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Die besten getesteten Camcorders

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Zusammenfassung Bedienung & Handhabung
• Easy Q macht die Bedienung für Anfänger einfach und stellt alle Funktionen auf Automatik
• Wegen des skurrilen Designs ist die Handhabung einzigartig
• Die R10 hat einen Digitalen Bildstabilisator, die Tragbarkeit ist sehr hoch und die Akkulaufzeit ist auch gut.
• Der LCD ist 2,7 Zoll groß, hat die Touchscreen Technologie und ein paar zusätzliche Knöpfe am Rand
• Menüs sind einfach durchzublättern – es gibt aber sehr viele Funktionen
Fotofunktion (Seite 9 von 16) Wiedergabe & Anschlüsse

Benutzerfreundlichkeit (7,25)


Die Samsung HMX-R10 ist sehr benutzerfreundlich.Der Camcorder hat nur wenige Knöpfe am Gehäuse, was ihn weniger gedrängt und abschreckend wirken lässt. Um es noch einfacher zu machen, hat Samsung die Easy Q Funktion eingefügt. Wird Easy Q eingeschaltet stellt der Camcorder auf Vollautomatik um. Das bedeutet Einstellungen wie Belichtung und Fokus werden vom Camcorder übernommen, während der Nutzer sich ganz auf das Motiv konzentrieren kann (zoomen funktioniert auch noch im Easy Q Modus). Um es narrensicher zu machen, verweigert Easy Q den Zugriff auf das Menü der R10, im Wesentlichen ist der Nutzer gezwungen komplett automatisierte Funktionen zu nutzen.

Um die Features der R10 ausprobieren zu können muss Easy Q ausgeschaltet werden. Hier wird es ein bisschen komplizierter. Für manuelle Einstellungen ist das Touchscreen-System grauenhaft. Es ist einfach nicht genau genug, und wir haben die Bildschirmtasten oft mehrmals drücken müssen, bevor irgendetwas passiert ist. Es gibt jedoch auch gut umgesetzte Touchscreen-Features. Der Touch Point Fokus zum Beispiel funktioniert reibungslos mit dem Touchscreen, und auch der Weißabgleich auf Knopfdruck. Die Navigation der Menüs ist einfach mit dem Touchscreen, es gibt aber keine Hilfe- oder Info-Taste für Anfänger. Die Bedienungsanleitung ist ebenfalls sehr gut, die gibt es aber nur auf der mitgelieferten CD oder als Download auf Samsungs Webseite.

Der einzige Aspekt der HMX-R10 der uns ein bisschen beunruhigt ist das eigentümliche Design und die möglichen Probleme die damit verbunden sind. Nutzer, die an die herkömmlichen Camcorder gewohnt sind, könnten von dem angewinkelten Objektiv und dem Fehlen der Handschlaufe auf der rechten Seite etwas abgeschreckt werden, der Camcorder ist gewöhnungsbedürftig. Sobald man den Dreh raus hat ist die Handhabung aber ziemlich einfach.

Handhabung (6,5)


Die Einzigartigkeit der Samsung HMX-R10 hat mehrere Gründe. Erstens hat der Camcorder ein angewinkeltes Objektiv, das um 25 Grad erhöht ist. Das heißt, bei Aufnahmen muss der Camcorder angewinkelt werden um ein gerades Bild zu erhalten – ganz anders als die Aufnahmen in Augenhöhe an die viele erfahrene Hobbyfilmer gewöhnt sind. Ist es einfacher mit diesem Design aufzunehmen? Manchmal. Wer es bevorzugt den Camcorder nahe am Körper oder an der Hüfte zu halten, wird keine Probleme haben. Die R10 auf herkömmliche Weise zu halten ist aber ein bisschen schwierig, wie das Foto unten zeigt.

Wegen des angewinkelten Objektivs muss die R10 für Aufnahmen
nach unten gekippt werden_

Am Gehäuse der HMX-R10 sind nicht allzu viele Knöpfe und Tasten angebracht, da die meisten Funktionen über den Touchscreen eingestellt werden. Hält man den Camcorder in der Hand, mit dem Daumen auf dem Aufnahmeknopf hat man die beste Kontrollmöglichkeit. Doch der Camcorder lässt sich so schwer halten, da ihm die Handschlaufe fehlt. Samsung liefert einen braunen Lanyard mit, der auf der rechten Seite des Camcorders befestigt werden kann. Doch dieser bietet wenig bis gar keine Stütze.

