Sony MHS-PM1
Zurück: Seite 7
FotofunktionenWeiter: Seite 9
Wiedergabe & Anschlüsse
Zusammenfassung Bedienung & Handhabung
• Handhabung ist meistens einfach, aber schwieriger als die Flip und andere Taschencamcorder
• Software ist schwer verständlich
• Camcorder ist leicht und kompakt und passt in jede Hosentasche
• Tasten sind nicht sehr gut ausgeführt und schlecht platziert
• Vielseitiger durch rotierendes Objektivteil
Benutzerfreundlichkeit (6,0)
Verglichen mit einem traditionellen Camcorder ist die MHS-PM1 wirklich einfach zu handhaben. Aufgenommen wird vollautomatisch, es gibt nicht zu viele oder komplizierte Tasten und Knöpfe oder spezielle Steuerungen, und sie passt gut in die Handfläche. Um einen Camcorder für alle zu produzieren, muss dieser quasi 'Idiotensicher' sein. Hier hat die PM1 das Ziel verfehlt. Es sieht fast so aus, als hätte Sony bei der MHS-PM1 alles weglassen wollen. Letztendlich konnten sie wohl der Versuchung aber nicht widerstehen und haben Motivprogramme, seltsame Funktionen wie Flimmerreduzierung und das komplizierte Setup-Menü, das vor allem Anfängern Schwierigkeiten bereiten wird, mit eingebaut. Hätte Sony die Hälfte dieser Funktionenweggelassen, wären wir einen Schritt näher am 'einfachen' Gerät.
Einige können sich schnell mit neuen Geräten anfreunden, andere kennen sich mit Camcordern aus. Diese Nutzer werden die MHS-PM1 als eher einfaches Gerät betrachten. Denn der Camcorder ist definitiv einfacher zu handhaben als viele andere. Nur für Anfänger und Technikmuffel, für die Taschencamcorder eigentlich gedacht sind, ist die MHS-PM1 nicht wirklich geeignet. Vor allem die eingebettete Bearbeitungssoftware ist frustrierend und die Ausarbeitung und Anordnung der Tasten und Knöpfe ist alles andere als intuitiv. Die Flip- Camcorder sowie die Kodak Zx1 sind wesentlich einfacher zu bedienen – und zwar in jeder Beziehung.
Handhabung (6,0)
Die MHS-PM1 ist um einiges kleiner als traditionelle Camcorder und erinnert sehr an die Flip UltraHD. Beide haben in etwa die gleiche Größe, wenn auch die PM1 etwas schmäler ist. Einen guten Griff hat die PM1 aber nicht. Die Oberfläche des Camcorders ist zu glatt und rutschig um ihn richtig gut zu greifen. Zusammen mit der Tatsache, dass die PM1 keine Handschlaufe hat, ist die Gefahr den Camcorder fallen zu lassen viel höher. Die MHS-PM1wird aber mit einem einfachen Handgelenksriemen geliefert, der am unteren Ende der Videokamera festgemacht wird. Wenigstens kann so dem Fallen lassen des Camocrders vorgebeugt werden.
|
| Die MHS-PM1 passt leicht in die Hosentasche |
Das interessanteste und einzigartigste an der MHS-PM1 ist wohl das rotierende Objektivteil, eine tolle Funktion. Damit lassen sich bequem und einfach Selbstaufnahmen und Aufnahmen von verschiedenen Winkeln machen. Außerdem entschädigt das Objektivteil dafür, dass sich der Bildschirm, anders als bei den meisten traditionellen Camcordern, nicht bewegt lässt.
|
| Die Tasten und Knöpfe auf der Rückseite sind nicht einfach zu bedienen |
Die MHS-PM1 scheint sehr stabil gebaut zu sein, hat aber auch 'schwache' Bauteile. Die Abdeckung für die Anschlüsse auf der linken Seite ist sehr dünn und scheint sehr zerbrechlich zu sein. Die Tasten und Knöpfe sind schlecht verarbeitet. Es ist schwierig die Knöpfe zu betätigen, weil sie nicht mit dem Daumen in einer Reihe sind. Der Zoom besteht aus einem billigen Stück Plastik, hat eine lange Reaktionszeit und ist ungenau. Wir würden gerne wissen, ob es irgendwann zur Diskussion stand, die PM1 mit einem Touchscreen zu versehen. Vielleicht wäre die PM1 besser gewesen, hätte Sony sich zu einem größeren Touchscreen durchringen können. Der Bildschirm wäre größer und der Camcorder hätte weniger klobige Knöpfe.
