Sony Handycam HDR-XR520
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Wiedergabe & Anschlüsse
Zusammenfassung Bedienung & Handhabung
• Easy-Modus ist sehr benutzerfreundlich
• Die verschachtelten Menüs sind besonders für Einsteiger verwirrend
• Bildstabilisator ist hervorragend (besser als die Konkurrenz)
• Akkulaufzeit ist nur Durchschnitt – ein Zusatzakku ist ratsam
• Elektronischer Sucher, der sich ausziehen und hochklappen lässt
Benutzerfreundlichkeit (5,25)
Ein Grund, warum Sony gern gekauft wird, ist die Easy-Taste, die sich auf der linken Seite des Camcorders befindet. Im Easy Modus übernimmt der XR520 alle Einstellungen automatisch. Um die Bedienung zu erleichtern, werden hier keine manuelle Optionen angeboten. Text und die Anzeige auf dem Touch-Screen sind außerdem vergrößert dargestellt. Ein Konzept, das aufgeht. Der XR520 ist im Easy-Modus tatsächlich leicht zu bedienen. Der Benutzer kann sich ganz auf seine Aufnahmen konzentrieren und alle Einstellungen der Automatik überlassen.
Wer keine größeren Ambitionen hat, als auf die Aufnahmetaste zu drücken und loszufilmen, ist bei der Sony genau richtig. Die Aufnahme, Wiedergabe und das Überspielen von Material sind kinderleicht. Ein Stolperstein ist nur die Menügestaltung. Selbst im Easy-Menü gibt es zahlreiche mysteriöse Icons. Bis man den Dreh raus hat, wird man wahrscheinlich erstmal wahllos Knöpfe drücken, in der Hoffnung, den richtigen zu erwischen. Eine instinktive Menüführung ist das nicht. Wir sind mit vielen verschiedenen Camcordern vertraut, aber selbst wir haben oft daneben gegriffen. Glücklicherweise gibt es eine Hilfsfunktion, die per Pop-Up-Bildschirm Funktionen des Home-Menüs erklärt.
Wer seinen Camcorder lieber selbst einstellt, hat Glück. Sony hat alle manuellen Bedienelemente im Options-Menü untergebracht. Hier werden auch weniger erfahrene Benutzer einen Weißabgleich oder einen Belichtungsausgleich wagen können.
Eins steht der Benutzerfreundlichkeit jedoch wirklich im Weg: die vielen Knöpfe. Selbst Profis finden viele Tasten und Schalter an einer Kamera verwirrend. An der HDR-XR520 hat man einen richtigen Wust an Tasten angebracht, besonders auf der linken Seite der Kamera. Die meisten bedienen Funktionen, die nicht über die Menüs erreichbar sind. Schon ein Blick auf die Kamera und viele Anfänger werden Reißaus nehmen.
Handhabung (6,5)
Die Sony HDR-XR520V ist etwas größer als die meisten Flash-Speicher-Camcorder der Konkurrenz. Aber der Festplattenspeicher braucht etwas mehr Platz. Die zusätzliche Masse ist nicht unbedingt ein Nachteil – der Camcorder lässt sich gut greifen, besonders die Ausbuchtung an der Oberseite. Trotzdem liegt der HDR-XR520V nicht wirklich bequem in der Hand. Der lederne Griffriemen ist breit, hätte allerdings etwas besser gepolstert werden können.
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| Die Sony HDR-XR520 hat eine verwirrend viele Tasten |
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| Die Sony HDR-XR520 ist etwas größer als Camcorder mit Flash-Speicher |
Ein echtes Highlight ist das Funktionswahlrad, mit dem sich Bildschärfe, Belichtung, Belichtungsautomatik oder Weißabgleich einstellen lässt. Um zwischen den einzelnen Einstellungen zu wählen, muss man nur den Knopf vorne am Rad ein paar Sekunden gedrückt lassen. Das ist wesentlich praktischer als das neue Rad am Canon Camcorder, bei dem sich die Einstellungen nur über ein kompliziertes Menü regeln lassen.
Erfahrene Filmer wird es sicherlich auch freuen, dass der XR520 viel Flexibilität beim Drehen bietet. Es gibt eine zweite Aufnahme-Taste und einen zweiten Zoomregler am LCD-Bildschirm (das macht Filme von der Hüfte aus möglich). Der optische Sucher kann außerdem den LCD-Bildschirm ersetzten – eine tolle Alternative, besonders bei blendendem Sonnenlicht.
