Sanyo Xacti VPC-CG10
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Wiedergabe & Anschlüsse
Zusammenfassung Bedienung & Handhabung
• Im 'Simple Menü' sind 95 % der Funktionen nicht verfügbar
• Liegt gut und stabil in der (rechten oder linken) Hand
• Die einzige Möglichkeit manuelle Einstellungen vorzunehmen oder in den Menüs zu navigieren ist der ungenaue, billige Joystick
• Außer dem Akkudesign ein gutes Konzept: Klein, leicht und gut tragbar
Benutzerfreundlichkeit (4,5)
Die Sanyo VPC-CG10 mag mehr Einstellungsmöglichkeiten haben als die ultrakompakten Camcorder wie die Flip UltraHD, doch das hat seinen Preis. Die CG10 ist entschieden komplizierter in der Handhabung als die Camcorder zum 'einfach mal drauf los filmen'. Das liegt vor allem am Menüsystem, das ziemlich vollgepackt ist. Damit wird die Navigation durch die vielen Funktionen, die eventuell für die Aufnahmen eingestellt werden sollen, schwierig.
Um Einsteigern mit einem einfacheren Interface das Leben zu erleichtern, beinhaltet die Sanyo deshalb ein Simple Menü – das 95 % aller Funktionen unterdrückt. Doch selbst das Auffinden dieses Menüs ist nicht ganz so simpel. Im untersten linken Eck des Hauptmenüs hat Sanyo die Option versteckt. Dieses kleine S/N-Icon kann leicht übersehen werden, vor allem wenn man nicht weiß wonach man suchen soll. Das Interface ist im Simple Menü übersichtlicher und die Handhabung einfacher. Es gibt nur drei Funktionen: Video- und Fotoauflösung, Fokus und Blitz. Und sogar die sind beschnitten – es sind nur zwei Video-/Fotoauflösungen verfügbar (HDTV- und Web-Format).
Das frustrierende am Simple Menü ist: Es ist so versteckt und es beseitigt quasi die Funktionalität des Camcorders. Ein echter und guter Einfach-Modus würde Tipps und Tricks anzeigen, und mehr automatische Funktionen anbieten. Die CG10 tut nichts davon.
Handhabung (5,25)
Wie bei der HD2000 hat auch die VPC-CG10 den 'Pistolengriff'. Für diejenigen, die an traditionelle, horizontale Camcorder gewöhnt sind, ist dieses Design ein bisschen sonderbar. Doch in dieser Preislage finden sich wenige traditionelle Camcorder. Echte Konkurrenten für die CG10 sind die Pure Digital Flip Modelle, die RCA Small Wonder und die Kodak Zi6 oder Zx1 – und die sind alle im Handyformat.
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| Die Sanyo VPC-CG10 ist sehr klein |
Verglichen mit diesen ultrakompakten Camcorder-Designs ist die CG10 sehr stabil und liegt gut in der Hand. Joystick und Knöpfe lassen sich leicht mit dem Daumen bedienen. Außerdem ist sie kleiner und leichter als die Zx1. Das Fehlen eines Griffriemens wird da weniger ins Gewicht fallen. Camcorder wie der Flip UltraHD haben überhaupt keinen Griff in dem Sinne, und können manchmal rutschig sein. Außerdem wird das Mikro oder sogar das Objektiv schnell mit den Fingern abgedeckt. Nicht mit der Sanyo VPC-CG10, die super leicht in der Hand liegt – egal ob es die linke oder die rechte Hand ist.
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| Der Joystick ist einfach zu bedienen, die Kamera liegt gut in der Hand |
Das große Defizit in der Handhabung der CG10 ist der Joystick. Er ist sehr schlecht ausgeführt, und das macht die Funktionsauswahl schwieriger als nötig. Der Joystick ist nicht präzise genug für schnelle manuelle Bildeinstellungen oder Menünavigation. Wird der Joystick gedrückt, fühlt man keinen Unterschied zwischen links/rechts oder einfachem andrücken für Bestätigungen. Es gibt schlimmere Joysticks, an älteren Camcordern… Nur wenige der neuen Modelle haben noch Joysticks – und die sind besser ausgeführt.