Stabilisator (0.0)
Wie die meisten ultrakompakten Camcorder hat auch die MHS-PM1 kein Stabilisationssystem. Nur die Sanyo VPC-CG10 hat einen Bildstabilisator. Der allerdings ist digital, was nicht so gut funktioniert wie ein optischer Bildstabilisator. (So testen wir Stabilisatoren)
Tragbarkeit & Tragekomfort (11,2)
Der MHS-PM1 ist eines der leichtesten Camcorder auf dem Markt. Die Videokamera ist um etwa 60 g leichter als die Sanyo VPC-CG10 und sowohl leichter als die Kodak Zx1 als auch die Flip UltraHD, wenn auch nur um ca. 20 bis 30 Gramm. Die PM1 passt leicht in die Hosentasche. Das einzige Problem ist, dass sich der Camcorder automatisch einschaltet, sobald das Objektivteil nach oben gedreht wird – und es ist uns ein paar Mal passiert, dass die PM1 sich in der Tasche versehentlich eingeschaltet hat.
Das einzige, was die Tragbarkeit der MHS-PM1 einschränkt, ist der quasi nicht vorhandene (nur 12 MB) interne Speicher. Die Flip UltraHD hat 8 GB internen Speicher, genug um mehrere Stunden Videos zu speichern. Ist man also mit der MHS-PM1 unterwegs, müssen ein paar Ersatzkarten mit eingepackt werden – natürlich nur Memory Stick PRO Duo von Sony. Deshalb hat die Flip UltraHD einen kleinen Vorsprung gegenüber der leichteren und kleineren Sony MHS-PM1.
| Größe und Gewicht | |
| Gewicht | 120g (inkl. Akku) |
| Größe | 24 x 103 x 55 mm |
Akkulaufzeit (5,75)
Mit voll aufgeladenem Akku hat die MHS-PM1 in unsrem Test 115 Minuten durchgehend aufgenommen. Das ist eine ordentliche Akkulaufzeit für einen Taschencamcorder. Doch leider hat der Camcorder ein geschlossenes Batteriefach, was heißt es können keine größeren Akkus, mit längerer Laufzeit, benutzt werden. (So testen wir die Akkulaufzeit)
| Akkulaufzeiten im Vergleich |
|
Zum Glück hat sich Sony für Europa dazu entschieden das Netzteil mit zu liefern. In den USA ist dies nicht der Fall. Der Akku kann nur mit dem mitgelieferten Akkuladegerät aufgeladen werden, d.h. die Aufnahme muss für die Dauer des Aufladens gestoppt werden… Mit dem Stromkabel ist die PM1 jedenfalls flexibler. Selbst wenn der Akku schwächelt bzw. ganz leer ist, können ohne viel Aufwand weitere Aufnahmen gemacht werden.
|
| Das Batteriefach für das Lithium-Ion Akku befindet sich auf der Unterseite des Camcorders |
LCD & Sucher (5,9)
Auf der Rückseite der MHS-PM1 befindet sich ein fest eingebauter, 1,8 Zoll großer LCD-Bildschirm. Das ist wesentlich kleiner als das der Sanyo VPC-CG10 (3 Zoll), die Flip UltraHD (2 Zoll) und die Kodak Zx1 (auch 2 Zoll). Der Bildschirm der PM1 ist aber etwas größer als der LCD der Flip MinoHD mit ihrem winzigen 1,5 Zoll Bildschirm. Wer einen großen LCD haben will, sollte die MHS-PM1 nicht in Betracht ziehen. Andererseits hat die PM1 eine gute Bildschirmauflösung von 230.000 Pixel.
|
| Der 1,8 Zoll LCD ist kleiner als die meisten Bildschirme |
Der LCD der MHS-PM1 kann nicht gedreht werden, aber das drehbare Objektivteil führt nahezu dieselbe Funktion aus. Die meisten drehen den LCD um Selbstaufnahmen zu machen oder um den Camcorder besser halten zu können. Das bewegliche Objektiv bietet die gleichen Möglichkeiten, einschließlich Selbstaufnahmen mit um 180 Grad gedrehtem Objektiv. Außerdem ist diese Lösung platzsparend, bewegliche LCDs nehmen doch ziemlich viel Platz ein.
Einen (elektronischen) Sucher hat die MHS-PM1, wie alle anderen ultrakompakten Camcorder, nicht.
Menüs (4,5)
Obwohl das Menüsystem der MHS-PM1 einfacher ist als das der meisten Camcorder, ist es immer noch viel komplizierter als in den Flip-Camcordern oder der Kodak Zx1. Die Sony PM1 hat zwei separate Menüs: Eines für die Auswahl der Bildgrößen und eines zur Einstellung der Motivprogramme und um auf die Konfiguration zuzugreifen. Die Einstellungen sind über zwei Menüs verteilt. Deshalb, und weil das Layout und das Design etwas verworren sind, kann die Navigation in den Menüs kompliziert sein.
