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Sony Handycam HDR-XR520

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Fotofunktionen
Sony Handycam HDR-XR520
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Zusammenfassung Bedienelemente



• Auto-Mode und Weißabgleich sind hervorragend; Autofokus ist manchmal sehr langsam
• Das Funktionswahlrad eignet sich prima zur Einstellung der Bildschärfe und macht AE- und WB-Shift, sowie Blendeneinstellungen zum Kinderspiel
• Touchscreen Spotmesser und Spotfokus funktionieren gut
• Die Kombination von Belichtungsoptionen und AE-Shift bietet viel Flexibilität
• Keine manuelle Einstellung der Blende oder Shutterzeit möglich, keine Gain-Faktor-Kontrolle
• Keine große Auswahl an Farb- und Bildfunktionen


Automatische Aufnahmen (10,22)


Im Easy Modus wird das Funktionswahlrad
Sony HDR-XR520 nicht zum Einsatz kommen,
doch für die manuellen Einstellung ist es ein Segen

Die meisten Leute verlassen sich beim Filmen und Fotografieren ganz auf die Auto Mode. Bei der Sony HDR-XR520 ist es fast eine Schande, die vielen manuellen Bedienmöglichkeiten nicht in Anspruch zu nehmen. Aber die Automatik des Camcorders kommt auch mit kniffligen Aufnahmebedingungen zurecht.

Am besten hat uns die Belichtungsautomatik gefallen. Sie stellt sich innerhalb von ein bis zwei Sekunden auf die meisten Lichtbedingungen ein. Sony hat es auch dieses Jahr wieder geschafft, bei langsamen Schwenks fast stufenlose Übergänge zu erzielen – selbst bei einem kontrastreichen Hintergrund. Da kann die Konkurrenz einfach nicht mithalten.

Unterstützt wird die Belichtungsautomatik von einer Gegenlichtautomatik: Dunkle Motive im Vordergrund werden aufgehellt, ohne dass der Hintergrund überbelichtet wird. Und wem die Belichtungsautomatik nicht gefällt, kann sie mit dem AE-Shift korrigieren. Der AE-Shift ist bei Amateurkameras ein seltenes Feature, aber eins, das durchaus nützlich ist. Der AE-Shift gehört zu den vier Optionen, die man über das Funktionswahlrad einstellen kann. Es stehen neun Stufen zur Verfügung.

Der automatische Weißabgleich funktioniert ebenfalls überraschend gut, selbst unter schwierigen Bedingungen. Gibt es mehrere Lichtquellen (z.B. Kunstlicht und durchs Fenster einfallendes Sonnenlicht), wählt der Camcorder einfach eine Lichtquelle aus und orientiert sich daran. Nicht immer wird die beste Wahl getroffen, aber dann kann man immer noch zum manuellen Weißabgleich übergehen, der sehr leicht zu bedienen ist.

Wirklich enttäuschend an der XR520 ist nur der Autofokus, der mitunter sehr lange zur Scharfstellung braucht. Unter schlechten Lichtbedingungen ist das Fokussieren häufig ein Problem, aber bei der Sony hat es selbst in gut ausgeleuchteten Räumen 5 bis 6 Sekunden gedauert, bis auf ein Motiv scharfgestellt wurde. Von spontanen Aufnahmen kann da nicht mehr die Rede sein. Hat sich der Autofokus erstmal eingestellt, liefert er klare, scharfe Bilder – wenn auch manchmal etwas sprunghaft. Wie beim Instant AF der Canon springt der Fokus sofort um, wenn das Motiv wechselt, statt langsam scharfzustellen. Wer den traditonellen Look vorzieht, kann bei der Canon den Instant-AF ausschalten. Bei der Sony hat man diese Option nicht.

Natürlich muss auch Sony ein paar technologische Gimmicks anbieten, um auf dem HD-Camcorder-Markt mitzuhalten. Neben der Face-Detection-Technologie bietet die HDR-XR520 eine so genannte Lächel-Automatik an, die man manuell kontrollieren kann. Mit dieser Funktion erkennt der Camcorder, wenn eine gefilmte Person während der Aufnahme lächelt und knipst dann automatisch ein Bild. Die Lächelempfindlichkeit lässt sich in drei Stufen einstellen – von flüchtigem Grinsen bis zu breitem Siegerlächeln. Außerdem kann man Kindern oder Erwachsenen den Vorzug geben. Die Gesichtserkennung kann ein- oder ausgeschaltet werden. Außerdem hat man die Option, die Gesichtserkennungs-Rahmen auf dem LCD-Bildschirm anzeigen zu lassen.

Lowlight-Modi
Bei schlechten Lichtbedingungen gibt es keine Möglichkeit, die Bildfrequenz zu erhöhen. Sony hat jedoch ein paar seperate Aufnahme-Modi für Low Light-Situationen entwickelt. Im Low-Lux-Modus verlängert sich die Verschlusszeit auf 1/30s. Die gleiche Verschlusszeit scheint sich einzustellen, wenn man mit der kleinen Infrarot-Leuchte im Nightshot-Modus dreht.

