Sanyo Xacti VPC-CG10
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Videoformate & AufzeichnungsmedienWeiter: Seite 7
Fotofunktionen
Zusammenfassung Bedienelemente
• Hervorragend: Weißabgleich, automatische Belichtung und automatischer Fokus
• Verschiedene Bemessungsmethoden für die Belichtung, unterschiedliche Methoden zur Scharfstellung
• 5-faches optisches Zoom hat nur eine Geschwindigkeit
• Manueller Fokus nur in festgelegten Stufen
• Blendenautomatik, Zeitautomatik, manuelle Blende/Verschlusszeit, manuelle Belichtung
• ISO für Video- und Fotoaufnahmen
Automatische Aufnahmen (9,32)
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| Mit dem Joystick wird in den Menüs navigiert und Einstellungen vorgenommen |
Das Vorhandensein von manuellen Einstellungsmöglichkeiten ist eines der größten Vorteile bei der CG10 gegenüber anderen Camcordern unter 300 Euro. Denn obwohl Benutzer wenigstens die Möglichkeit haben wollen manuelle Einstellungen vorzunehmen, müssen sie sich bei Billig-Camcordern oft auf die automatischen Aufnahme-Einstellungen verlassen – Flip und ähnliche Modelle haben überhaupt keine manuellen Einstellungen.
Das setzt voraus, dass Camcorder in dieser Preisklasse im Automodus recht gute Videos aufnehmen. Die CG10 kriegt das ganz gut hin. Die Scharfstellung ist schnell und gleichmäßig; der schlagartige und unvermittelte Fokus kann nur manuell eingestellt werden. Die Belichtungseinstellung funktioniert ebenfalls problemlos, auch wenn sie bei zwei extrem gegensätzlichen Lichtbedingungen etwas langsam ist. Zusätzlich hat die CG10 mehrere Fokusverfahren und Lichtmessungen. Der Autofokus kann auf Spot- oder 9-Punkt-Sucherfokus, die Belichtungsmessung auf Mehrzonenmessung, mittenbetonter Lichtmessung oder Spotlightmessung eingestellt werden.
Der Weißabgleich der Sanyo VPC-CG10 ist ebenfalls hervorragend, was bei den ultrakompakten Camcordern eine echte Seltenheit ist. Die Sony Webbie MHS-PM1 hat einen starken Weißabgleich, doch viele andere Budget-Camcorder (wie die Flip UltraHD und die Zx1) ist der automatische Weißabgleich aber miserabel. Schlimmer noch: Die meisten ultrakompakten Camcorder haben auch keinen manuellen Weißabgleich – man muss sich mit der automatischen Farbabstimmung zufrieden geben. Lowlight-Modus
Im automatischen Modus stellt sich die Sanyo automatisch auf eine längere Belichtungszeit ein. Die VPC-CG10 bietet aber auch die Möglichkeit, die Helligkeit der Bilder bei schlechten Lichtbedingungen manuelle zu verbessern, wie z.B. die Einstellung der Belichtungszeit, Blende, Belichtung und ISO. Es gibt auch einen Hochempfindlichkeits-Modus, mit dem die Verschlusszeit auf 1/15 reduziert und die Lichtempfindlichkeit auf max. 1600 ISO erhöht wird. Motivprogramme können die Aufnahmen bei schlechtem Licht ebenfalls verbessern (siehe unten).
Die Sanyo VPC-CG10 hat eine Reihe von Motivprogrammen, die für die automatischen Einstellungen genutzt werden können: Sport, Portrait, Landschaft, Nachtportrait, Schnee & Strand, Feuerwerk und Dunkel.
Zoom (4,0)
Auf der Rückseite der Sanyo VPC-CG10 befindet sich ein Schieber für den Zoom. Theoretisch könnte dieser auf Druck verschiedene Zoomgeschwindigkeiten produzieren. Doch wir haben weder einen schnellen Zoom noch einen kurzen, abgehackten Zoom hinbekommen. Es passiert gar nichts, bis der Schieber halb rauf- oder runter geschoben wurde. Die HD2000 hat zwar einen ähnlichen Schieber, aber wir konnten den Zoom mit verschiedenen Geschwindigkeiten bedienen. Während des Zooms erscheint eine Skala, mit der angezeigt wird, wie weit man in ein Motiv hineingezoomt hat – diese Skala ist allerdings nicht sehr präzise, da der Zoombereich nicht mit Zahlen abgebildet ist.