|
| Das Hauptmenü enthält die Motivprogramme und das Setup |
Der Grund für diese längeren Menüs ist natürlich, dass die PM1 mehr Funktionen bietet als die meisten Konkurrenten. Weder die Flip UltraHD noch die Kodak Zx1 haben Motivprogramme oder unterschiedliche Fotoaulösungen (die Flip nimmt überhaupt keine Fotos auf). Nur die Sanyo VPC-CG 10 bietet mehr Funktionen – das Menü ist aber auch viel verworrener und überladen. Die MHS-PM1 hat eine kleine Anzahl an Funktionen. Im Setup-Menü finden sich unter anderem die Flimmerreduzierung, Spracheinstellungen und Videowiedergabe-Optionen. Das ist ein bisschen zu komplex für einen Camcorder, der für Anfänger konzipiert wurde. Aber die Menüs und Optionen sind lange nicht so verwirrend oder umständlich wie bei der CG10 oder traditionellen mittel- und hochklassigen Camcordern.
|
| Die Video- und Fotoauflösungen |
Alle Handycam Camcorder von Sony haben einen Touchscreen LCD. Die MHS-PM1 dagegen muss mit einem Joystick auskommen. Dieser fühlt sich nicht sehr stabil an und die Reaktionszeit ist ziemlich lang, was die Navigation in den Menüs frustrierend lange erscheinen lässt. Die Funktionsauswahl ist auch ziemlich merkwürdig. Wir sind es gewöhnt den Joystick zu drücken, wenn eine hervorgehobene Einstellung, z.B. ein Motivprogramm, ausgewählt werden soll. Bei der PM1 ist das anders. Drücken ändert überhaupt nichts. Stattdessen muss nur die Funktion ausgewählt (also hervorgehoben) und das Menü verlassen werden. Das ist verwirrend und lässt einen mit dem Gefühl zurück, nicht die richtige Funktion ausgewählt zu haben.
Neueste Tests & News
-
13.01.2012
Panasonic HC-X900 Erste Eindrücke
Panasonics neuestes Top-Modell, der HC-X900 hat weniger überwältigende Updates wie sein Vorgänger, der HDC-TM900. Mehr...
-
11.01.2012
Sony Handycam HDR-PJ760V Erste Eindrücke
Sony hat während der CES, die neusten Produkte für 2012 angekündigt. Darunter auch den Projektor-Camcorder HDR-PJ740VE, der ab April in Deutschland erhältlich sein wird – wir durften uns auf der CES das US-Modell HDR-PJ760V genauer anschauen. Einziger Unterschied zwischen den beiden: Der interne Speicher des HDR-PJ740VE hat 32GB, der des PJ760VE hat 96GB. Mehr...
Besten Camcorder
-
1
Panasonic HDC-SDT750
Mit der HDC-SDT750 hat Panasonic den ersten 3D Consumer Camcorder auf den Markt gebracht. Billig ist er zwar nicht, aber auch nicht viel teurer als die anderen Top-Modelle. Ganzen Testbericht lesen
Alle KategorienFlash -

149900,00€2Canon Legria HF G10
Der Bildsensor im neuesten Flaggschiff-Modell von Canon, dem Legria HF G10 (UVP 1.499 Euro), hat viel weniger Pixel als das Vorjahresmodell. Ganzen Testbericht lesen
149900,00€Alle KategorienFlash -
3
Panasonic HDC-TM700
Die letztjährigen Top-Modelle von Panasonic, die 300-er Modelle waren schon super – der HDC-HS300 hat 2009 sogar unseren Select Award gewonnen. An die Nachfolgeserie, die 700-Modelle, haben wir deshalb ziemlich hohe Erwartungen. Ganzen Testbericht lesen
Alle KategorienFlash -
4
JVC Everio GZ-HM1
JVCs neuer Top-Camcorder, der Everio GZ-HM1 (UVP 1.199 Euro) sieht dem Vorjahresmodell, dem Everio GZ-HM400, zum verwechseln ähnlich. Ganzen Testbericht lesen
Alle KategorienFlash -

1359,00€5Panasonic HDC-HS300
Die Panasonic HDC-HS300 (UVP EUR 1.499) hat alles was man von einem hochwertigen Camcorder erwartet. Ganzen Testbericht lesen
1359,00€Alle KategorienHDD
Sonderartikel
-
Die gängigsten Softwarepakete für Videobearbeitung
Mit diesem Artikel wollen wir einen Überblick über die vielen Programme schaffen, die Verbrauchern verkauft werden: Sollte wirklich das teure Programm gekauft werden? Reicht die Software im Betriebssystem aus, oder sollte doch lieber die Hersteller-Software installiert werden? Mehr...
-
Festplatten
Viele Camcorder haben, ähnlich wie in einem PC, eine eingebaute Festplatte auf der Videos und Fotos gespeichert werden. Der größte Vorteil einer Festplatte in einem Camcorder ist der Speicherplatz. Mehr...
-
High Definition
High Definition (HD) ist nicht die Zukunft – es ist schon längst hier. Jeden Tag werden mehr und mehr HD-Fernseher gekauft, da ist es nur natürlich, dass auch der Urlaub, die Schulaufführung und Sportereignisse in HD aufgenommen werden wollen. Mehr...