Motivprogramme
Die Sony HDR-XR520 hat die übliche Auswahl an Motivprogrammen: Dämmerung, Dämmerung Porträt, Sport, Sonnenaufgang und -untergang, Feuerwerk, Landschaft, Porträt, Spotlight, Strand und Schnee. Für jede Spezialszene hat die Kamera vorprogrammierte Einstellungen, um das Motiv optimal auszuleuchten.


Zoom (5,5)

Der Zoomregler der Sony HDR-XR520 befindet sich oben auf der Kamera, wo er sich leicht mit dem Zeigefinger bedienen lässt (wer große Hände hat, mag es etwas unbequem finden). Es gibt keine festgelegten Zoomgeschwindigkeiten, aber der Regler reagiert schnell und zuverlässig. Wer einen ruhigen Finger hat, kann unglaublich langsame Zooms erreichen. Leider hat die Zoom-Skala keine Nummernwerte, an der man den Zoombereich exakt ablesen und bestimmen kann. Das macht es schwer, eine Aufnahme zu wiederholen.

Der Zoomregler reagiert schnell
und zuverlässig

Zoombereich (4,34)

Wie bei den meisten HD-Camcordern ist der Zoombereich nicht wahnsinnig beeindruckend. Die Sony HDR-XR520 hat einen 12-fachen optischen Zoom – das ist für einen kompakten HD-Camcorder ziemlich gut, verglichen mit den 60- bis 70-fachen optischen Zooms der SD-Camcorder allerdings nicht gerade beeindruckend. Die Panasonic HDC-HS300 hat ebenfalls einen 12-fachen Zoom, während die Canon HF S100 nur einen 10-fachen optischen Zoom bietet.

Die Sony HDR-XR520 hat auch einen digitalen Zoom (0x, 24x oder 150x). Wird der digitale Zoom aktiviert, erscheint auf der Zoom-Skala eine Trennlinie, so dass man optischen und digitalen Zoom voneinder unterscheiden kann. Wir raten generell vom Gebrauch des digitalen Zooms ab, da er die Bildqualität stark beeinträchtigt.

Bildschärfe (7,0)

Die Bildschärfe lässt sich an der Sony HDR-XR520 manuell am Touchscreen oder am Funktionswahlrad einstellen. Die Fokussierung am Touchscreen ist eher umständlich, vor allem weil dabei der halbe Display mit der Hand verdeckt wird. Außerdem ist es schwieriger, bei der richtigen Bildschärfe anzuhalten. Das Drehrad dagegen macht das manuelle Fokussieren zum Traum – simpel und präzise. Egal ob Touchscreen oder Funktionswahlrad, die Sony bietet stufenlose Bildschärferegulierung (bei anderen Camcordern lässt sich die Schärfe meist nur stufenweise einstellen). Eine Anzeige auf dem LCD-Bildschirm gibt die ungefähre Entfernung des Motivs an (von 0,1 bis 65m und unendlich). Die Messung ist präziser, wenn das Motiv weniger als 4 Meter vom Objektiv entfernt ist.



Manuelle Bildschärfe lässt sich kinderleicht
am Funktionswahlrad einstellen

Man kann am Drehrad schnell von
Funktion zu Funktion wechseln

Wem das manuelle Fokussieren zu viel ist, kann auch vom Spot-Fokus Gebrauch machen. Er stellt auf das Motiv scharf, dass man auf dem Touchscreen berührt. Die XR520 bietet den Spotfokus auch in Verbindung mit Spot-Belichtung – oder beide Funktionen seperat – an. Der Spot-Fokus ist häufig schneller als der langsame Autofokus und einfacher als der manuelle Fokus (eine Fokus-Hilfe wie bei manchen Konkurrenz-Modellen hat die Sony nicht).


Belichtungseinstellungen
Manuelle Belich.: 30 Schritte, keine Nummerierung.
Autom. Belich. (Automatische Belichtung): -4 to +4
Blendeneinstellungen
Keine
Belichtungszeiten
Keine
Weissabgleicheinstellungen
Auto, Aussen, Innen, Manuell
WB (Weissabgleich) Versch.: -4 to +4
Lichtverstärker-Einstellungen
Keine

Belichtung (8,5)

Die Sony HDR-XR520 bietet einen simplen, aber sehr effektiven Belichtungsausgleich. Es gibt insgesamt 30 Belichtungsstufen, was für einen Consumer-Camcorder sehr ordentlich ist. Belichtung kann über den Touchscreen oder das Funktionswahlrad eingestellt werden

Es gibt 30 Belichtungsstufen

Wem die manuelle Einstellung der Belichtung zu aufwändig ist, dem stehen zwei weitere Funktionen zur Belichtungseinstellung zur Verfügung. Die Spot-Messung passt die Helligkeit der Motive, die auf dem Touchscreen berührt werden, der Umgebung an. Das ist besonders dann hilfreich, wenn das aufgenommene Bildmaterial sehr kontrastreich ist. Die Spotmessung kann entweder seperat oder in Verbindung mit dem Spot-Fokus verwendet werden.