Zusätzliche Bedienteile sind auf dem LCD-Rand angebracht

Am besten halten lässt sich der Camcorder mit dem Daumen auf der Oberseite, wie im Foto unten dargestellt. Nicht nur, dass der Camcorder besser in der Handfläche liegt, der Halt ist auch besser. Das abgerundete Gehäuse der R10 passt so sehr gut in die Hand. Natürlich kommt man so nicht leicht an den Zoomregler, der weiter hinten angebracht ist. Deswegen hat Samsung diese Kontrollknöpfe auch am Rand des LCD angebracht. So kann der Camcorder wie auf dem Foto unten gehalten werden und mit der linken Hand kann gezoomt und der Start/Stop Knopf bedient werden. Diese Knöpfe sind gut ausgeführt, besser als ähnlich platzierte Knöpfe anderer Hersteller.

Die R10 liegt besser in der Hand wenn sie
andersherum gehalten wird

Der Bildschirm der R10 ist mit der Touchscreen Technologie ausgestattet. Man kann also davon ausgehen, dass der LCD nach einer Weile voll fettiger Fingerabdrücke ist. Der Touchscreen-LCD hat keine Neuheiten und ist im Grunde derselbe wie bei der Sanyo oder der Panasonic. Manuelle Einstellungen mit dem Touchscreen können ganz schön nervtötend sein, durch die Menüs blättern ist aber nicht so schlimm.

Das Gehäuse der HMX-R10, das es in Schwarz und Silber gibt, ist matt lackiert und Fingerabdrücke zeigen sich nicht so schnell, zerkratzt aber leicht. Die R10 hat auch keine Objektivabdeckung, so dass man beim Transport besonders vorsichtig sein muss. Es wäre toll gewesen, wenn Samsung den Camcorder etwas stabiler gebaut hätte, vor allem weil er so kompakt und gut tragbar ist.


Der Camcorder hat keine Handschlaufe –
nur ein braunes Lanyard wird mitgeliefert


Stabilisation (1,64)


Die Samsung HMX-R10 hat einen digitalen Bildstabilisator, der während der Aufnahmen ein- und ausgeschaltet werden kann. Wir würden ein optisches Bildstabilisationssystem (OIS) bevorzugen, das ist aber normalerweise nur in High-End Camcordern zu finden. Das Bildstabilisationssystem der R10 hat in unserem Test nicht sehr gut abgeschnitten. Im Test mit geringer Erschütterung hat der Camcorder die Verwackelungen um 16 % reduziert. Bei hoher Erschütterung jedoch hat der Camcorder keinerlei Verbesserung der Verwackelungen gezeigt. (So testen wir Stabilisatoren)


Tragbarkeit & Tragekomfort (9,82)


Für einen Mittelklasse-Camcorder ist die HMX-R10 sehr leicht – auch wenn das Durchschnittsgewicht der Camcorder jedes Jahr geringer wird. Die R10 wiegt ohne Akku nur 229 g, mit sind es etwa 30 g mehr.Das Gesamtgewicht von etwa 260 g ist wesentlich geringer als das der Sanyo VPC-HD2000 (311g) und das der JVC GZ-X900 (298g). Um den Camcorder besser transportieren zu können, ist auch ein gepolsterter Beutel mit Klettverschluss im Lieferumfang enthalten.

Es gibt aber kleinere Camcorder auf dem Markt als die HMX-R10. Die ultrakompakten Flash-Camcorder wie die Flip Ultra HD oder die Sony Webbie HD Modelle passen leicht in eine Hosentasche. Auch die R10 passt in eine Hosentasche, vorausgesetzt diese ist groß. Auch das komplette Fehlen eines internen Speichers ist nicht so gut, man muss sich an Ersatzkarten erinnern. Gut ist, dass alle Anschlüsse am Gehäuse zu finden sind, so spart man sich das Mitschleppen von Dockingstationen, etwas, das sowohl die JVC GZ-X900 als auch die Sanyo VPC-HD2000 erfordern. 

Größe und Gewicht
Gewicht 229 g (ohne Akku)
Größe 38,3 x 56,8 x 128,2 mm

Akkulaufzeit (5,5)


Das Akku der HMX-R10 hat 1 Stunde, 50 Minuten und 18 Sekunden gehalten. Für einen so kleinen Camcorder eine ansehnliche Zeit. Besser als die Akkulaufzeit der JVC GZ-X900 und die der Panasonic HDC-HS20. Alle Camcorder außer der Panasonic HDC-HS20 haben ein geschlossenes Batteriefach. Das Bedeutet, dass keine größeren, länger haltbaren Akkus eingesetzt werden können. Das Batteriefach der Samsung ist unten am Camcorder angebracht, im selben Fach wie der SD/SDHC-Steckplatz. (So testen wir die Akkulaufzeit)

Akkulaufzeiten im Vergleich


Das geschlossene Batteriefach ist auf der Unterseite angebracht

LCD & Sucher (7,99)


Die Samsung HMX-R10 hat keinen Sucher, was bedeutet die Aufnahmen müssen mit Touchscreen-LCD ausgerichtet werden. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 230.000 Pixel und die Größe von 2,7 Zoll ist Durchschnitt.Der LCD lässt sich um bis zu 180 Grad drehen (wie die meisten) und hat ein paar Helligkeits- und Kontrasteinstellungen.