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| Mit dem Zoomschieber kann die Zoomgeschwindigkeit nicht verändert werden |
Auch wenn der Zoom nicht der beste ist, er ist auf alle Fälle viel besser als das, was an anderen Camcordern dieser Preisklasse geboten wird. Die Flip-Modelle (und viele ähnliche Camcorder) haben nur ein popeliges 2-faches digitales Zoomobjektiv, die mit den Pfeiltasten gesteuert werden. Auch der Camcorder mit einem traditionelleren Zoomregler,der Sony MHS-PM1, bietet nur ein zweifaches Zoom.
Zoombereich (2,55)
Die Sanyo VPC-CG10 hat ein fünffaches optisches Zoom – das ist mehr als die meisten Camcorder dieser Preisklasse bieten. Mit dem 'Pistolengriff' ist das auch leichter: Da der Objektivtubus größer ist als bei den ultrakompakten Camcordern, passen alle notwendigen Zoombauteile leicht hinein. Die CG10 hat auch einen zusätzlichen 12-fachen, digitalen Zoom – wir raten vom Gebrauch jedoch ab, vor allem für Aufnahmen in der höchsten Bildqualität.
Fokus (4,25)
Viele hochwertige Camcorder haben für die manuelle Einstellung der Schärfe inzwischen einen Objektivring oder ein Einstellungsrad. Sanyo lässt uns das leider immer noch mit dem Joystick machen. Sowohl mit der CG10 als auch der HD2000 kann zwischen verschiedenen, fest eingestellten Fokus-Stufen gewählt werden. Die VPC-CG10 hat insgesamt 16 Stufen, von 1 cm bis unendlich. Am unteren Ende dieser Abstufung finden sich 1cm, 2cm und 5cm. Wie aber soll das funktionieren, wenn das Motiv 3,5 cm vom Objektiv entfernt ist? Man bewege den Camcorder, bis er entweder 2 oder 5 cm vom Motiv entfernt ist – ist doch ganz logisch…
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| Der manuelle Fokus der G10 |
Unserer Meinung nach sollte die Einstellung des Fokus gleichmäßig und reibungslos vonstatten gehen. Der Joystick ist zwar nicht die beste, aber besser als die Touchscreen-Lösung. Es ist auch besser als das komplette Fehlen eines manuellen Fokus, wie bei vielen Konkurrenzmodellen. Die CG10 bietet wenigstens eine rudimentäre Kontrolle über den Fokus. Und falls diese Art der Fokuseinstellung nicht gefällt: Der automatische Fokus ist wirklich gut.
Der automatische Fokus stellt alle Motive in einer Entfernung von 50 cm bis unendlich scharf, während der Super Macro auf Objekte fokussiert, die 1 cm bis 1 m vom Objektiv entfernt sind.
| Belichtungseinstellungen |
| -1,8 bis +1,8 in Schritten von 0,3 EV (insgesamt. 13) |
| Blendeneinstellungen |
| 3,5 - 4,0 - 4,7 - 5,6 - 6,8 - 8,0 |
| Belichtungszeiten |
| Im Modus Belichtungsautomatik, Zeitautomatik oder manuellen Betrieb (60i Bildfrequenz): 1/30, 1/60, 1/100, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/1500 Im Hochempflindlichkeits- oder Dunkel Modus: 1/15, 1/30, 1/60, 1/100, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/1500 Für Fotos: 4, 2, 1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/100, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/1500 |
| Weißabgleicheinstellungen |
| Automatisch, Sonne, Bewölkt, Leuchtstoff-, Glühlampenlicht, Manuell |
| Lichtverstärker-Einstellungen |
| ISO 50, ISO 100, ISO 200, ISO 400, ISO 800, ISO 1600 |
Belichtung (7,3)
Wie auch bei der schlechten Menüführung der Zx1, ist die manuelle Belichtungseinstellung bei der VPC-CG10 in den Tiefen des Menüs versteckt. Standardmäßig hat Sanyo den Belichtungsausgleich dem Joystick zugeordnet. Wer das ändert hat keine Möglichkeit auf den Belichtungsausgleich zuzugreifen. Noch verwirrender ist die Tatsache, dass im Aufnahmemenü ein Reiter für 'Belichtung' zu finden ist. Doch hier können nur Blenden- und Zeitautomatik eingeschaltet sowie Blende und Belichtungszeit manuell eingestellt werden.
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| Belichtungsausgleich ist bei den Schnelltasten zu finden |
Der Belichtungsausgleich ist zwar nicht einfach zu finden, doch die 13-stufige Skala, die von -1,8 bis +1,8 reicht, ist dafür umso leichter in der Handhabung.
Blende (8,5)
Das Aufnahmemenü der Sanyo VPC-CG10 hat eine Belichtungseinstellung, in der Benutzer zwischen Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik und manueller Einstellung wählen können. Im manuellen Modus können Blende und Verschlusszeit unabhängig voneinander eingestellt werden.