Stabilisation (0,0)
Die Sanyo VPC-CG10 hat einen digitalen Bildstabilisator, der aber nicht viel Unterschied macht. Die Bilder der CG10 waren mit eingeschaltetem DIS sogar verwackelter als ohne. Das ist keine sehr große Überraschung, bedenkt man, dass die Sanyo VPC-HD2000 ebenfalls keinerlei Verbesserung durch das DIS gezeigt hat. (So testen wir Stabilisatoren)
Tragbarkeit & Tragekomfort (12,68)
Für einen Camcorder ist die Sanyo VPC-CG10 wirklich sehr klein und sehr gut tragbar. Man kann die Videokamera mit Leichtigkeit in eine Hosentasche packen (auch wenn das Objektiv rausschauen würde). Außerdem wird das Display durch einklappen geschützt, was bei den anderen Budget-Camcordern meistens nicht der Fall ist.
Das Aufnahmemedium ist ein weiterer Vorteil der CG10. Speicherkarten sind klein und können überall hin mitgenommen werden. Ist eine Karte voll, kann sie einfach ausgetauscht werden. SDHC-Karten können aber auch leichter verloren gehen als interne Speicher. Um auf den Karten Platz zu schaffen muss man entweder das USB- und/oder AV-Kabel mitnehmen. Doch glücklicherweise muss nicht auch noch eine Dockingstation mitgeschleppt werden, wie bei der HD2000.
Wirklich frustrierend ist eigentlich nur der Akku – aufladen und aufzeichnen gleichzeitig geht nicht. Der Camcorder hat schlicht und einfach keinen Netzanschluss, der Akku muss rausgenommen und im mitgelieferten Ladegerät separat aufgeladen werden (siehe unten).
| Größe und Gewicht | |
| Gewicht | 188 g |
| Größe | 72 x 38 x 112,8 mm |
Akkulaufzeit (4,0)
Die Aukkulaufzeit der Sanyo VPC-CG10 betrug nur 1 Stunde 20 Minuten und 18 Sekunden (das sind etwa 80 Minuten). Das ist viel weniger als alle vergleichbaren Camcorder erreichen, die typischerweise eine Batterielebenszeit von über 100 Minuten haben. (So testen wir die Akkulaufzeit)
| Akkulaufzeiten im Vergleich |
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Die Akkulaufzeit scheint angemessen zu sein. Wir hätten aber gerne eine bessere Lösung für das Aufladen gesehen, vor allem in Bezug auf gleichzeitige Aufnahmen. Panasonic hatte das gleiche Problem: Der Netzanschluss ist hinter dem Akku im Batteriefach angebracht, was das Aufladen des Akkus parallel zu Videoaufnahmen unmöglich macht. Der große Unterschied ist, dass die Panasonic an eine Steckdose angeschlossen werden kann und es so möglich ist weiter aufzunehmen. Die CG10 funktioniert nur mit dem Akku. Ist dieser leer, muss entweder gewartet werden, bis der Akku wieder aufgeladen ist, oder es muss ein Ersatzakku her (nicht mitgeliefert).
