer seine Nägel für die Einstellungen benutzt beugt fettigen Fingerabdrücken auf dem Bildschirm vor. Es gibt auch die Möglichkeit OSD an- und auszuschalten, was die Anzeigen auf dem LCD reduziert, wobei aber die verbleibende Aufnahme- und Akkulaufzeit versteckt werden.

Menüs (4,0)

Das Menü der Panasonic HDC-HS300 ist ziemlich einfach zu navigieren, obwohl es viele Optionen gibt, die man durchgehen kann. Einstellungen können in drei Menüs vorgenommen werden: dem Aufnahme-Einstellungs-, dem Foto- und dem Einrichtungsmenü. Das Funktionsmenü wird über das F-Symbol in der linken unteren Ecke des LCD aufgerufen. Damit kann auf wichtige manuelle Einstellungsmöglichkeiten, wie Weißabgleich, Blende und Belichtungszeit, zugegriffen werden. Im automatischen Modus gewährt das Funktionsmenü nur Zugriff auf ein paar Motivprogramme und iA-Funktionen. Da die Symbole nicht beschriftet sind, ist es ein bisschen Schwierig sich im Funktionsmenü zurecht zu finden, doch es ist nicht so kompliziert, dass man es nicht schnell lernen könnte.


Das Funktionsmenü im Videomodus
Das Funktionsmenü im Foto-Modus

Die Menü-Taste auf der Konsole des LCD öffnet das Hauptmenü-System der HDC-HS300. Hier befinden sich das Aufnahme-Einstellungs-, das Foto, das Medienauswahl- und das Einrichtungsmenü. In der Aufnahme-Einstellung befinden sich hauptsächlich Funktionen mit denen die Einstellungen verändert und das Bild an die eigenen Präferenzen angepasst werden. Die Funktionen im Menü sind leicht zu finden und die Navigation ist einfach, doch es  ist mit 7 Seiten etwas groß geraten. Sowohl der Video- als auch der Foto-Modus erlaubt den Zugriff auf das Aufnahmemenü. Im Foto-Modus zeigt das Menü nur die Funktionen an, die für Fotoaufnahmen relevant sind (wie Motivprogramme, Führungslinien, Telemakro usw.), und hat damit viel weniger Auswahl. Es wäre übersichtlicher, wenn diese Optionen im Foto-Menü des Foto-Modus zu finden wären.

Das Foto-Menü beinhaltet Funktionen für Fotoaufnahmen. Das Menü ist viel kleiner als das Aufnahmemenü (nur drei Seiten lang) und kann ebenfalls über Video- oder Foto-Modus erreicht werden. Im Medienauswahl-Menü kann zwischen Aufnahmen auf dem Festplattenspeicher und Speicherkarten gewechselt werden.


Aufnahme-Menü
  Foto Menü

Das dritte große Menü ist das Einrichtungsmenü, in dem Uhrzeit, LCD, Medien, Sprache u.v.m.. eingestellt werden kann. Viele Überraschungen gibt es hier nicht. Alles, was von einem Setup-Menü erwartet wird, ist hier auch zu finden.

Das Setup Menü

Auf dem LCD-Rahmen ist auch die Q.Menü-Taste (Schnell-Menü). Wird diese Taste gedrückt, öffnet sich eine Reihe von kleinen Symbolen auf dem Bildschirm. Mit jedem Symbol lässt sich eine bestimmte Funktion bzw. Einstellung schnell ändern. Dieser schnelle Zugriff auf wichtige Funktionen ist eine großartige Idee. Doch die kryptischen Zeichen auf den Symbolen machen das erste Navigieren schwierig. Wirklich schnell wird das Q.Menü erst, wenn man einige Erfahrung damit sammeln konnte. Hilfe verspricht die Info-Taste, mit der das Menü jedoch ziemlich langsam wird.


Das Schnell-Menü im Videomodus
Das Schnell-Menü im Foto-Modus

Ein weiteres nützliches Feature ist die Info-Taste, die in jedem Menü der HDC-HS300 benutzt werden kann. Die Taste ist mit einem kleinen 'i' beschriftet und befindet sich unten in der Mitte des Bildschirms. Sobald eine Funktion angewählt wird, öffnet die Info-Funktion Hilfe- und Informationsfenster in denen erklärt wird, welche Einstellungen damit vorgenommen werden können und wie die Aufnahmen dadurch verändert werden. Damit wird die Navigation durch das Menü zeitaufwendig. Doch für Anfänger ist diese Hilfsfunktion sehr nützlich. Nur im Funktionsmenü ist das Feature nicht vorhanden – schade.


Die Info-Funktion
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