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| Die manuelle Blendeneinstellung der CG10 |
Die Blende kann in sechs Stufen von 3,5 bis 8,0 eingestellt werden. Eine kleine Warnung vorab: Uns ist aufgefallen, dass die Blende eine volle Sekunde braucht um auf den Joystick zu reagieren. Das ist sehr lange und extrem frustrierend.
Belichtungszeit (8,0)
Die Belichtungszeit kann ebenfalls über das Aufnahmemenü eingestellt werden. Es gibt auch eine Blendenautomatik, in der die Verschlusszeit manuell eingestellt werden kann, während die Blende automatisch eingestellt wird. Im manuellen Modus können sowohl Belichtungszeit als auch Blende unabhängig voneinander eingestellt werden. Und obwohl die CG10 viele verschiedene Verschlusszeiten anbietet, haben nur wenige dieser Einstellungen Einfluss auf die Videoqualität. Ist der Camcorder im Hochempfindlichkeits-Modus oder im Motivprogramm 'Dunkel', kann eine Belichtungszeit von 1/15s bis 1/1500s eingestellt werden. Für Fotos kann eine Langzeitbelichtung auf höchstens 4 Sekunden verlängert werden. Im normalen Videomodus sind die Möglichkeiten eingeschränkt: Die Verschlusszeiten reichen dann von 1/60s bis 1/1500s.
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| Belichtungszeit kann entweder über Blendenautomatik oder über den manuellen Belichtungsmodus eingestellt werden |
Weißabgleich (8,0)
Die VPC-CG1 hat zwar nicht viele Voreinstellungen für den Weißabgleich, doch das ist besser als nichts, was bei den meisten Konkurrenten der Fall ist. Budget-Camcorder wie die Flip-Modelle geben dem Benutzer keinerlei Möglichkeit den Farbausgleich einzustellen. Ist der automatische Weißabgleich gut, ist das überhaupt kein Problem. Doch manche ultrakompakte Camcorder haben einen schlechte Farbausgleich, und das Fehlen des Weißabgleichs ist eine echte Schande.
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| Es gibt nicht viele Weißabgleich-Voreinstellungen, aber der manuelle Weißabgleich funktioniert gut |
Die vorhandenen vier Voreinstellungen für den Weißabgleich (Tageslicht, Bewölkt, Fluoreszenz und Glühlampe) reichen normalerweise um für Aufnahmen in den meisten Lichtbedingungen. Sehr praktisch ist auch der 'Ein-Knopf' Weißabgleich. Die Resultate sind sehr genau, sogar besser als im automatischen Weißabgleich. Deshalb empfehlen wir: So oft wie möglich benutzen!
Lichtverstärker (5,0)
Immer mehr Camcorder-Hersteller bieten in ihren Consumer-Modellen Gain-Einstellungen an. Bei JVC kann der Lichtverstärker ausgeschaltet werden oder vom Camcorder automatisch eingestellt werden. Canon erlaubt das Ausschalten oder Einschränken des Lichtverstärkers, bei Panasonic kann der Gain bei voll geöffneter Blende erhöht werden. Sanyo Camcorder haben in diesem Jahr einen anderen Ansatz: Der Nutzer kann ISO ganz unabhängig von allen anderen Belichtungseinstellungen kontrollieren.
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| Mit der Einstellung von ISO kann der Gain manuell eingestellt werden |
Um schlechte Lichtverhältnisse zu kompensieren kann der Gain zwischen ISO 50 bis ISO 1600 eingestellt werden. Die Möglichkeit ISO während den Aufnahmen einzustellen wirklich ein Zuckerl – wir würden das gerne öfter sehen.
Farb- & Bildfunktionen (4,5)
Viele Bildeinstellungen bietet die Sanyo VPC-CG10 nicht. Es gibt weder eine Einstellung für Bildschärfe, noch für Farbtiefe oder Kontrast. Allerdings hat sie ein paar Einstellungen um die Farben in den Aufnahmen verändern. Der Unterschied zwischen den Einstellungen ist nicht groß, doch die Möglichkeit allein ist ein Vorteil (der – geringe – Unterschied ist in der Rubrik 'Farbwiedergabe' ersichtlich).
| Farb-/Bildfunktion | Beschreibung |
| Bildeinstellungen | Normal, Lebendig, Weich, Weich & Lebendig |
Sonstige Bedienelemente (2,0)
| Funktion | Beschreibung |
| Rauschunterdrückung | An/Aus, separate Rauschunterdrückung für Fotos |
| Super Macro | Scharfstellung auf Motive die sich sehr nahe am Objektiv befinden (Distanz ca. 1 cm bis 1 m) |
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