Die große Mehrheit der Camcorder hat dieses Problem erst gar nicht. Viele ultrakompakte Camcorder werden entweder mit AA-Batterien betrieben (die leicht ausgewechselt werden können) oder mit eingebauten Akkus, die es erlauben den Camcorder an den Strom anzuschließen und trotzdem weiter aufzunehmen. Bei wenigen Modellen (wie der Flip MinoHD) werden die Akkus über das USB-Kabel aufgeladen, was die Flexibilität ebenfalls etwas einschränkt. Da die Sanyo VPC-CG10 eine eher traditionelle Videokamera ist, ist dieses Manko eigentlich unentschuldbar. Hinzu kommt, dass in das geschlossene Batteriefach kein größerer Akku hineinpasst. Ein Ersatzakku ist daher keine so schlechte Idee…
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| Der Akku ist in einem geschlossenen Fach untergebracht. Er kann nur mit dem Ladegerät aufgeladen – muss also rausgenommen – werden |
LCD & Sucher (8,58)
Die Sanyo VPC-CG10 hat einen 3 Zoll großen LCD mit einer Auflösung von 230.000 Pixel. Der Bildschirmkann ausgeklappt und um 285 Grad gedreht werden. Das macht Selbstaufnahmen sehr einfach – etwas, das die Flip UltraHD und viele andere Konkurrenzmodelle, bis auf die Sony Webbie MHS-PM1 mit ihrem schwenkbaren Objektiv, nicht haben. Der große LC-Display ist hervorragend für die gute Ausrichtung der Aufnahmen geeignet. Und auch wenn die Navigation in den Menüs nicht ganz so easy ist, wenigstens sind sie gut les- und sichtbar: 3 Zoll sind für einen Camcorder-LCD ziemlich groß, und es gibt sieben Helligkeitsstufen.
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| Der 3-Zoll LCD ist ziemlich groß für den kleinen Camcorder |
Kein Touchscreen und keine Knöpfe am und um den Bildschirm |
Einen Sucher hat die CG10 nicht, für gute Ausrichtung der Aufnahmen muss mit dem LCD-Bildschirm vorlieb genommen werden.
Menüs (3,75)
Die Menüs sind ein klarer Schwachpunkt der Sanyo VPC-CG10. Um in den Genuss aller Features zu kommen muss der 'Normal'-Modus eingestellt werden – der total überladen ist und nicht hübsch anzuschauen. Die Features sind willkürlich über sechs Tabs verteilt. Die drei Reiter des Aufnahmemenüs und die drei des Optionsmenüs sind zwar einleuchtend, doch selbst hier scheinen manche Zuweisungen sehr willkürlich zu sein. Wenn so viele Funktionen zur Verfügung stehen sind willkürlich angeordnete Menüs einfach ein Albtraum. Selbst nach einer Woche mussten wir jedes einzelne Tab nach der gewollten Funktion durchsuchen.
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| Das Menü kann ein wenig einschüchternd wirken | Im Simple Menü sind so gut wie keine Funktionen |
Wem das Normal Menü zu überfüllt ist, der kann sich an das 'Simpel' Menü halten, das – wie angekündigt – einfach ist. Das Problem hier ist, dass kaum Funktionen zur Auswahl stehen. Sanyo hat zu viel weggelassen, einschließlich einiger Funktionen, die selbst für die unwissendsten Hobbyfilmer einfach zu bedienen wären. Im Aufnahmemenü befinden sich Video- bzw. Fotoauflösung, Fokusart und Blitzeinstellung. Bei der Wiedergabe sind es Diashow, Wiedergabelautstärke und Löschen...
Fokusart scheint eine sehr merkwürdige Wahl zu sein, vor allem weil die meisten Einsteiger eher die Motivprogramme schnell finden wollen. Das schöne am Simple-Menü sind die Symbole: Sie sind groß, klar und deutlich beschriftet, und beschreiben die einzelnen Funktionen. Für Anfänger wäre das bei der Nutzung der Flut an manuellen Einstellungen wünschenswert.
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| Es gibt ein separates, aber genauso überfülltes Wiedergabemenü… |
…sowie eine simple Version |
Alle, die für das größere Normal-Menü bereit sind, müssen sich nur die Zeit nehmen, die gewünschten Funktionen zu suchen. Aber selbst dann könnten ein paar sehr versteckte Funktionen übersehen werden – der Belichtungsausgleich sowie die automatische Fokus- und Belichtungssperre z.B. können nur über die Joystick-Shortcuts (einzustellen über das Optionsmenü) angepasst werden.
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