Sony Handycam HDR-PJ760V

Erste Eindrücke
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Bedienung

Das Einstellrad macht den HDR-PJ760V auch für Halbprofis interessant

Es war nicht einfach ein gutes Gefühl für die Automatik des PJ760V zu entwickeln, da wir den Camcorder am Sony-Stand der CES ausprobiert und getestet haben. Das Angebot an Automatikoptionen hat uns aber sehr beeindruckt. Sony behauptet, das neue Modell hat 120 Motivprogramm-Kombinationen, aus denen der Camcorder im iAuto Modus automatisch auswählt. Zusätzlich bietet der Camcorder “erweiterte” Automatikkontrollen wie Spotmessung, Spotfokus, automatische Belichtungsänderung, automatische Weißabgleichsänderung, ein Modus für Nachtaufnahmen und eine automatische Gegenlichtanpassung. Fast alle Funktionen waren schon im Vorjahresmodell, dem PJ30V zu finden, die manuelle Bedienung des PJ760V ist also das, was ihn von den anderen absondert.

Sony_HDR-PJ760V_ControlDial.jpg

Das Einstellrad ist zwar nicht perfekt, ist aber für manuelle Einstellungen viel besser als der Touchscreen

Lowlight Modus

Sonys Low Lux Modus, der in allen Handycams zu finden ist, verstärkt den Gain und erlaubt dem Camcorder damit eine Verschlusszeit von 1/30 Sekunden bei schwachen Lichtverhältnissen zu benutzen. Dadurch werden die Bilder zwar heller, aber das Bild ist auch verrauschter und (wegen der langen Verschlusszeit) auch abgehackter. Man könnte auch das eingebaute Videolicht benutzen um eine etwas bessere Beleuchtung zu erhalten.

Da Sony auch die Infrarotfunktion NightShot in den HDR-PJ760V eingebaut hat, kännen Videos auch bei kompletter Dunkelheit aufgenommen werden. In diesem Modus leuchten die Aufnahmen in einen sehr hellen Grün (wie bei Nachtsichtgeräten), aber es können Videos in Plätzen mit keinem bzw. sehr wenig Licht aufgenommen werden. NightShot verbraucht aber viel Batterie, man sollte es aber nicht regelmäßig benutzen.

Die manuelle Bedienung des HDR-PJ760V ist, verglichen mit dem was der PJ30V vom Vorjahr angeboten hat, stark verbessert worden. Der neue Camcorder bietet manuelle Bedienung für Fokus, Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich und Belichtung, und alle können mit einem vorne eingebauten Einstellrad, demselben den Sony früher in seine Flaggschiffmodelle eingebaut hat, bedient werden.

Zoom
Der Handycam HDR-PJ760V hat einen 10-fachen optischen Zoom, der über den Zoomheben auf der Oberseite des Camcorders, oder mit dem Touchscreen bedient werden kann. Die Einschränkung des Zoom auf das 10-fache ist nicht so ungewöhnlich, die meisten Top-Camcorder haben einen höchsten 10- bis 15-fachen Zoom. Die großen Sensoren und Linsen in diesen Camcordern bieten normalerweise keine Platz für viel mehr. Allerdings ist dieser Zoom eine leichte Herabstufung zum 12-fachen Zoom des PJ30V.

Der PJ760V hat auch einen 17-fachen erweiterten Zoom, das ist aber ein digitaler, und kein optischer Zoom.

Zoom Photo
Mit dem Zoomhebel kann der 10-fache optische Zoom bedient werden

Fokus

Das Einstellrad ist am besten zur Scharfstellung geeignet, es hat einfach nicht genug Widerstand um einen genauen Einstellungswert auszuwählen (wie z.B. für Blende und Verschlusszeit).

Blende

Die Blende kann entweder mit dem Einstellrad (wie der Fokus) oder mit den Tasten auf dem LCD eingestellt werden. Blendendere reichen von f/1.8 bis f/9.6. Sony nennt seine Blende IRIS (genau, alles groß geschrieben), man sollte sich davon aber nicht verwirren lassen.

Verschluss

Eine weitere nützliche manuelle Einstellungsmöglichkeit ist die Verschlusszeit, die auch mit dem Einstellrad oder dem Touchscreen des PJ760V angepasst werden kann. Die angebotenen Verschlusszeiten reichen von 1 /8 bis 1/10000. Das Einstellrad für die Verschlusszeit zu benutzen war manchmal etwas schwierig, vor allem, wenn eine bestimmte Einstellung ausgewählt werden sollte. Da Verschlusszeiten aber nicht so oft verändert werden, ist es nur halb so frustrierend.

Weißabgleich

Der Camcorder hat zwei Weißabgleich-Voreinstellungen – Draußen und Drinnen – sowie eine manuelle und automatische Bedienung. Wer die Farbtemperaturen verändern will kann die Weißabgleichsverschiebung des HDR-PJ760V benutze n (die mit dem Einstellrad bedient wird).

Gain

Achtung, das ist ein ganz neues Feature! Der Sony HDC-PJ760V hat eine AGC Limit Funktion mit der Nutzer tatsächlich Einfluss auf die Gainlevel des Camcorders nehmen kann (wenn auch nicht vollständig). Mit dieser Funktion wird die Lichtverstärkung auf ein Limit eingestellt, mit dem der Camcorder dann arbeitet. Das Limit kann auf 24dB, 18dB, 15dB, 12dB, 9dB, 6dB, 3dB und 0dB eingestellt werden. Es wurde auch Zeit, dass Sony diese Funktion in seine Handycam einbaut – Canon bietet schon länger ein ähnliches Feature in seinen LEGRIA Camcordern.

Farb- und Bildeinstellungen

Zusätzlich zu den oben genannten manuellen Bedienmöglichkeiten bietet der PJ760V auch Prosumer-Features, wie CinemaTone Vorseinstellungen, eine 24p Aufnahmeoption, optische Bildstabilisation (STeadySHot), Zebramuster und Fokushilfe (einschließlich Peking). Wir haben die meisten dieser Funktionen in früheren Sony-Flaggschiffmodellen gesehen, aber das ist das erste mal, dass Sony sie in einen Projektor-Camcorder mit eingebaut hat. Das gefüllt uns sehr gut, da es Konsumenten mehr hochwertige Camcorder zur Auswahl gibt (der HDR-CX760V, der keinen Projektor hat, hat diese Funktionen auch).

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