Der wichtigste Aspekt ist die Touchscreen-Technologie. Wer Touchscreens nicht mag, den wird die R10 nicht umzustimmen wissen. Die Funktionen sind wie bei allen Touchscreens, wenn auch etwas genauer als das System von Panasonic. Leider kann der Touchscreen der R10 nicht justiert werden, etwas was sowohl Panasonic als auch Sony bieten.

Der 2,7 Zoll Touchscreen-LCD

Auf dem Rahmen, links vom Bildschirm, befinden sich einige Knöpfe: Q.Menü, Zoom und ein zusätzlicher Aufnahme-Start/Stop. Wenn der Camcorder mit beiden Händen gehalten wird, kann mit der linken die Aufnahme gestartet und gezoomt werden, während die rechte den Camcorder hält – normal oder umgekehrt mit dem Daumen oben.

Helligkeit und Farbe des LCD kann ebenfalls eingestellt werden, wobei beide Funktionen 36 Abstufungen haben. Es gibt auch ein Feature, das sich LCD Enhancer nennt. Wird die LCD Optimierung eingeschaltet, wird der Kontrast des Bildschirms verbessert. Laut Samsung soll das vor allem im Freien, bei hellem Tageslicht helfen, wir haben aber keinen großen Unterschied bemerkt. Um den Akku zu schonen kann 'Auto LCD Aus' eingeschaltet werden: Wird der Camcorder länger als 2 Minuten nicht betrieben wird der LCD gedimmt, und wieder hochgefahren, wenn ein Knopf oder der Bildschirm gedrückt wird.

Menüs (6,5)


Das Menüsystem der Samsung HMX-R10 ist nicht allzu kompliziert. Der Camcorder hat aber eine Menge Funktionen, und das Menü ist ein bisschen voll. Um das Menü zu öffnen, muss das kleine Symbol in der unteren rechten Ecke des LCDs angetippt werden. Dieses Symbol ist immer gleich, egal ob Video-, Foto- oder Wiedergabemodus. Das Menü ist in zwei Tabs aufgeteilt. Das erste enthält alle Aufnahmefunktionen, das zweite alle Grundeinstellungen.


Die Aufnahmefunktionen im Videomodus…
… und im Fotomodus

Die Aufnahmefunktionen für Videos sind auf sechs Seiten, die für Fotos auf sieben Seiten verteilt. Um das Menü durchzublättern, müssen die Pfeilsymbole oben links angetippt werden. Mit dem Touchscreen ist das kein Problem, und das Menüsystem reagiert im Großen und Ganzen gut. Zwischen den Funktionen ist genug Abstand (4 pro Seite), so dass sie leicht angewählt werden können. Das Menü Aufnahmefunktionen hat einen durchsichtigen Hintergrund, für Funktionen die das Bild verbessern sollen (wie z.B. Weißabgleich), ist das vorteilhaft.

  Das Menü Grundeinstellungen

Das Menü Grundeinstellungen ist ähnlich aufgebaut wie das für Aufnahmefunktionen, allerdings ist der Hintergrund nicht durchsichtig und es gibt insgesamt sieben Seiten. Dieses Menü bleibt in jedem Modus gleich (Video, Foto und Wiedergabe). Hier können Funktionen wie LCD Helligkeit, Camcorder Soundeffekte, Datum und Zeit eingestellt werden. Auch die Darstellungssprache kann hier eingestellt werden – und die Samsung R10 hat 29 zur Auswahl.


Das Wiedergabemenü im Videomodus…
…und im Fotomodus

Sowohl im Video- als auch um Fotomodus hat das Wiedergabemenü der R10 zwei Seiten. Die Funktionen unterscheiden sich aber. Die HMX-R10 hat auch ein Quick Menu. Geöffnet wird es mit dem 'Q'-Symbol auf dem Bildschirm. Das Quick Menu wird aus vier Funktionen zusammengestellt, die der Nutzer selbst bestimmen kann, also die 4 Funktionen wählen, die am meisten genutzt werden. Foto-, Video- und Wiedergabemodus haben je ein eigenes Quick Menu. Das ist ein sehr nützliches Feature und man muss nicht mehr durch die lange Funktionsliste der R10 blätter um eine Funktion auszuwählen, wenn man nicht mehr als vier Funktionen regelmäßig benutzt.

Samsung HMX-R10 Vergleichscamcorder
JVC GZ-X900 Sanyo VPC-HD2000 Panasonic HDC-HS20
JVC GZ-X900 Sanyo VPC-HD2000 Panasonic HDC-HS20

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