Der AE-Shift gibt zusätzlich Kontrolle
über automatische Belichtung

Die andere Möglichkeit ist, die Belichtung auf Vollautomatik zu stellen und die Helligkeit mit dem AE-Shift zu kontrollieren. Er ermöglicht eine fixe Verschiebung der automatischen Camcorder-Einstellung, so dass die Blende z. B. immer eine Stufe kleiner ist, als die Automatik sie einstellt. Allerdings stehen dem Benutzer hier nur 9 statt der 30 Belichtungsstufen im manuellen Belichtungsausgleich zur Verfügung. Der AE-Shift gehört zu den vier Funktionen des Funktionswahlrads.

Blende (0.0)

Bei der Sony HDR-XR520 ist es nicht möglich, den Blendenwert selbst zu bestimmen. Die Blendenautomatik funktioniert zwar hervorragend und bietet viele Optionen, aber erfahrenere Filmer werden die Möglichkeit zur manuellen Änderung des Blendenwerts vermissen.

Belichtungszeit (0.0)

Merkwürdigerweise bietet die Sony bei der HDR-XR520 auch zum ersten Mal keine Kontrolle mehr über die Verschlusszeit an (abgesehen vom Low-Lux-Modus, in dem sich die Shutterzeit auf 1/30s verlängert). Das ist eine enttäuschende Entwicklung, denn wenn man die Verschlusszeit der Automatik überlässt, können verschwommene Bilder die Folge sein. Auch in Low Light-Situationen ist man ohne Belichtungszeitkontrolle aufgeschmissen. Jeder andere Hersteller der gehobenen HD-Consumer Camcorder-Liga gibt seinen Kunden die Möglichkeit, Blendenwert und Belichtungszeit selbst zu bestimmen. Warum nicht Sony?

Weissabgleich (7,5)

Sony bietet bei der XR520 neben Automatik und Manuell nur zwei Weißabgleichseinstellungen an: Tageslicht  und Kunstlicht. Die vorprogrammierten Einstellungen sind nie so präzise wie ein manueller Weißabgleich, der bei der Sony überaus einfach zu bedienen ist.



Die XR520 hat nur 2 Weißabgleichseinstellungen,
aber der manuelle Weißabgleich ist
einfach zu bedienen

Die WB-Versch erweitert die
Kontrollmöglichkeiten

Wer mehr Kontrolle möchte, kann vom WB-Shift Gebrauch machen, der – wie schon beim Vorjahresmodell – wieder neun Stufen anbietet und ähnlich wie der AE-Shift funktioniert. Der WB-Shift gehört ebenfalls zu den vier Funktionen des Funktionswahlrads.


Lichtverstärker (0.0)

Bei der XR520 kann man Gain nicht selbst regeln. Das war bis vor kurzem noch kein echter Mangel, aber mittlerweile bieten viele Hersteller eine Art Gain-Kontrolle an. Die Canon HF100 hat nur eine begrenzte Gain-Funktion, aber bei der Sanyo VPC-HD2000 kann der Benutzer die ISO-Empfindlichkeit auch im Videomodus einstellen. Panasonic ist der einzige Hersteller, der eine hundertprozentige Gain-Kontrolle ermöglicht.


Farb- & Bildfunktionen (2,0)

Die Sony HDR-XR520 bietet kaum Farb- oder Bildeffekte an. Keine Farbtiefe, -schärfe oder ähnliches. Der WB-Shift erlaubt eine begrenzte Kontrolle über den  Farbton (mehr dazu im Abschnitt Weißabgleich).

Farb-/Bildfunktion Beschreibung
x.v. Color Für Aufnahmen in der erweiterten xvYCC Farbpalette (nur für kompatible Fernseher empfohlen)

Sonstige Bedienelemente (3,5)

Funktion Beschreibung
Führungsrahmen Weiße Linien teilt den Display in bis zu 9 Sektionen auf (wie ein Tic-Tac-Toe Feld). Diese Linien helfen bei der Einfassung der Aufnahmen, und werden nicht mit aufgenommen.
Wide Select Damit kann zwischen den Bildformaten 16:9 und 4:3 gewechselt werden
Conversion Lens Die Einstellungen Weitwinkel oder Tele-Foto Conversion Lens verbessern Bildstabilisator und automatischen Fokus.
Tele Macro Passt den Fokus an Motive an, die sehr nahe am Objektiv sind. Im Tle Macro Modus, wird das Motiv scharfgestellt und der Hintergrund verschwommen dargestellt. 
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