Stabilisation (10,82)
Die Sony HDR-XR520V hat einen optischen Bildstabilisator, der zwei Funktionslevel anbietet: Aktiv und Standard. Damit übertrumpft Sony die Bildstabilisation der Konkurrenz. In unserem Test schnitt der XR520V im Aktiv-Modus am besten ab – sowohl bei schwacher als auch bei hoher Erschütterungsrate. Beide Modi übertrafen alle Vergleichsmodelle, auch die hervorragende Panasonic HDC-HS300. Der Bildstabilisator des XR520 verbesserte das Bild um 68% bei leichter und um 86% bei starker Erschütterung. (So testen wir Stabilisatoren)
Eine Warnung: Wer mit der XR520V auf holpriger Straße filmen will, sollte auf den Memory Stick aufnehmen. Festplatten-Camcorder stoppen die Aufnahme, wenn die Umstände zu extrem sind, um auf Festplatte abzupeichern. Und das ist gut so – schließlich will man seine Festplatte nicht zerkratzen.Tragbarkeit & Tragekomfort (3,51)
Obwohl die Sony HDR-XR520V größer als die meisten ultra kompakten Camcorder erscheint, ist sie etwas kleiner als das Vorjahresmodell HDR-SR12. Das ist eine ganz schöne Leistung, vor allem wenn man bedenkt, dass die HDR-XR520V die doppelte Speicherkapazität hat (240 GB statt 120 GB). Ihr Gewicht beträgt etwa 590g. Die zusätzliche Masse hängt mit der 240 GB-Festplatte zusammen.
240 GB reichen aus, um 30 Stunden in bester HD-Aufnahmequalität zu drehen. Verringert man die Aufnahmequalität, kann man seinen gesamten Urlaub darauf abspeichern (in niedrigster HD-Qualität knapp 100 Stunden Material). Ein wohl neuer HD-Rekord. Die immense Speicherkapazität macht einen völlig unabhängig von Kasetten, DVDs oder Speicherkarten. Die Sony bietet allerdings zusätzlich die Aufnahme auf Memory Stick an (als alternatives Speichermedium oder zum Datentransfer).
Die 240 GB Festplatte macht die Sony zu einer der am leichtesten zu transportierenden Kameras auf dem Camcorder-Markt. Sie ist zwar etwas größer als die meisten Modelle, aber dafür ermöglicht sie 30 Stunden Aufnahme der höchten Qualität (das entspricht fünfzehn 16 GB-Speicherkarten). Allerdings sollte man aufpassen: einmal die Kamera fallen gelassen und schon sind alle Aufnahmen der letzten Jahre futsch. Deshalb die Aufnahmen immer absichern – selbst wenn man noch genug Platz auf der Festplatte hat.
| Größe und Gewicht | |
| Gewicht | 590 g (inkl. Akku) |
| Größe | 71 x 75 x 137 mm |
Akkulaufzeit (4,6)
Die DHR-XR520V hielt 91 Minuten und 57 Sekunden in unserem Akkutest durch. Das ist guter Durchschnitt für High Definition Camcorder dieser Preisklasse. Der Sanyo VPC-HD2000 hielt am längsten durch (111 Minuten), aber dafür befindet sich der Akku in einem geschlossenen Batteriefach und kann daher nicht ausgetauscht werden. Alle übrigen Vergleichsmodelle haben ein offenes Batteriefach, so dass man den mitgelieferten Akku gegen einen leistungsstärkeren austauschen kann. (So testen wir die Akkulaufzeit)
| Akkulaufzeiten im Vergleich |
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| Die HDR-XR520 hat ein offenes Batteriefach, so dass ein leistungsstärkerer Akku eingesetzt werden kann |
LCD & Sucher (11,72)
Die DHR-XR520V hat einen 3,2 Zoll LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 921.000 Pixel. Das ist einen guten Zentimeter größer als das 2,7 Zoll Display der meisten Camcorder (Canon HF S100, Panasonic HDC-TM300 und Sanyo VOC-HD2000). Der größere Bildschirm ist ein Plus, vor allem weil die Sony einen Touchscreen hat. Der zusätzliche Platz macht die Benutzung wesentlich einfacher. Auf der linken Seite des Displays befindet sich noch eine Reihe Tasten. Mit der ersten gelangt man ins Home-Menü, die mittleren zwei regeln den Zoom und die letzte ist eine zusätzliche Aufnahme-Taste. Wie schon erwähnt, sind diese Tasten etwas zu klein. Aber Benutzer, die gern mit zwei Händen filmen, werden sie zu schätzen wissen.
Die Bildschirmhelligkeit lässt sich durch einfachen Tastendruck einstellen (es gibt insgesamt 31 Helligkeits-Abstufungen). Es gibt auch einen LCD-Dimmer, um Strom zu sparen. Zusätzlich kann man noch die Farbkontraste einstellen (16 Abstufungen). Auf der untersten Stufe ist der Bildschirm fast schwarz-weiß, was einigen Benutzern das Einstellen von Schärfe oder Blende erleichtern wird. Eine Änderung der LCD-Farbe hat keinen Einfluß auf die Aufnahmen.
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| Der 3,2 Zoll LCD-Bildschirm hat eine Auflösung von 921.000 Pixel |
Es gibt kaum noch Consumer-Camcorder, die einen elektronischen Sucher haben, aber die Sony HDR-XR520V überrascht mit einem 16:9 Farbsucher. Er lässt sich herausziehen und hochklappen. Das Okular ist aus unnachgiebigem Hartplastik, was besonders für Brillenträger unpraktisch ist. Trotzdem wird man sich über den Sucher freuen, besonders wenn die gleißende Sonne am Strand ein Lesen des LCD-Bildschirms unmöglich macht. Die Okularjustierung erlaubt ein Scharfstellen der Sucherlinse. Die Panasonic HDC-TM300 hat ebenfalls einen Sucher, die Sanyo VPC-HD2000 und die Canon HF S100 nicht.
Leider kann man den Sucher und den Bildschirm nicht gleichzeitig benutzen. Wenn man also mit dem Sucher filmt, kann man die Menüs nicht über den Touchscreen bedienen. Einstellungen über das Funktionsrad lassen sich weiterhin vornehmen, aber andere Optionen sind unzugänglich.
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| Der Sucher lässt sich ausziehen und hochklappen |
Menüs (4,0)
Die Sony HDR-XR520V hat zwei Menüs: das Home-Menü und das Options-Menü. Jedes Menü wird durch ein Icon auf dem LCD-Bildschirm dargestellt. Alle Menü-Optionen können auch im Standby-Modus angewählt werden. Die Aufteilung der Funktionen ist mal wieder völlig willkürlich vorgenommen worden. Bis man mit der Kamera vertraut ist, wird man also viel Zeit mit Suchen verbringen, bis man die gewünschte Funktion findet.
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| Das Home-Menü | Das Options-Menü |
Im Options-Menü findet man alle manuellen Bildeinstellmöglichkeiten, wie Belichtung, Automatische Belichtung, Weißabgleich, Motivprogramme und Spotlichtmessung. Hier lässt sich auch der Aufnahme-Modus ändern und die Mikrofoneinstellungen vornehmen. Im Options-Menü sind alle Funktionen auf fünf Tabs verteilt worden. Netterweise hat Sony eine Hilfsfunktion eingerichtet, die viele der manuellen Bedienmöglichkleiten erklärt – leider gibt es sie nicht für alle Features und im Home-Menü ist sie noch spärlicher.
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| Das Video-Submenü | Das Foto-Submenü |
Das Home-Menü entspricht dem Funktions-Menü der meisten anderen Camcorder. Hier verstecken sich mehrere untergeordnete Menüs, die man über Tabs oder durch Scrollen erreichen kann. Verwirrenderweise tauchen hier einige Funktionen aus dem Options-Menü wieder auf, während andere Features fehlen. Der Benutzer muss sich also einprägen, wo er was findet. So kompliziert wie das Menü der Canon-Camcorder ist Sonys aber noch lange nicht. Man muss nur Geduld haben und sich in die Tiefen des Menüs wagen, um manche Funktionen zu finden. Und nicht immer geht alles sofort: Um beispielsweise die Funktionen des Funktionswahlrads zu ändern, muss man den Touchscreen fünf Mal berühren.
Im Easy Modus stehen die meisten Funktionen übrigens nicht zur Verfügung. Dafür werden der Text und die Icons größer dargestellt, um die Handhabung zu vereinfachen.
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| Das Video-Wiedergabe-Menü | Das Foto-Wiedergabe Menü |
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